Vor- und Nachteile von veganer Ernährung

Vor- und Nachteile von veganer Ernährung

Kaum ein anderer Ernährungstrend ist derzeit so beliebt wie ein veganer Lebensstil. Vegan – das bedeutet, dass nicht nur auf Fisch und Fleisch sondern auch alle andere tierische Produkte verzichtet wird. Hierzu gehören alle Milchprodukte, Eier und auch Honig. Stattdessen ernähren sich Veganer ausschließlich von Obst, Gemüse, Nüssen, Samen und sogenannten Ersatzprodukten wie Tofu. Ein Blick auf den Speiseplan eines Veganers erscheint einerseits sehr gesund, andererseits aber auch einseitig. Viele interessierte Menschen fragen sich deswegen immer wieder, ob eine Ernährung ganz ohne tierische Produkte tatsächlich alle Bedürfnisse des Körpers stillen kann.

Die gängigsten Vorurteile und was wirklich dran ist

Die Vor- und Nachteile der veganen Ernährung lassen sich am besten aufzeigen, indem man mit den gängigsten Vorurteilen aufräumt und Klarheit schafft.

1 Veganer kämpfen gegen Mangelerscheinungen

Ein Satz, den jeder Veganer kennt, ist „Bekommst dein Körper denn dann auch genügend Eiweiß?“. Eiweiße, auch Proteine genannt, kommen vorrangig in tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern vor. Obst und Gemüse hingegen besitzt meist nur geringe Mengen dieser Stoffe. Dennoch können Veganer ihren täglichen Bedarf mit pflanzlichen Protein-Bomben wie Bohnen, Tofu und Nüssen decken und müssen auf nichts verzichten. Auch andere Mängel treten nur auf, wenn sich der Veganer nicht ausgewogen ernährt. Das einzige Sorgenkind in diesem Zusammenhang: Das Vitamin B12. Dieses wird von den meisten Veganern mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen.

2 Die vegane Ernährung ist einseitig

Ein weiteres Vorurteil, mit dem viele Veganer kämpfen, ist, dass die Ernährungsweise sehr einseitig ist. Gemüse, Gemüse und noch mehr Gemüse – so stellt sich der „Nicht-Veganer“ einen veganen Speiseplan vor. Um zu erkennen, dass dieser jedoch wesentlich vielfältiger ist, reicht ein Blick in ein veganes Kochbuch oder eine kurze Recherche im Internet. Tatsächlich befassen sich Veganer viel intensiver mit dem Thema Ernährung und sind (nicht-tierischen) Lebensmitteln viel aufgeschlossener. Spezielle Läden oder Online-Shops begeistern mit einem breiten Angebot veganer Speisen und sorgen dafür, dass es keine Langeweile im Kochtopf gibt. Vegane Kost, die vielen überhaupt kein Begriff ist, ist unter anderem:

  • Quinoa (vergleichbar mit Reis)
  • Tempeh (vergleichbar mit Tofu)
  • Amarant (vergleichbar mit Hirse)
  • Algen

3 Sich vegan ernähren ist teuer und kompliziert

Wer kennt das nicht: Man ist unterwegs und plötzlich knurrt der Magen. Kein Problem. Der nächste Bäcker oder das Fastfood-Restaurant sind gleich um die Ecke und ein schneller Snack kostet auch nicht die Welt. Ganz so einfach haben es Veganer leider nicht. Auswärts essen ist (abgesehen von Großstädten) oft sehr schwierig, da nur wenige Restaurants ein spezielles veganes Angebot haben. Etwas anders verhält es sich da, wenn man zu den Selbst-Versorgern zählt. Nicht nur spezielle Geschäfte sondern immer mehr Supermärkte und auch Discounter erweitern ihr veganes Angebot ständig und sorgen dafür, dass der Veganer nicht nur in der Obst- und Gemüseabteilung zuschlagen muss. Die Frage nach der Kompliziertheit des veganen Lebensstils kann also mit „Jain“ beantwortet werden. Ähnlich durchwachsen verhält es sich bei den Kosten. Obst und Gemüse, das saisonal und regional gekauft wird, ist günstig und auch Reis, Kartoffeln und Nudeln (ohne Ei) schonen den Geldbeutel. Das ändert sich jedoch schnell, wenn Extrawünsche hinzukommen. Hier ein Soja-Drink, da ein veganes Fertiggericht und dort ein Fleisch-Ersatz für die Grillparty mit Freunden – in diesen Fällen kann die vegane Ernährung durchaus zu einem teuren Luxus-Lebensstil werden, den sich sicherlich nicht alle leisten können (oder wollen).

4 Wer vegan lebt, nimmt automatisch ab

Kein Fleisch bedeutet kein Fett und kein Fett bedeutet kein „Hüftgold“. Ganz so einfach ist es leider nicht. Das Vorurteil, alle Veganer seien hagere Erscheinungen, die an ihrer Selleriestange knabbern und dann satt sind, ist schlicht und ergreifend ein Trugschluss. Tatsächlich kann ein veganer Lebensstil schnell auf das Gewicht schlagen, wenn man ihn falsch führt. Der größte Feind des Veganers: Kohlenhydrate. Auch eine Ernährung ganz ohne tierische Produkte kann durchaus ungesund sein und sollte daher sehr ausgewogen gestaltet werden. Wer sich jedoch umfassend mit diesem Thema befasst, muss keine Angst haben, durch vegane Ernährung zuzunehmen.

Bild: © Depositphotos.com / Syda_Productions

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Autor(in)

Maik Justus

Maik Justus ist 28 Jahre jung, aus Lübbecke und Vater von 3 Kindern. Er selbst hat bereits sehr viel Erfahrung im Gesundheitsbereich und schreibt, gemeinsam mit anderen Autoren, in diesem Gesundheitsportal.

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