ASS 100 – ein Mittel gegen viele Beschwerden

ASS-100---ein-Mittel-gegen-viele-Beschwerden

Jeder hat schon mal Kopfschmerzen gehabt oder musste sich mit Zahnschmerzen herumplagen. Unglücklicherweise treten diese Schmerzen immer dann auf, wenn kein erreichbar ist. Die einzige Hilfe, die es in diesen Situationen gibt, ist die Schmerztablette. Besonders gern greift man dann zu ASS 100, ein bewährtes Mittel, das den Schmerz schnell und effektiv bekämpft. Die Tablette kann aber nicht nur bei Kopf- oder Zahnschmerzen helfen, sie wird auch in den Notaufnahmen der Krankenhäuser verabreicht, wenn der Verdacht auf einen Schlaganfall oder einen besteht.

Wann wird ASS 100 eingesetzt?

Medikamente, die ASS 100 enthalten, sind vielseitig im Einsatz, aber in der Regel werden sie als Mittel gegen Schmerzen genommen. Da ASS 100 Acetylsalicylsäure enthält, verordnen es auch als Blutverdünner, was besonders bei Patienten mit Schlaganfall oder Herzinfarkt infrage kommt. Wirksam ist das jedoch besonders bei folgenden Beschwerden:

  • Regelschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Zahnschmerzen
  • Angina pectoris
  • Fieber
  • Arthrose
  • Rheumatische Erkrankungen

Sollte der Verdacht auf eine Gehirnblutung bestehen, dann wird ebenfalls ein Medikament wie ASS 100 verordnet, und Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten, nehmen das Mittel auch weiter ein, um eine erneute Blutverdickung zu vermeiden. Das Gleiche gilt für diejenigen, die einen Bypass bekommen haben, auch sie müssen mindestens eine Tablette am Tag einnehmen.

Welche möglichen Nebenwirkungen gibt es?

Bekanntlich hat alles, was eine Wirkung hat, auch eine Nebenwirkung, und ein Mittel wie ASS 100 macht da leider keine Ausnahme. So zählen Probleme mit dem Darm oder dem Magen zu den häufigsten Nebenwirkungen, aber auch eine Blutarmut, die durch einen Mangel an Eisen entsteht, kann eine unerwünschte Nebenwirkung des Medikaments sein. Nicht selten kommt es auch zu einer Überempfindlichkeitsreaktion sowie zu Hautreaktionen, die durch eine Allergie gegen den Inhaltsstoff Acetylsalicylsäure ausgelöst wird. Eher selten kommt es zu schweren Reaktionen der Haut oder zu Blutungen, beispielsweise im Gehirn. Wenn das Mittel überdosiert wird, dann kann auch ein Magen-Darm-Durchbruch auftreten. Sehr selten sind hingegen erhöhte Leberwerte, eine Funktionsstörung der Nieren oder Unterzuckerung.

Gibt es Besonderheiten?

Menschen, die unter der Gicht leiden, sollten von der Einnahme von ASS 100 absehen, denn in diesem Fall kann schon eine sehr niedrige Dosierung einen schmerzhaften Gichtanfall auslösen. Sollte es nach der Einnahme einer Tablette zu einem schwarz gefärbten Stuhlgang oder zu blutigem Erbrechen kommen, dann muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Wird Acetylsalicylsäure über einen längeren Zeitraum regelmäßig eingenommen, dann kann es als Nebenwirkung auch zu starken Kopfschmerzen kommen, was ein wenig paradox klingt, da es sich um ein Medikament gegen Kopfschmerzen handelt. Wird das Mittel mit anderen schmerzstillenden Medikamenten kombiniert, dann kann es zu einer Nierenfunktionsstörung kommen, und es besteht sogar die Gefahr, dass die Nieren versagen.

Welche Wechselwirkungen sind bekannt?

Wenn das Medikament eingenommen wird, dann sollte man nicht nur auf die Nebenwirkungen, sondern auch auf die möglichen Wechselwirkungen achten. Wer ein Mittel mit Acetylsalicylsäure zeitgleich mit einem Antikoagulanzien einnimmt, also einem Mittel, was die Blutgerinnung hemmt, dann kann es zu starken Blutungen kommen. Gefährlich kann es auch werden, wenn die Einnahme von Lithium oder Barbituraten mit einem Medikament kombiniert wird, das Acetylsalicylsäure enthält, denn dann kommt es möglicherweise zu einer Vergiftung. Die Wirkung wird auch durch Sulfonylharnstoffe verstärkt, hier besteht das Risiko einer Unterzuckerung. Ebenfalls sollte eine gleichzeitige Einnahme von Acetylsalicylsäure und Ibuprofen vermieden werden, denn das Ibuprofen hat die Eigenschaft, die blutverdünnende Wirkung wieder aufzuheben. Wenn Acetylsalicylsäure als reiner Blutverdünner eingenommen wird, zum Beispiel bei einem Herzinfarktpatienten und der Patient möchte zusätzlich ein schmerzstillendes Mittel nehmen, dann sollte die Wahl auf Diclofenac fallen, denn zu diesem Medikament sind weder Nebenwirkungen noch Wechselwirkungen bekannt. Wenn jedoch Zweifel bestehen, dann ist es immer ratsam, einen Arzt zu fragen.

Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

Ulrike Dietz