Der Suchtexperte Jakob Manthey, der die Evaluation des Cannabis-Gesetzes für die Bundesregierung leitet, erklärt, dass Alkohol erhebliche Probleme verursache und eine strengere Kontrolle notwendig sei. In seinem Bericht zur Evaluierung des Konsumcannabisgesetzes fordert er zudem, dass das Konsumverbot für Cannabis mit den Regelungen für Tabakkonsum harmonisiert werden sollte, da gegenwärtige Gesetze inkonsistent sind. Das im April 2024 in Kraft getretene Gesetz erlaubt den privaten Eigenanbau von Cannabis, hat jedoch noch keine abschließenden Ergebnisse zur Auswirkung des Konsums, der in Deutschland bei rund 5,3 Millionen Erwachsenen geschätzt wird.
Berlin () – Der von der Bundesregierung zur Evaluierung des Cannabis-Gesetzes beauftragte Suchtexperte Jakob Manthey hält Alkohol für deutlich problematischer als Cannabis.
Alkohol verursache „sehr viel mehr Probleme“, sagte Manthey am Montag bei Vorstellung des ersten Zwischenberichtes zur Evaluation des Konsumcannabisgesetzes (EKOCAN) der . „Ich persönlich trete auch sehr stark für eine stärkere Alkoholkontrollpolitik ein“, so Manthey, aber dies sei ein anderes Thema.
In Bezug auf den Regierungsauftrag ziehen Manthey und die an der Evaluierung beteiligten Wissenschaftler in ihrem Bericht aber mehrfach Bezüge zu einer anderen Volksdroge, dem Tabakkonsum – und fordern eine „Harmonisierung“ mit dem Konsumverbot von Cannabis. „Es macht wirklich keinen Sinn, dass man sich am Spielplatz eine Zigarette, eine Pfeife, alles mögliche anzünden kann, aber keinen Joint“, sagte Manthey. „Hier sehen wir wirklich große Inkonsistenzen, die auch nicht vermittelbar sind, und da sehen wir im Sinne einer rauchfreien Umgebung großen Handlungsbedarf.“ Schließlich würden Dritte durch Tabakkonsum in der Öffentlichkeit „sehr stark geschädigt“.
Im April 2024 war das Konsumcannabisgesetz in Kraft getreten, das den privaten Eigenanbau sowie den gemeinschaftlichen, nicht-kommerziellen Anbau in Anbauvereinigungen erlaubt. Mit der Evaluation sollen die Auswirkungen untersucht werden. Im Jahr 2024 haben in Deutschland schätzungsweise 5,3 Millionen Erwachsene Cannabis konsumiert.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Biertrinker (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?
Jakob Manthey
Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?
Bundesregierung, Jakob Manthey, dts Nachrichtenagentur, EKOCAN, Tabakkonsum, Anbauvereinigungen, Deutschland
Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?
Das Konsumcannabisgesetz trat im April 2024 in Kraft.
An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?
Der Ort, an dem das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, ist Berlin.
Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?
Der Suchtexperte Jakob Manthey bewertet Alkohol als problematischer als Cannabis und fordert eine Harmonisierung der Konsumgesetze für Tabak und Cannabis, um Inkonsistenzen im öffentlichen Konsumverbot zu beseitigen.
Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?
Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist die Evaluation des Cannabis-Gesetzes in Deutschland, das im April 2024 in Kraft trat. Suchtexperte Jakob Manthey betont die größere Problematik des Alkoholkonsums im Vergleich zu Cannabis und fordert eine Harmonisierung der Regelungen, insbesondere im Hinblick auf den Tabakkonsum. Ziel der Evaluation ist die Untersuchung der Auswirkungen des neuen Gesetzes und eine Überprüfung der Konsumrichtlinien.
Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?
Im Artikel wird beschrieben, dass der Suchtexperte Jakob Manthey Alkohol als problematischer als Cannabis einschätzt und fordert, die Alkoholkontrollpolitik zu verstärken. Zudem plädiert er für eine Angleichung der Regelungen bezüglich Cannabis und Tabakkonsum, um bestehende Inkonsistenzen zu beseitigen.
Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: mehr Probleme durch Alkohol, Notwendigkeit einer stärkeren Alkoholkontrollpolitik, Inkonsistenzen zwischen Tabakkonsum und Cannabisverbot, Handlungsbedarf für eine rauchfreie Umgebung, starke Beeinträchtigung Dritter durch Tabakkonsum in der Öffentlichkeit.
Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Jakob Manthey, dem beauftragten Suchtexperten, zitiert. Er äußert, dass Alkohol "deutlich problematischer" sei als Cannabis und fordert eine stärkere Alkoholkontrollpolitik. Zudem kritisiert er die Inkonsistenzen in den Regelungen bezüglich des Konsums von Tabak und Cannabis, insbesondere dass man am Spielplatz rauchen darf, aber keinen Joint.
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