Streeck fordert Verschärfungen am Cannabis-Gesetz

"Evaluierung zum Cannabis-Gesetz 2023"

Der Drogenbeauftragte Hendrik Streeck fordert nach einem Evaluierungsbericht zum Cannabis-Gesetz schärfere Maßnahmen, da er bereits besorgniserregende Entwicklungen im Jugendschutz feststellt. Trotz eines Rückgangs des Cannabiskonsums unter Jugendlichen bemängelt er, dass diese leichter an Cannabis gelangen und weniger Unterstützung erhalten, was ihre gefährdet. Streeck sieht zudem die hohen erlaubten Besitzmengen und die lockeren Eigenanbauregelungen als Gründe dafür, dass das Gesetz seine Ziele verfehlt, und plädiert für mehr Prävention und Hilfsangebote für Jugendliche.

() – Nach der Veröffentlichung eines ersten wissenschaftlichen Evaluierungsberichts zum Cannabis-Gesetz hat der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), Verschärfungen an der geltenden Teillegalisierung angemahnt.

„Dass die Zwischenevaluation kein eindeutiges Bild ergibt, war zu erwarten – Veränderungen, die so ein Gesetz in der Gesellschaft bewirken, zeigen sich meist erst nach Jahren. Sorgen bereitet mir aber, dass gerade beim Jugendschutz schon jetzt Fehlentwicklungen sichtbar werden“, sagte Streeck der „Rheinischen Post“.

„Jugendliche geben an, heute leicht an Cannabis zu kommen. Zugleich ist die Zahl der Frühinterventionen zurückgegangen. Das heißt: Wenn Jugendliche konsumieren – und wir wissen, wie schädlich das für sie ist – bekommen sie seltener , weil ihre Fälle nicht mehr beim Jugendgericht landen“, sagte Streeck. Hinzu komme, dass Cannabis deutlich stärker geworden sei: „Der THC-Gehalt in Blüten liegt inzwischen bis zu 30-fach höher als früher, was zusätzliche Gesundheitsprobleme nach sich zieht“, so Streeck.

Parallel steige die Zahl akuter Gesundheitsstörungen, die direkt mit Cannabiskonsum in Verbindung stünden. „Auch der Anteil von Importen und der Schwarzmarkt für Medizinalcannabis sind größer geworden – Entwicklungen, die zeigen, dass das Gesetz seine Ziele bislang verfehlt“, sagte Streeck. „Ein Grund liegt sicher in den viel zu hohen erlaubten Besitzmengen und in der großzügigen Eigenanbauregelung, die den Schwarzmarkt eher befeuern als eindämmen.“

Immerhin sehe man keinen sprunghaften Anstieg des Konsums bei Jugendlichen oder Erwachsenen, so der Drogenbeauftragte. „Doch klar ist: Dieses Gesetz braucht dringend mehr Klarheit, mehr Durchsetzbarkeit und vor allem einen deutlichen Schwerpunkt auf Prävention und Hilfe für Jugendliche. Sonst läuft es in die falsche Richtung“, sagte Streeck.

Siehe auch:  Grüne weisen Organspende-Vorstoß der FDP zurück

Tatsächlich hatte die Untersuchung einen weiteren Rückgang des Konsums unter Jugendlichen festgestellt.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hendrik Streeck (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?

Hendrik Streeck

Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?

Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:

Bundesregierung, CDU, Rheinische Post, Jugendgericht, Schwarzmarkt, Medizinalcannabis

Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?

Nicht erwähnt.

An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?

Berlin

Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?

Der Drogenbeauftragte Hendrik Streeck fordert nach der ersten wissenschaftlichen Evaluierung des Cannabis-Gesetzes Verschärfungen, um den Jugendschutz zu verbessern und die vermehrten Gesundheitsrisiken durch stärkeren Cannabis-Konsum sowie die zunehmende Bedeutung des Schwarzmarkts anzugehen.

Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?

Der Hintergrund für die Aussagen von Hendrik Streeck ist die Veröffentlichung eines Evaluierungsberichts zum Cannabis-Gesetz, der Mängel und Herausforderungen im Bereich Jugendschutz und Gesundheit aufzeigt. Streeck kritisiert, dass Jugendliche leichter an Cannabis gelangen und dass die Hilfe für sie nachlässt, während gleichzeitig der THC-Gehalt der Droge gestiegen ist. Er fordert strengere Regelungen, um die Ziele des Gesetzes zu erreichen.

Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?

Nach der Veröffentlichung eines Evaluierungsberichts zum Cannabis-Gesetz hat Drogenbeauftragter Hendrik Streeck (CDU) Verschärfungen gefordert, da er besorgt ist über die aktuellen Entwicklungen im Jugendschutz und die steigende Zahl an Gesundheitsproblemen im Zusammenhang mit Cannabiskonsum. Er betont, dass die bestehenden Regelungen nicht die gewünschten Wirkungen zeigen und mehr Fokus auf Prävention und Unterstützung für Jugendliche gelegt werden müsse.

Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?

Die im Artikel erwähnten Konsequenzen sind: Fehlentwicklungen im Jugendschutz, leichter Zugang für Jugendliche zu Cannabis, Rückgang der Frühinterventionen, seltener Hilfe für konsumierende Jugendliche, höhere THC-Gehalte in Blüten, zusätzliche Gesundheitsprobleme, Anstieg akuter Gesundheitsstörungen, wachsender Schwarzmarkt für Medizinalcannabis, das Gesetz verfehlt seine Ziele, zu hohe erlaubte Besitzmengen, großzügige Eigenanbauregelung, Notwendigkeit von mehr Klarheit und Durchsetzbarkeit, Bedarf an einem deutlichen Schwerpunkt auf Prävention und Hilfe für Jugendliche.

Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Hendrik Streeck, dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung, zitiert. Er äußert Bedenken bezüglich des Jugendschutzes, da Jugendliche angeben, leichter Zugang zu Cannabis zu haben und zugleich weniger Hilfe erhalten, wenn sie konsumieren. Streeck fordert dringend klarere Regelungen und einen stärkeren Fokus auf Prävention und Hilfsangebote für Jugendliche, um negative Entwicklungen zu verhindern.

Justin Meier