Hyperthyreose – wenn die Schilddrüse zu viel arbeitet

Hyperthyreose – wenn die Schilddrüse zu viel arbeitet

Die Schilddrüse ist ein Organ, dem nur die wenigsten Menschen Beachtung schenken, dabei ist die Schilddrüse ein sehr wichtiges Organ. Sie kümmert sich um den Hormonhaushalt des Körpers und wenn das nicht mehr richtig funktioniert, dann hat das weitreichende Folgen. Wenn es zu einer Hyperthyreose kommt, dann arbeitet die Schilddrüse zu viel, das heißt, sie stellt mehr Hormone her als der Körper braucht. In der Folge kommt es zu Stoffwechselvorgängen, die für die Betroffenen alles andere als angenehm sind.

Hyperthyreose ist keine eigenständige Krankheit

Die Schilddrüse hat die Form eines Schmetterlings und wenn es in diesem kleinen Organ, das unterhalb des Kehlkopfs seinen Platz hat, zu einer Überfunktion kommt, dann wird der Körper mit Hormonen überversorgt und reagiert entsprechend auf diese Flut. Allerdings ist die Hyperthyreose keine eigenständige Krankheit, sie ist vielmehr ein Symptom für viele andere Krankheiten. Es sind besonders Morbus Basedow und auch die sogenannte Schilddrüsenautonomie, die eine Hyperthyreose auslösen können. Frauen sind übrigens von der Überfunktion der Schilddrüse deutlich häufiger betroffen als Männer, das Verhältnis ist ungefähr 5:1, das heißt, auf fünf erkrankte Frauen kommt nur ein erkrankter Mann.

Welche Symptome gibt es?

Wenn es zu einer Überfunktion der Schilddrüse kommt, dann reagiert der Körper sehr empfindlich und es zeigen sich einige Symptome, zu denen hauptsächlich eine deutliche Gewichtsabnahme, Haarausfall, starkes Schwitzen und eine Intoleranz gegen Wärme gehören. Besonders auffallend ist die Gewichtsabnahme, denn die Betroffenen nehmen stetig ab, obwohl sie nach wie vor Appetit haben und sich ausreichend ernähren. Es gibt jedoch auch Symptome, die schnell gefährlich werden können. So kann es zu Herzrhythmusstörungen und auch zu Bluthochdruck kommen, die Betroffenen haben einen beschleunigten Puls, es kommt zu starkem Herzklopfen bis hin zum Herzrasen. Zittern gehört zu den Symptomen einer Hyperthyreose, ebenso wie eine nervöse Unruhe und Stimmungsschwankungen. Bei Frauen kann es zu Störungen im Zyklus kommen, und wenn die Überfunktion durch Morbus Basedow ausgelöst wird, dann kann es zu einer Erkrankung der Augenhöhle kommen, die Betroffenen bekommen ein sogenanntes Glotzauge oder Glupschauge.

Was ist eine thyreotoxische Krise?

Eine sogenannte thyreotoxische Krise kann lebensgefährlich werden. Wenn es zu hohem Fieber, Durchfall, Erbrechen oder zu starken Schweißausbrüchen kommt, dann muss schnell ein Arzt aufgesucht werden, passiert das nicht, dann kann es im schlimmsten Fall zum Koma kommen.

Wie wird die Schilddrüsenüberfunktion behandelt?

Wird vom Arzt eine Hyperthyreose diagnostiziert, dann hat er meist nur die Möglichkeit, die Symptome zu lindern. Das kann in Form von Medikamenten, aber auch durch eine Operation geschehen. Hilfreich kann eine Radiojodtherapie sein, bei der die Patienten radioaktives Jod verabreicht bekommen. Auch die Ernährung spielt bei der Behandlung einer Hyperthyreose eine wichtige Rolle. So ist es empfehlenswert, auf alle Nahrungsmittel zu verzichten, die den Stoffwechsel anregen, auch koffeinhaltige Getränke und Alkohol sollten nach der Diagnose tabu sein. Der Körper braucht bei einer Überfunktion der Schilddrüse vor allem viel Jod, denn Jod ist unverzichtbar bei der Herstellung der lebenswichtigen Schilddrüsenhormone. Der tägliche Bedarf liegt bei einem Erwachsenen zwischen 150 und 200 Mikrogramm, bei schwangeren Frauen und auch während der Stillzeit ist er deutlich höher.

Kann der Überfunktion vorgebeugt werden?

Der Hyperthyreose kann vorgebeugt werden, allerdings nur in einem geringen Maß. Der sicherste Weg führt über die Ernährung. So sollte statt herkömmlichen Salz jodiertes Salz zum Kochen verwendet werden und auch frischer Fisch, wie zum Beispiel Scholle, Seelachs, Kabeljau oder auch Schellfisch, sollte häufig auf der Speisekarte stehen. Wer gerne Sushi isst, der hat Glück, denn das japanische Nationalgericht ist für die Zufuhr von Jod ideal. Vorsicht ist hingegen bei Nahrungsergänzungsmitteln geboten, die Algen enthalten. Vielfach versprechen diese Produkte mehr als sie halten und der Gehalt an Jod in den einzelnen Algen ist unterschiedlich hoch.

Bild: © Depositphotos.com / triocean2011

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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