Was ist das Reizdarmsyndrom? Ursachen und Behandlung

Was ist das Reizdarmsyndrom Ursachen und Behandlung

Das Reizdarmsyndrom ist eine rätselhafte Erkrankung, die oft erst spät erkannt wird. Schuld daran sind vor allem unterschiedliche Symptome, die sich nicht sofort zuordnen lassen. Verdauungsprobleme wie Durchfall, Verstopfung und oft heftige Bauchschmerzen machen den Betroffenen das Leben schwer. Gibt es Möglichkeiten, die immer wieder auftretenden Beschwerden zu lindern? Kann diese Erkrankung geheilt werden und was können die Betroffenen selbst tun, um wieder mehr Lebensqualität zu bekommen? Gefährlich ist RDS nicht, aber im höchsten Grade unangenehm.

Welche Symptome treten auf?

Ein Reizdarmsyndrom zu diagnostizieren, ist äußerst schwierig, und zwar aufgrund der vielen unterschiedlichen Symptome. Die Betroffenen klagen zunächst über im oberen Bauchbereich und über eine Veränderung des Stuhlgangs. Durchfall wechselt sich mit Verstopfung ab, dazu kommen Krämpfe und unangenehme, nicht selten auch schmerzhafte Blähungen. Wie stark die Beschwerden sind, ist individuell verschieden. Während Männer häufiger unter Durchfall leiden, haben Frauen öfter eine Verstopfung. Oftmals ist der Drang, zur Toilette zu müssen, sehr stark, was den Alltag, vor allem aber die Arbeit deutlich erschwert. Das Gleiche gilt für Blähungen, die man nicht mehr kontrollieren kann.

Die Auslöser für das Reizdarmsyndrom

Warum das Syndrom auftritt, ist bis heute immer noch unklar. Fest steht aber, dass die Beschwerden meistens zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr zum ersten Mal auftauchen. Frauen sind davon deutlich häufiger betroffen als Männer. In leiden nach Schätzungen rund 20 Prozent der Einwohner unter dem Syndrom. In der Mehrzahl der Fälle verläuft die Erkrankung chronisch und die Beschwerden treten entweder in Schüben oder sogar dauerhaft auf. Handelt es sich um kurzfristige Veränderungen des Stuhlgangs, dann ist das kein Grund zur Beunruhigung. Erst wenn die Beschwerden länger als drei Monate anhalten, ist von einem gereizten die Rede.

Welche Hilfe gibt es?

Die Erste Hilfe nach der Diagnose besteht darin, herauszufinden, was der Darm mag und was nicht. Zwei wichtige Pfeiler auf dem Weg der Besserung sind eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung. Leider gibt es keine allgemeingültigen Empfehlungen für eine Therapie, was auch bedeutet, dass die Patienten selbst herausfinden müssen, was ihnen guttut. Oftmals reicht es schon, bestimmte vom Speiseplan zu streichen. Eine ebenfalls gute Idee kann es sein, statt drei großer Mahlzeiten mehrere kleine Portionen, über den Tag verteilt, zu essen. Ärzte empfehlen ihren Patienten, ein Tagebuch über die Symptome zu führen. So kann man einfacher herausfinden, was die Beschwerden ausgelöst hat und womit sie effektiv gelindert werden können.

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Fazit

Jede Therapie bei der Diagnose Reizdarm ist anders, weil es so viele unterschiedliche Beschwerden gibt. Bedauerlicherweise gibt es bisher nur wenige Studien zu diesem Thema, der kann nichts anderes tun, als auszuprobieren, was helfen könnte. Wichtig ist es, die empfindliche Darmflora zu unterstützen. Dies gelingt unter anderem durch Probiotika mit Milch- oder Befidobakterien. Medikamente gibt es wenig und falls doch, dann höchstens krampflösende Mittel oder Wirkstoffe, die die Verstopfung lindern. In einigen Fällen sind Antibiotika und Antidepressiva erfolgreich. Hier ist es wichtig, mit einem Arzt die genaue Dosierung abzusprechen, da es unschöne Nebenwirkungen gibt. So kann es beispielsweise passieren, dass die Beschwerden nicht besser werden, sondern sich noch verschlimmern.

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Häufige Fragen

Was sind die Hauptsymptome des Reizdarmsyndroms?

Die Hauptsymptome sind Bauchschmerzen, wechselnder Stuhlgang zwischen Durchfall und Verstopfung sowie Blähungen. Diese Beschwerden können sehr unangenehm sein und die Lebensqualität beeinträchtigen.

Wie wird das Reizdarmsyndrom diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch einen Arzt, der die Symptome bewertet und andere Erkrankungen ausschließt. Ein gereizter Darm wird diagnostiziert, wenn die Beschwerden länger als drei Monate anhalten.

Was sind mögliche Ursachen für das Reizdarmsyndrom?

Die genauen Ursachen sind unklar, jedoch treten die Symptome häufig zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf, wobei Frauen häufiger betroffen sind. Stress und bestimmte Lebensmittel können ebenfalls Auslöser sein.

Kann das Reizdarmsyndrom geheilt werden?

Eine vollständige Heilung ist derzeit nicht möglich, jedoch können die Symptome durch eine angepasste Ernährung und Lebensstiländerungen gelindert werden. Jeder Patient muss individuell herausfinden, was ihm guttut.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Behandlung des Reizdarmsyndroms?

Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend; das Führen eines Ernährungstagebuchs kann helfen, auslösende Lebensmittel zu identifizieren. Kleinere, häufigere Mahlzeiten können ebenfalls vorteilhaft sein.

Wie wichtig ist Bewegung für Betroffene des Reizdarmsyndroms?

Regelmäßige Bewegung kann helfen, die Symptome zu lindern und die Verdauung zu fördern. Ein aktiver Lebensstil unterstützt die allgemeine Gesundheit des Darms.

Was sind Probiotika und wie können sie helfen?

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die die Darmflora unterstützen können. Sie können helfen, die Symptome des Reizdarmsyndroms zu lindern und das Gleichgewicht im Darm zu fördern.

Wie häufig kommt das Reizdarmsyndrom vor?

In Deutschland leiden schätzungsweise rund 20 Prozent der Bevölkerung unter dem Reizdarmsyndrom, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

Was sollten Betroffene bei akuten Beschwerden tun?

Bei akuten Beschwerden ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und ein Symptomtagebuch zu führen, um mögliche Auslöser zu identifizieren und eine geeignete Behandlung zu finden.

Ulrike Dietz
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