Sport gegen Depressionen – hilft das wirklich?

Sport gegen Depressionen – hilft das wirklich?

Depressionen sind eine sehr schmerzvolle Erfahrung, die sogar lebensgefährlich werden können, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden. In der Regel verordnen Ärzte Antidepressiva und begleitende Therapie bei der Diagnose Depressionen, aber nicht jeder Betroffene kann sich mit dieser Form der Behandlung anfreunden. Ein anderer Ansatz, um der Freudlosigkeit zu begegnen, ist Sport gegen Depressionen, denn wer die Laufschuhe anzieht, regelmäßig ins Fitnessstudio geht oder sich aufs Fahrrad schwingt, der kann der Depression davonlaufen.

Einfluss auf den Hormonpegel

Mit Sport gegen Depressionen – zu diesem Thema gibt es mittlerweile Studien, die übereinstimmend zu dem Ergebnis kommen, dass Sport einen sehr positiven Effekt haben kann. Sehr wahrscheinlich wirken sich die sportlichen Aktivitäten auf den Hormonpegel aus, die wiederum Einfluss auf die Gefühle und Emotionen haben. Empfehlenswert sind vor allem Sportarten, die im Freien stattfinden, denn das Sonnenlicht wirkt stimmungsaufhellend und die körperlichen Anstrengungen helfen dabei, aus dem Tal der düsteren Gedanken zu entfliehen. Einige Studien messen dem Sport bei Depressionen sogar eine ähnlich starke Wirkung wie Antidepressiva zu.

Keine Nebenwirkungen

Antidepressiva helfen den meisten Menschen, die unter depressiven Verstimmungen leiden, aber wie die meisten anderen Medikamente, so haben auch Antidepressiva verschiedene unschöne Nebenwirkungen. Wer sich für Sport gegen Depressionen entscheidet, der muss keine Nebenwirkungen fürchten, außer vielleicht einen Muskelkater, der alle diejenigen ereilt, die lange nicht mehr sportlich aktiv waren. Wenn es um die Wahl der richtigen Sportart geht, sollte es immer ein Sport sein, der den persönlichen Neigungen entspricht.

Mit Sport gegen Depressionen den Körper in Schwung bringen

Jeder, der sich schon mal an einer Sportart probiert hat, der weiß sehr wahrscheinlich auch, wie schwer es sein kann, den berühmten inneren Schweinehund zu überwinden. Für Menschen mit Depressionen ist es sehr viel schwerer, diesen Schweinehund zu überwinden, aber wer es letztendlich geschafft hat, der bringt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele wieder in Schwung. Wichtig ist es, sich zunächst nur kleine Ziele zu stecken, denn wer sich mit zu hohen Erwartungen in ein Sportprogramm stürzt, der wird enttäuscht und das ist bei einer Depression nicht unbedingt förderlich.

Laufen macht glücklich

Wer einen leidenschaftlichen Läufer fragt, was ihn an seinem Sport fasziniert, der wird mit Sicherheit die Antwort bekommen: Laufen macht einfach glücklich. Tatsächlich werden beim Laufen im Gehirn bestimmte Botenstoffe freigesetzt, darunter auch Glückshormone. Mit jedem Schritt wird der Kopf freier und die düsteren Gedanken werden mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt. Natürlich muss nicht jeder gleich zum Marathonläufer werden, es reicht schon, jeden Tag eine halbe Stunde in Bewegung zu bleiben. Wer nicht laufen möchte, der sollte es mit Nordic Walking versuchen oder einfach nur spazieren gehen.

Langfristig erfolgreich

Eine amerikanische Studie ist beim Thema Sport gegen Depressionen zu einem verblüffenden Ergebnis gekommen. An der Studie nahmen 156 Patienten mit Depressionen teil, eine Gruppe wurde mit Medikamenten behandelt, die zweite Gruppe wurde medikamentös behandelt und absolvierte gleichzeitig ein Ausdauertraining, und die dritte Gruppe nahm nur an einem Sportprogramm teil. Die besten Ergebnisse wurden in der zweiten Gruppe erzielt, als es aber um die langfristigen Erfolge ging, da lag die Gruppe ganz weit vorne, die nur Sport getrieben hatte. Nur acht Prozent der sportlichen aktiven Studienteilnehmer bekam nach sechs Monaten wieder Depressionen, der Rest der Probanden blieb auch nach einem halben Jahr beschwerdefrei.

Mit dem Arzt sprechen

Sport gegen Depressionen ist ein wirksames Mittel, aber keiner, der unter depressiven Verstimmungen leidet, sollte die Medikamente einfach absetzen, ohne den Arzt zu fragen. Vor allem, wenn die Medikamente schon über einen langen Zeitraum eingenommen wurden, dann kann ein plötzliches Absetzen fatale Folge haben. Besser ist es, mit dem Arzt über einen Zeitplan zu sprechen, wie und wann die Antidepressiva langsam abgesetzt werden können.

Bild: © Depositphotos.com / gpointstudio

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

1 Kommentar

  1. Avatar
    Darker Soul

    Wer wirklich depressiv ist, hat gar nicht die Energie, sich zum Sport aufzuraffen. Sorry, aber ich denke nicht, dass das tatsächlich Kranken helfen kann. Wenn es so einfach wäre, gäbe es ja wohl auch keine depressiven Sportler. Robert Enke und Ian Thorpe sind nur zwei Beispiele.

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