Zwei von drei Krankenhäusern schreiben rote Zahlen

„Krisenlage der deutschen Krankenhäuser“

Eine Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft zeigt, dass sich die wirtschaftliche Lage der in weiter verschlechtert, wobei 66 Prozent der Kliniken im vergangenen Jahr Verluste erlitten haben. Für 2025 rechnen 70 Prozent der Befragten mit weiteren finanziellen Einbußen, während nur 13 Prozent eine Verbesserung erwarten. DKG-Chef Gerald Gaß warnt, dass die existenzielle Krise der Krankenhäuser auch negative Auswirkungen auf die Patientenversorgung haben wird, möglicherweise sind längere Wartezeiten die Folge.

() – Trotz mehrerer Eingriffe der verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser laut einer Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) immer weiter.

Wie aus dem „Krankenhaus-Barometer 2025“ hervorgeht, über welches das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet, haben im vergangenen Jahr zwei Drittel (66 Prozent) der Häuser Verluste geschrieben. Der Anteil der Kliniken mit einem Jahresfehlbetrag ist damit gegenüber 2023 nochmals um fünf Prozentpunkte gestiegen. 34 Prozent der Kliniken erwirtschafteten der Umfrage zufolge einen Überschuss oder ein ausgeglichenes Ergebnis.

Für 2025 gehen die Kliniken von einer nochmaligen Verschlechterung aus: Im abgelaufenen Jahr erwarten 70 Prozent der Kliniken einen Verlust und lediglich 30 Prozent ein Plus oder ein ausgeglichenes Ergebnis. Befragt nach den Aussichten für 2026 äußerten nur 13 Prozent der Häuser die Erwartung, dass sich ihre wirtschaftliche Situation verbessern wird. 44 Prozent rechnen mit einer „eher schlechteren“ Lage, 43 Prozent sehen keine Veränderungen.

DKG-Chef Gerald Gaß sprach von alarmierenden Zahlen. „Die wirtschaftliche Situation unserer Kliniken hat einen historischen Tiefpunkt seit Einführung des Fallpauschalensystems vor mehr als 20 Jahren erreicht“, sagte er dem RND. Wenn zwei Drittel der Krankenhäuser rote Zahlen schrieben, bedrohe dies die Existenz der Häuser und schränke deren Möglichkeiten für notwendige Investitionen in Modernisierung und Digitalisierung ein.

„Wir steuern sehenden Auges auf eine Situation zu, die dramatische Auswirkungen auf die in Deutschland haben wird“, sagte er voraus. Die Folgen würden auch für die Patienten spürbar sein. „Eine Wartelistenmedizin wird dann auch in Deutschland zur Realität“, warnte der Verbandschef.

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Die Ergebnisse des „Krankenhaus-Barometers“ 2025 beruhen den Angaben zufolge auf der schriftlichen Befragung einer Stichprobe von Allgemeinkrankenhäusern ab 100 Betten, die von Mitte Mai bis Mitte Juli 2025 durchgeführt worden ist. Beteiligt haben sich insgesamt 376 der rund 1700 Krankenhäuser.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhaus (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?

Gerald Gaß

Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)

Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?

Der Zeitraum, in dem das beschriebene Ereignis stattfand, ist von Mitte Mai bis Mitte Juli 2025.

An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Deutschland, insbesondere Berlin (als spezifisches Beispiel).

Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?

Laut einer Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland weiter, da 66 Prozent im letzten Jahr Verluste schrieben und für 2025 sogar 70 Prozent mit weiteren Verlusten rechnen, was alarmierende Auswirkungen auf die Krankenhauslandschaft und die Patientenversorgung prognostiziert.

Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?

Der Auslöser für die negative wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser in Deutschland ist die anhaltende finanzielle Belastung, die durch steigende Kosten und unzureichende Einnahmen verursacht wird. Dies führt dazu, dass zwei Drittel der Kliniken Verluste schreiben, während die Anzahl der Häuser mit finanziellen Überschüssen abnimmt. Die Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft zeigt eine besorgniserregende Entwicklung, die durch das Fallpauschalensystem und mangelnde Möglichkeiten für notwendige Investitionen in Modernisierung und Digitalisierung verschärft wird.

Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?

Die Politik hat trotz mehrerer Interventionen nicht verhindern können, dass sich die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser weiter verschlechtert, wie eine Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft zeigt. DKG-Chef Gerald Gaß bezeichnete die Situation als alarmierend und warnte, dass dies langfristig zu einer Wartelistenmedizin in Deutschland führen könnte.

Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: wirtschaftliche Situation der Kliniken verschlechtert sich, zwei Drittel der Häuser schreiben Verluste, Anstieg der Kliniken mit Jahresfehlbetrag, 70 Prozent der Kliniken erwarten Verluste für 2025, nur 13 Prozent erwarten Verbesserung der Situation bis 2026, Existenzbedrohung für Krankenhäuser, eingeschränkte Möglichkeiten für Investitionen in Modernisierung und Digitalisierung, dramatische Auswirkungen auf die Krankenhauslandschaft, Wartelistenmedizin wird zur Realität.

Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Gerald Gaß, dem Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), zitiert. Er beschreibt die alarmierenden Zahlen der Umfrage als einen historischen Tiefpunkt für die wirtschaftliche Situation der Kliniken seit Einführung des Fallpauschalensystems vor mehr als 20 Jahren und warnt, dass dies die Existenz der Krankenhäuser bedrohe und notwendige Investitionen in Modernisierung sowie Digitalisierung einschränke. Gaß prognostiziert, dass die Folgen auch für die Patienten spürbar sein werden, da "Wartelistenmedizin" zur Realität werden könnte.

Justin Meier