Bericht: Dutzende Ärzte ohne Zulassung arbeiten in Deutschland

Ärzte ohne Approbation in Deutschland

In Deutschland praktizieren über 30 , denen im Ausland die Approbation wegen schwerer Behandlungsfehler oder sexueller Übergriffe entzogen wurde. Trotz eines europäischen Warnsystems wird oft nicht überprüft, ob solche Ärzte in Deutschland eine Zulassung erhalten haben. Von 2020 bis 2024 wurden in Deutschland lediglich 141 Ärzten die Approbation entzogen, was weniger als 0,03 Prozent der über 400.000 praktizierenden Ärzte ausmacht.

() – In Deutschland offenbar mehr als 30 Ärzte, denen im Ausland die Approbation entzogen wurde. Grund waren unter anderem schwere Behandlungsfehler oder Verurteilungen wegen sexuellen Missbrauchs. Das zeigt eine Recherche des „Spiegel“ zusammen mit dem ZDF, dem „Standard“, dem Organized Crime and Corruption Reporting Project und anderen .

Wer keine Approbation hat, darf in Deutschland nicht als praktizieren. Die Arbeitserlaubnis soll sicherstellen, dass Mediziner die notwendigen Kompetenzen und Qualifikationen besitzen, um die öffentliche Gesundheit zu schützen.

Doch die Wirklichkeit sieht in Deutschland anders aus. Wer seine Approbation hierzulande einmal erhalten hat, kann praktizieren. Ob ihm in einem anderen Staat die Zulassung entzogen wurde, wird offenbar nicht geprüft.

Nach „Spiegel“-Recherchen verlieren allein in Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich jedes Jahr rund hundert Ärzte ihre Lizenz, in Europa dürften es mehrere Hundert sein. Einigen wird nur die Approbation entzogen, andere werden strafrechtlich verurteilt.

Um das Arbeiten von auffällig gewordenen Ärzten in anderen Ländern zu verhindern, gibt es seit gut zwölf Jahren ein europäisches Warnsystem, es ist Teil des sogenannten Binnenmarkt-Informationssystems (IMI). Es soll unterbinden, dass die Mediziner einfach weiterziehen, ohne dass die Behörden etwas davon mitbekommen.

Folgen hat das allerdings kaum, zumindest nicht in Deutschland: Von 2020 bis 2024 wurde in Deutschland 141 Medizinern die Approbation entzogen, das ergab eine Abfrage des „Spiegel“ bei den Gesundheitsministerien der Länder. Das macht bei über 400.000 praktizierenden Ärzten in Deutschland 0,03 Prozent.

Viele Ministerien gaben an, der Approbationsentzug sei keine Folge einer Warnung aus dem Ausland gewesen, andere wussten es nicht.

Siehe auch:  Gesundheitsministerin ruft junge Menschen zum Blutspenden auf

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?

Der Artikel enthält keine vollständigen Namen von Personen.

Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Spiegel, ZDF, Standard, Organized Crime and Corruption Reporting Project, Gesundheitsministerien, Binnenmarkt-Informationssystem (IMI)

Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?

Nicht erwähnt

An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?

Die Orte, an denen das Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Deutschland, Norwegen, Schweiz, Vereinigtes Königreich.

Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?

In Deutschland arbeiten über 30 Ärzte, denen im Ausland die Approbation aufgrund schwerer Behandlungsfehler oder sexueller Missbrauchsverurteilungen entzogen wurde, da die Überprüfung solcher Fälle bei der Erteilung der Approbation nicht erfolgt und das bestehende europäische Warnsystem wenig Wirkung zeigt.

Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?

Der Auslöser für die Problematik ist die unzureichende Überprüfung von Ärzten in Deutschland, die im Ausland wegen schwerwiegender Behandlungsfehler oder strafrechtlicher Verurteilungen ihre Approbation verloren haben. Trotz eines europäischen Warnsystems werden solche Informationen nicht ausreichend berücksichtigt, was es betroffenen Ärzten ermöglicht, in Deutschland weiterhin zu praktizieren.

Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?

Im Artikel wird aufgezeigt, dass die deutsche Öffentlichkeit und Medien auf die Fälle von Ärzten mit entzogenem Auslandsstatus aufmerksam geworden sind, jedoch bleibt die Reaktion der Politik unzureichend, da nur ein geringer Prozentsatz der praktizierenden Ärzte in Deutschland tatsächlich bestraft wird. Die bestehenden Warnsysteme scheinen in Deutschland nicht effektiv zu funktionieren, was zu besorgniserregenden Missständen führt.

Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: mehr als 30 Ärzte in Deutschland ohne Approbation, die aufgrund schwerer Behandlungsfehler oder sexuellen Missbrauchs im Ausland sanktioniert wurden, unzureichende Prüfung von Approbationsentzügen aus anderen Staaten, jährlicher Verlust von Lizenzen für etwa hundert Ärzte in Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich, geringen Einfluss des europäischen Warnsystems auf den Approbationsentzug in Deutschland, nur 0,03 Prozent der praktizierenden Ärzte in Deutschland wurden zwischen 2020 und 2024 ihrer Approbation entzogen, viele Ministerien wissen nicht, ob der Entzug mit Warnungen aus dem Ausland verbunden war.

Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?

Im Artikel wird keine spezifische Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert. Stattdessen wird berichtet, dass laut einer Abfrage des "Spiegel" von 2020 bis 2024 in Deutschland nur 141 Medizinern die Approbation entzogen wurde, und viele Ministerien angaben, dass dies keine Folge einer Warnung aus dem Ausland sei.

Justin Meier