Gesundheit aus dem Garten

Gesundheit aus dem Garten

Die Natur streichelt unsere Seele und kann unseren Körper heilen – mit wertvollen Pflanzen aus der Klostermedizin.

Keine andere Tätigkeit löst im Gehirn so schnell und dauerhaft die Bildung von Glückshormonen aus wie die Arbeit im Garten. Vor allem das Serotoin, welches uns optimistisch und fröhlich macht, wird bei der Gartenarbeit gefördert. Dieser wichtige Botenstoff entsteht durch eine einfache Glücks-Formel: Helles Licht, frische Luft und ruhige Bewegung.
Viele Gartenpflanzen können uns mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen fit halten und sogar heilen.
Ob als Tee, als sud für Umschläge, als Duft zur Aroma-Therapie oder einfach als leckerer Fitmacher auf dem Teller – Pflanzen, Früchte, Gemüse und Kräuter bieten viele Möglichkeiten, ihre Kräfte positiv zu nutzen.

Eibisch – lindert Husten

Der echte Eibisch stammt aus Südrussland und Kasachstan. Die große Blume mit den großen, weißen Malven-Blüten wird bis zu 1,5 Meter hoch und gedeiht besonders gut neben anderen Malven-Gewächsen.
Echter Eibisch liefert Schleimstoffe, die Husten wirksam lindern: 1 gehäufter TL getrocknete Blütenblätter mit 150ml kaltem Wasser ansetzen, 2 Stunden ziehen lassen und dabei öfter umrühren. Den abgeseihten Sud leicht aufwäremen, täglich 2 bis 3 Tassen trinken.

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Koriander – löst Darmkrämpfe

Die „asiatische Petersilie“ mit ihrem nach Anis duftenden Samen wird in der fernöstlichen Küche sehr häufig verwendet. Koriander kann man auch gut im Topf auf der Fensterbank ziehen.
Das ätherische Öl aus dem Kraut wirkt gegen Bakterien und Pilze, hilft bei Übelkeit, bei Krämpfen und Infekten im Darm. Besonders effektiv bei Übelkeit: 1/2TL frisch zerstoßene Samen in 1 Glas Wasser rühren und langsam trinken.

Rosen – vertreiben Kopfschmerzen

Die Königin der Blumen entwickelt ihre ganze Pracht am besten aud feuchtem Boden im Staudenbeet. Rosen gedeihen besonders gut in der Nähe von Lavendel, der mit seinem Duft
Schädlinge von ihren Ranken abhält.
Rosenblätter sind oft die Grundlage für entzündungshemmende Hautcremes und beruhigende Öle zur Aroma-Therapie, z.B. in Duftlampen oder als Räucherstäbchen. Gegen Kopfschmerzen kann Rosentee helfen: 1TL getrocknete Blüten mit 1 Tasse Wasser überbrühen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen und 1 bis 2 Tassen trinken.

Ringelblume – heilt die Haut

Die Ringelblume blüht ab Juni besonders üppig in einem leuchtenden Orange. Sie ist vor allem in klassischen Bauerngärten verbreitet.
Die Inhaltsstoffe der Blüten lindern Sonnenbrand und Ekzeme und fördern die Wundheilung. Für feucht-kalte Umschläge den Sud folgendermaßen ansetzen: 1TL getrocknete Blütenblätter mit 1Tasse Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen. Mit dem abgekühlten Sud am besten ein Tuch aus Baumwolle tränken und ca. 20 Minuten auf die betreffenden Hautstellen legen.

Rosmarin – kurbelt den Kreislauf an

Die duftende Pflanze aus dem Mittelmeerraum kann über 1 Meter hoch werden. Rosmarin lässt sich auch gut in Kübeln, Blumenkästen oder in Töpfen auf der Fensterbank ziehen.
Die starken ätherischen Öle regen Körper und Geist an. Das hilft gegen Müdigkeit, regt den Kreislauf an und normalisiert einen niedrigen Kreislauf, am besten als Badezusatz: 50g getrocknete Nadeln in 1 Liter Wasser kurz aufkochen und 30 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Den Sud ins Badewasser geben, das nicht wärmer als 38 Grad sein sollte und 15 Minuten darin baden.

Phlox – macht glücklich

Diese Staudenblume verwandelt die Beete ab Juni in ein verschwenderisches Blütenmeer. Phlox braucht feuchten, nährstoffreichen Boden und Halbschatten, um gut zu gedeihen.
Die Blüten verströmen einen pfeffrig-süßen Duft. Dieser Duft wirkt über die Riechnerven deutlich auf die Gefühlszentrale im Gehirn und fördert so die Bildung des Glückshormons Serotoin. Den intensiven Duft kann man sehr gut für eine Aroma- Therapie zuhause nutzen: Stellen Sie sich einfach öfter einen Strauß Phlox in das Zimmer, in dem Sie sich am meisten aufhalten oder an Ihren Arbeitsplatz. Täglich eine Handvoll frische Blütenblätter in einer Schlae mit Wasser haben ebenfalls eine gute Wirkung.

Brennnesseln – entwässern

Brennnesseln wachsen ohne Pflege und fast überall, da sie sehr genügsam sind. Meist werden sie als Unkraut verdammt und ausgerottet – dabei haben auch sie enorme Fähigkeiten.
Brennnesseln liefern viel Kalium. Dieser Mineralstoff regt die Nerven an und entwässert. Dass fördert die Entschlackung, hilft, sein Gewicht zu halten, beugt Rheuma vor und lindert Blasenentzündungen – am besten als Tee: 3TL getrocknete Blätter mit 1 Tasse Wasser überbrühen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lasssen und abseihen. Täglich 2 bis 3 Tassen trinken.

Bild: © Depositphotos.com / Liufuyu

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Autor(in)

Maik Justus

Maik Justus ist 28 Jahre jung, aus Lübbecke und Vater von 3 Kindern. Er selbst hat bereits sehr viel Erfahrung im Gesundheitsbereich und schreibt, gemeinsam mit anderen Autoren, in diesem Gesundheitsportal.

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