Fachpolitiker von CDU und SPD setzen sich für höhere Alkoholpreise in Deutschland ein, um den riskanten Konsum, insbesondere bei Jugendlichen, zu reduzieren. Sie argumentieren, dass die aktuelle Alkoholbesteuerung nicht mehr zeitgemäß sei und dass eine gezielte Abgabe die Prävention und Unterstützung von Suchtkranken stärken könnte. Zudem plant die Bundesregierung, das „begleitete Trinken“ für Jugendliche abzuschaffen, um den Konsum von Alkohol weiter zu begrenzen.
Berlin () – Fachpolitiker von CDU und SPD haben für höhere Alkoholpreise in Deutschland geworben. „Internationale Erfahrungen zeigen sehr deutlich: Eine maßvolle Erhöhung der Alkoholpreise senkt insbesondere den riskanten Konsum, vor allem bei Jugendlichen und Vielkonsumierenden“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).
Aus gesundheitsökonomischer Perspektive sei „die derzeitige Alkoholbesteuerung in Deutschland nicht mehr zeitgemäß“, erklärte er. „Die Steuersätze sind seit vielen Jahren kaum angepasst worden und haben – inflationsbereinigt – real an Lenkungswirkung verloren. Damit bleibt ein zentrales Instrument der Prävention ungenutzt.“ Die Preise für alkoholische Getränke im Einzelhandel lagen zuletzt deutlich unter dem EU-Durchschnitt, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitgeteilt hatte.
Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Simone Borchardt, befürwortete „die Einführung einer zweckgebundenen Abgabe“. Eine solche dürfe aber „kein Instrument der Haushaltskonsolidierung sein, sondern muss ein gezieltes gesundheitspolitisches Steuerungsinstrument werden“, forderte sie. „Der Fokus sollte klar auf hochprozentigem Alkohol liegen. Dort sind das Risiko für Abhängigkeit, schwere Erkrankungen und die langfristigen Belastungen des Gesundheitssystems besonders hoch.“ Mit den Einnahmen sollten „Prävention, Suchtberatung, Therapieangebote und die Versorgung alkoholbedingter Erkrankungen nachhaltig gestärkt werden“, so Borchardt.
Derweil will die Bundesregierung schon bald das sogenannte begleitete Trinken verbieten. Geplant sei ein entsprechender „Gesetzentwurf zur Streichung“, teilte eine Sprecherin des Familienministeriums der Zeitung mit. Das begleitete Trinken erlaubt Jugendlichen ab 14 Jahren momentan noch den legalen Konsum von Bier, Wein und Sekt, wenn etwa die Eltern dabei sind. „Ein Gesetzgebungsverfahren soll Anfang 2026 auf den Weg gebracht werden“, sagte die Sprecherin zum Zeitplan.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wodka-Flaschen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?
Christos Pantazis, Simone Borchardt
Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?
CDU, SPD, Statistisches Bundesamt, Unionsfraktion, Familienministerium
Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?
Nicht erwähnt
An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?
Berlin
Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?
CDU- und SPD-Politiker fordern höhere Alkoholpreise zur Verringerung riskanten Konsums, insbesondere unter Jugendlichen, und bringen Maßnahmen zur Anpassung der Alkoholbesteuerung sowie ein Verbot des begleiteten Trinkens für Minderjährige ins Gespräch.
Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?
Der Hintergrund für die Diskussion über höhere Alkoholpreise in Deutschland ist das Bestreben, den riskanten Konsum von Alkohol, insbesondere bei Jugendlichen und Vielkonsumierenden, zu reduzieren. Fachpolitiker von CDU und SPD argumentieren, dass die derzeitige Alkoholbesteuerung nicht mehr zeitgemäß sei und dass eine Erhöhung der Preise als präventives Mittel gegen Alkoholmissbrauch wirksam sein könnte. Die Preise für alkoholische Getränke liegen in Deutschland unter dem EU-Durchschnitt, was ebenfalls als Problem angesehen wird.
Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?
Im Artikel wird beschrieben, dass Fachpolitiker der CDU und SPD sich für höhere Alkoholpreise in Deutschland einsetzen, da dies den riskanten Konsum, insbesondere bei Jugendlichen, senken könnte. Zudem plant die Bundesregierung ein Verbot des begleiteten Trinkens für Jugendliche, um den Zugang zu alkoholischen Getränken weiter einzuschränken.
Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Senkung des riskanten Konsums bei Jugendlichen und Vielkonsumierenden, ungenutztes Präventionsinstrument aufgrund nicht angepasster Steuersätze, Einführung einer zweckgebundenen Abgabe zur Stärkung von Prävention, Suchtberatung, Therapieangeboten und Versorgung alkoholbedingter Erkrankungen, Verbot des begleiteten Trinkens für Jugendliche ab 14 Jahren.
Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?
Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Christos Pantazis, der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, äußert, dass eine maßvolle Erhöhung der Alkoholpreise den riskanten Konsum, besonders bei Jugendlichen, senken kann. Simone Borchardt, gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, fordert die Einführung einer zweckgebundenen Abgabe, die als gesundheitspolitisches Steuerungsinstrument dienen soll, mit einem Fokus auf hochprozentigen Alkohol.
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