Warum Eisenmangel in der Schwangerschaft behandelt werden muss

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Jeden Tag nehmen wir über die Nahrung das lebensnotwendige Spurenelement Eisen zu uns, das im Körper viele wichtige Funktionen übernimmt. So ist Eisen, wenn es mit dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden wird, für den des Sauerstoffs im Blut zuständig. Eisen wird auch benötigt damit rote Blutkörperchen gebildet werden können. Ein Eisenmangel kann im frühen Stadium leicht ausgeglichen werden, denn der Körper greift auf seine Reserven zurück, kommt es aber zu einem schweren Eisenmangel, dann entsteht eine Anämie, also eine Blutarmut, die besonders für schwangere Frauen sehr gefährlich werden kann.

Eine häufige Form der Anämie

Eine Blutarmut, die durch den Mangel von Eisen entsteht, ist die häufigste Form der Anämie. Frauen sind deutlich öfter davon betroffen als Männer, da sie durch die monatliche Periode viel Eisen verlieren. Frauen zwischen 25 und 50 Jahren sollten täglich bis zu 15 Milligramm Eisen zu sich nehmen und damit es nicht zu einem Eisenmangel in der Schwangerschaft kommt, sind 30 Milligramm täglich erforderlich. In der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Eisen, da nicht nur die Mutter, sondern auch das Kind mit dem Spurenelement versorgt werden muss. Dazu kommt, dass die vergrößerte Gebärmutter und der Mutterkuchen, die Plazenta, viel Eisen benötigen, und das macht schwangere Frauen anfälliger für eine Anämie.

Eisenmangel in der Schwangerschaft – es kommt auf den Zeitpunkt an

Eisenmangel in der Schwangerschaft ist kein konstanter Mangel. So ist der Bedarf an Eisen für die Mutter und ihr ungeborenes Kind in der ersten Hälfte der Schwangerschaft kaum erhöht und kann mit der entsprechenden Ernährung in ausreichendem Maß gedeckt werden. Zu einem Eisenmangel in der Schwangerschaft kommt es in den meisten Fällen erst in der zweiten Hälfte und dann ist der Mangel nicht mehr nur durch die Ernährung aufzufüllen, hier muss mit speziellen Eisenpräparaten nachgeholfen werden. Der Frauenarzt kontrolliert bei jeder Vorsorgeuntersuchung auch den Eisenwert im Blut und wenn der Hb-Wert, also der Hämoglobin-Wert unter die Marke von elf Gramm pro Deziliter Blut fällt, dann handelt es sich um einen Eisenmangel in der Schwangerschaft.

Welche Symptome weisen auf einen Eisenmangel hin?

Ein Eisenmangel in der Schwangerschaft bleibt nur so lange unbemerkt, wie der Körper sich an seine Reserven halten kann. Sind diese Reserven verbraucht oder gehen langsam zur Neige, dann zeigen sich die klassischen Symptome:

  • Müdigkeit
  • Eine hohe Anfälligkeit für Infekte
  • Konzentrationsschwäche
  • Eine blasse Haut
  • Eine verminderte Leistungsfähigkeit
  • Haarausfall
  • Ständig eingerissene Mundwinkel
  • Brüchige Fingernägel
  • Kopfschmerzen

Damit es erst gar nicht zu diesen Symptomen kommt, sind Frauen, die werden wollen, gut beraten, einen bereits bestehenden Mangel auszugleichen. So wird das Risiko deutlich gemindert, dass es später zu einem Eisenmangel in der Schwangerschaft kommt. Sollte sich trotzdem ein Mangel entwickeln, dann ist es wichtig, dass er so schnell wie möglich erkannt wird, denn nach der Einnahme von Eisenpräparaten dauert es drei bis sechs Wochen, um die Reserven wieder aufzufüllen.

Auf die richtige Ernährung kommt es an

Schwangere Frauen sollten sich grundsätzlich und auch ausgewogen ernähren, in Hinsicht auf einen drohenden Mangel an wichtigem Eisen spielt die richtige Ernährung aber eine noch wichtigere Rolle. Eisen ist unter anderem in magerem Fleisch zu finden, aber auch in und vielen Gemüsesorten wie Brokkoli, Spinat und Grünkohl. Schwangere Frauen sollten weißes Mehl nach Möglichkeit meiden und zu Vollkornprodukten greifen, denn auch in Getreideprodukten mit Vollkornmehl ist wie auch in und Nüssen, sehr viel wichtiges Eisen zu finden. Schwangere Frauen sollten am besten mit ihren Arzt einen genauen Speiseplan zusammenstellen. Wenn eine eisenhaltige Ernährung alleine nicht ausreichen sollte, dann wird der Arzt ein Eisenpräparat wie zum Beispiel Ferro Sanol verordnen, das den Mangel an Eisen in der Schwangerschaft meist schnell und effektiv behebt.

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Ulrike Dietz