Bundesgesundheitsministerin Nina Warken lehnt eine Aufteilung der gesetzlichen Krankenversicherung in Basisabsicherung und Zusatztarife ab, da sie den solidarischen Gedanken der Gesundheitsversorgung bewahren möchte. Sie warnt vor einer Zweiklassenmedizin, die durch Einkommen bestimmt wird, und betont die Notwendigkeit einer drängenden Reform, um das drohende Defizit im Gesundheitswesen bis 2027 zu bekämpfen. Ein wichtiges Element der Reform ist die Einführung eines Primärarztsystems, das durch Anreize gesteuert werden soll, um die Versorgung für alle sicherzustellen.
Berlin () – Bundesgesundheitsminister Nina Warken (CDU) lehnt eine Aufteilung der gesetzlichen Krankenversicherung in eine Basisabsicherung und Zusatztarife ab. „Mir ist wichtig, den solidarischen Gedanken unserer Gesundheitsversorgung zu erhalten. Es darf nicht vom Geldbeutel abhängen, wie ein Mensch medizinisch versorgt wird“, sagte Warken dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben).
„Eine Aufteilung in eine Art Rumpftarif mit Basisleistungen und Zusatzversicherungen halte ich für sehr schwierig“, antwortete sie auf die Frage, ob es bei der geplanten Finanzreform für sie rote Linien gebe. Dann bestimme das Einkommen darüber, welche Versorgung sich jemand leisten könne. „Das wäre dann eine Form von Zweiklassenmedizin“, argumentierte sie und fügte hinzu: „Das Solidarsystem ist eine Errungenschaft, die ich nicht aufgeben will.“
Warken betonte die Dringlichkeit der für das kommende Jahr geplanten Reform. „2027 erwarten wir ein Defizit in zweistelliger Milliardenhöhe, das wir decken müssen.“ Die Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben wachse stetig, und ein Ende sei nicht in Sicht. Ein wichtiger Bestandteil der Reform sei das geplante Primärarztsystem. „Es ist völlig klar, dass wir dazu ein kluges Anreizsystem brauchen“, betonte sie. „Dabei kommt ein Bonus infrage, wenn ich mich an den Hausarztpfad halte. Oder es fällt eine extra Gebühr an, wenn ich doch direkt zum Facharzt möchte“, sagte sie. „Ohne eine derartige Steuerung wird es nicht gehen“.
Den von Kassenärzte-Chef Andreas Gassen in diesem Zusammenhang vorgeschlagenen extra Facharzttarif für Versicherte, die sich nicht steuern lassen wollen, lehnte sie ab. „Es geht um eine bessere Versorgung und nicht um das Erkaufen einer nicht notwendigen oder sachgerechten Leistung“, sagte sie. Das Ziel sei ein „System für alle“. „Jeder, der einen Facharzttermin benötigt, muss diesen in angemessener Zeit erhalten“, mahnte sie.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Nina Warken (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?
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Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?
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Berlin
Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) lehnt eine Teilung der gesetzlichen Krankenversicherung in Basis- und Zusatzleistungen ab, um den solidarischen Gedanken der Gesundheitsversorgung zu wahren, und betont die Notwendigkeit einer Reform angesichts steigender Defizite und der Einführung eines Primärarztsystems mit Anreizmechanismen.
Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?
Der Hintergrund des beschriebenen Ereignisses ist die anstehende Reform der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland, die aufgrund eines drohenden Defizits von mehreren Milliarden Euro bis 2027 notwendig wird. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken lehnt eine Aufteilung der Versicherung in Basis- und Zusatztarife ab, um den solidarischen Gedanken der Gesundheitsversorgung zu bewahren und eine mögliche Zweiklassenmedizin zu vermeiden.
Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) lehnt eine Aufteilung der gesetzlichen Krankenversicherung in Basisabsicherung und Zusatzversicherungen ab, um den solidarischen Gedanken der Gesundheitsversorgung zu wahren. Sie betont die Dringlichkeit einer Reform angesichts looming Defizite und stellt klar, dass eine bessere Versorgung für alle im Mittelpunkt steht, ohne Zweiklassenmedizin zu schaffen.
Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:
Zweiklassenmedizin, Defizit in zweistelliger Milliardenhöhe, wachsende Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben, Notwendigkeit eines klugen Anreizsystems, Einstellen von Boni und extra Gebühren, Ablehnung eines extra Facharzttarifs, Ziel eines Systems für alle, Anspruch auf angemessene Wartezeiten für Facharzttermine.
Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zitiert. Sie lehnt die Aufteilung der gesetzlichen Krankenversicherung in eine Basisabsicherung und Zusatztarife ab, da dies den solidarischen Gedanken der Gesundheitsversorgung gefährden würde und zu einer Zweiklassenmedizin führen könnte. Warken betont, dass jeder Zugang zu medizinischer Versorgung unabhängig von finanziellen Mitteln haben sollte.
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