Stillen ohne Stress

Stillen ohne Stress

Für viele Mütter ist der Gedanke an das Stillen nicht nur schön, sondern auch mit viel Frust und Stress verbunden. Dem engen Gefühl des Verbunden seins und der Fähigkeit, sein Kind auf natürliche Weise zu ernähren, stehen wunde Brustwarze, schmerzhafte Milchstaus und andere Probleme gegenüber. Viele Mütter, vor allem solche, die zum ersten Mal ein Kind bekommen, sind von der Situation und den Tücken des Stillens schnell überfordert und verunsichert. Sie fühlen sich schlecht, weil sie ihr Kind nicht ernähren können und setzen sich zusätzlich unter Druck. Ein stressfreies Stillen ist zu diesem Zeitpunkt unmöglich. Am besten macht man es sich auf einem Stillkissen gemütlich.

Das alles muss jedoch nicht sein. Wenn Sie wissen, worauf es beim Stillen ankommt und mit welchen Tipps und Tricks sie negativen Situationen aus dem Weg gehen beziehungsweise mit diesen umgehen, wird das Füttern Ihres Kindes im Handumdrehen zu dem wundervollen Erlebnis, von dem alle anderen Mütter immer schwärmen. Erfahren Sie hier, was es alles zu beachten gibt, wenn Sie Ihr Kind stillen wollen.

Stillen – Vorbereitung ist die halbe Miete

Ehe Sie sofort lospreschen und Ihr Kind an die Brust anlegen, sollten Sie sich Zeit lassen, um alles in Ruhe vorzubereiten.

Sorgen Sie zum Beispiel dafür, dass es nicht nur Ihr Kind, sondern auch Sie selbst bequem haben. Bedenken Sie dabei, dass das Stillen eines Säuglings nicht in zehn Minuten erledigt ist, sondern gut und gern bis zu einer Stunde dauern kann. Daher gilt die Devise: Machen Sie es sich gemütlich und richten Sie sich Ihre Komfort-Zone ein. Wichtig hierfür sind eine angenehme Raumtemperatur, genügend Kissen zum Stützen Ihres Rückens und eines für Ihren Schoß. Dieses bewirkt, dass Sie Ihr Kind ohne Kraftaufwand eine längere Zeit halten können und ist deswegen unverzichtbar. Die Vermutung, Sie müssten sich dafür unbedingt ein Stillkissen zulegen, ist übrigens ein Trugschluss. Ein ganz normales Sofakissen ist genauso effektiv. Am besten ist es, wenn Sie verschiedene Varianten ausprobieren und dann festlegen, mit welcher Sie sich am wohlsten fühlen.

Auch andere Kleinigkeiten wie ein Getränk (z.B. Still-Tee), ein beruhigendes Licht (unbedingt auf Duftkerzen verzichten!) und leise Musik im Hintergrund können das Stillen und die gemeinsame Zeit mit Ihrem Kind zur Wohlfühl-Einheit werden lassen. Wer es mag, kann seine Brüste vorher auch mit warmem Wasser waschen und leicht massieren. Dies ist eine gute Gelegenheit, den Partner in den Stillprozess einzubinden und ihm das Gefühl zu geben, ebenfalls eine wichtige Rolle dabei zu spielen.

Tipp: Schalten Sie auf gar keinen Fall den Fernseher ein. Während des Stillens besteht eine sehr enge Bindung zwischen Ihnen und Ihr Kind, die nicht nur körperlich durch den Mund und die Brustwarze erzeugt wird, sondern auch emotional besteht. Während Ihr Baby trinkt, wird es häufig Ihren Blick suchen. Wenn Sie währenddessen in die Mattscheibe starren, wird es Ihnen schwer fallen, diesen zu erwidern. Gleiches gilt übrigens für das Smartphone oder den Laptop.

Die richtige Positionierung beim Stillen

Nachdem Sie alles vorbereitet und sichergestellt haben, dass auch nichts vergessen wurde, können Sie damit beginnen, sich und Ihr Kind in die richtige Position zu bringen. Die bequemste Position für Sie ist der Schneidersitz auf dem Sofa, dem Bett oder dem Fußboden. Auf diese Weise können Sie Ihr Baby ideal mit den Oberschenkeln stützen. Wenn Sie nicht im Schneidersitz sitzen wollen oder können, kann auch eine kleine Fußbank oder ein zusätzliches, steifes Kissen helfen, ihre Beine in die ideale Position zu bringen.

