Metastasen – unbemerktes Eindringen von Tumorzellen

Metastasen – unbemerktes Eindringen von Tumorzellen

Krebszellen, die sich von einem Tumor absondern und über das Blut in innere Organe gelangen bilden Metastasen. Damit diese den Weg von den Blutgefäßen bis in das Gewebe finden, bringen sie vereinzelte Zellen dazu, sich selbst auszulöschen. Dadurch können die Metastasen ungehindert durch die Wandzellen in die inneren Organe eindringen.

Zahlreiche Krebspatienten sterben an Metastasen

Die meisten Krebspatienten sterben nicht am Tumor an sich, sondern in der Regel an den Metastasen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts Bad Nauheim sowie von der Universität in Frankfurt haben einen Mechanismus entdeckt, über welchen die Krebszellen die Blutgefäßwände passieren. Die einfachste Möglichkeit befindet sich bei den Kleinstgefäßen, den Kapillaren. Diese bestehen nur aus einer Zellschicht, auch Endothel genannt.

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Befehl zur Selbstvernichtung

Forscher konnten in den Zellkulturen beobachten, dass einige Tumorzellen über die Fähigkeit verfügen, vereinzelte Endothelzellen zu vernichten. Hierzu wird seitens der Krebszellen ein Rezeptormolekül an der oberen Seite der Endothelzellen aktiviert. Dies zieht tödliche Konsequenzen für die Zelle des Gefäßes nach sich. Diese reagiert mit einem Selbstvernichtungsprogramm und tötet sich somit selbst ab.

Unklar ist momentan noch, ob die Tumorzellen unmittelbar die entstandene Lücke zum Hindurchschlüpfen nutzen oder sich eines anderen Effekts bedienen. Laut Stefan Offermanns vom Max Planck Institut für Herz- und Lungenforschung existieren Hinweise, dass es während des Absterbens von Zellen der Gefäßwand zur Freisetzung von Molekülen kommt. Diese sollen dafür verantwortlich zeichnen, das Gebiet rund um die Tumorzelle frei zugänglich zu machen.

Geringere Ausbildung von Metastasen

Forscher haben in durchgeführten Studien an Mäusen gezeigt, dass dieser genannte Mechanismus selbst an lebenden Organismus funktionstüchtig ist. Ferner stellten die Forscher Beobachtungen an, die nach nachwiesen, dass bei ausgeschaltetem Selbstvernichtungsprogramm bei Tieren sich weniger Metastasen in den Endothelzellen bildeten. Insbesondere bei gentechnisch veränderten Tieren sei dies der Fall. Der gleiche Effekt kann jedoch auch durch ein Blockieren des Programms erreicht werden.

Bild: © Depositphotos.com / zlikovec

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Autor(in)

Silvia Goeritz

Ich bin 52 Jahre, schreibe bereits seit meiner Jugend. Als Asperger-Autistin habe ich keine Kinder, ich führe eine Fernbeziehung. Hauptsächlich schreibe ich über Gesundheitsthemen, vorwiegend gesunde Ernährung, Psychologie/psychische Erkrankungen, Diäten, Fitness und sonstige gesundheitliche Themen.

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