Des Weiteren ist es wichtig, dass Sie aufrecht sitzen und nicht während des Stillens in sich zusammensacken. Das Resultat wäre nicht nur eine unbequeme Sitzposition, sondern auf langfristige Sicht betrachtet Rückenschmerzen.

Beim Anlegen des Kindes gibt es schließlich folgende Punkte zu beachten:

  • Das Kind so halten, dass es, ohne den Kopf drehen zu müssen, an Ihre Brustwarze kommt
  • Der Kopf des Kindes liegt in Ihrer Armbeuge
  • Der untere Arm des Kindes kann sich um Ihre Taille legen
  • Mit einer Hand halten Sie den Po oder den Oberschenkel des Kindes, um es zu stabilisieren

Erfolgreiches Stillen

Nun beginnt das eigentliche Stillen. Um Ihr Kind auf die bevorstehende Aktivität vorzubereiten, hilft es, die Mundwinkel leicht mit dem kleinen Finger zu kitzeln. Die Reaktion wird das reflexartige Öffnen des kleinen Baby-Mundes sein.

Wichtig ist, dass Sie darauf achten, dass der Mund auch wirklich geöffnet ist. Nur dann können Sie Ihre Brustwarze rasch hineinschieben und müssen keine wunden Stellen befürchten. Das Kind säugt richtig, wenn:

  • Der Kiefer des Kindes weit um den Vorhof der Brust greift
  • Die Unterlippe des Kindes umgeklappt ist (anfangs Partner oder Hebamme bitten, dies zu kontrollieren)
  • Die Nase des Kindes leicht gegen die Brust gedrückt wird

Fehler, die hierbei oft gemacht werden, sind:

  • Das Kind umschließt nur die Brustwarze und nicht den gesamten Vorhof à hierdurch entstehen wunde Brustwarzen
  • Die Mutter drückt die Brust leicht ein, um die Nase des Kindes zu befreien à hierdurch wird der Milchfluss gestoppt

Übrigens: Ob Sie Ihr Kind vor, während oder nach dem Stillen wickeln, liegt vollkommen bei Ihnen. Eine allgemeingültige Regel für diese Thematik gibt es nicht, da jedes Mutter-Kind-Gespann einen anderen Rhythmus hat.

Wann hat das Baby genug getrunken?

Eine Frage, die viele junge Mütter fast zum Verzweifeln bringt, ist die nach der Menge der Milch, die das Kind getrunken hat. Im Gegensatz zur Fütterung mit der Flasche kann man schließlich nicht so einfach nachvollziehen, wie viel der kleine Liebling gerade verdrückt hat.

Während es vor einigen Jahren noch üblich war, das Kind vor und nach dem Stillen zu wiegen und dadurch festzustellen, wie viel Milch es getrunken hat, gilt heute eher der Grundsatz: Es trinkt so viel wie es braucht und wenn es wieder Hunger hat, wird es sich melden.

Tipp: Vertrauen Sie Ihrem Baby. Wenn Sie sich dem Stillen öffnen, werden Sie nach einer Weile wissen, wann es satt ist und wann der Hunger wieder einsetzt.

Hilfsmittel, die Ihnen das Stillen zusätzlich erleichtern

  • Brustschilder: Hierbei handelt es sich um kleine Einlagen, die Sie in den BH über Ihre Brustwarzen legen, falls diese sehr flach sind. Die kleinen Schilder sorgen dafür, dass sich die Brustwarzen aufstellen können. Viele Kinder bevorzugen hervorstehende Brustwarzen beim Trinken.
  • Still-BHs: Still-BHs gehören längst zur festen Ausstattung junger Mütter. Eine Klappe am Körbchen ermöglicht es, die Brust freizulegen, ohne BH und Oberteil komplett ausziehen zu müssen.
  • Still-Tees: Spezielle Kräutertees helfen Ihnen auf natürliche Weise, sich zu entspannen und den Milchfluss zu fördern.
  • Cremes und Salben gegen wunde Brustwarzen: Nichts ist unangenehmer als wunde Brustwarzen. Salben und Cremes entspannen, kühlen und fördern den Heilungsprozess.
  • Milchpumpen: Diese Helfer sind ideal, wenn Sie zu viel Milch produzieren oder Ihr Kind unterwegs nicht stillen, sondern Ihm die Flasche geben wollen.

Bild: © Depositphotos.com / vodolej

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Autor(in)

Maik Justus

Maik Justus ist 28 Jahre jung, aus Lübbecke und Vater von 3 Kindern. Er selbst hat bereits sehr viel Erfahrung im Gesundheitsbereich und schreibt, gemeinsam mit anderen Autoren, in diesem Gesundheitsportal.

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