Gesundheitsministerin: Kommission wird über Praxisgebühr sprechen

Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung

Die von Gesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Kommission zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird Maßnahmen prüfen, darunter eine mögliche Wiederintroduktion der Praxisgebühr, die mit einer effektiven Steuerung des Systems verknüpft sein sollte. Warken weist auf den erheblichen finanziellen Druck hin, dem die ausgesetzt sind, und prognostiziert ab 2027 ein Defizit im zweistelligen Milliardenbereich, weshalb umfassende Reformen notwendig sind. Der Expertenrat soll bis März 2026 Vorschläge zur Stabilisierung der Beitragssätze sowie zur Identifikation von Kostentreibern und Ineffizienzen erarbeiten und wird bis Dezember 2026 einen zweiten Bericht zu potenziellen Strukturreformen vorlegen.

Berlin () – Die von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Kommission zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird wohl auch über eine „Praxisgebühr“ sprechen, wie es sie von 2004 bis 2012 in schon einmal gab. „Auch darüber wird wahrscheinlich gesprochen“, sagte Warken am Freitag auf Anfrage der in Berlin.

Generell habe die Kommission „keine Denkverbote“, außerdem wolle man mehr Steuerung. Eine Praxisgebühr mache allerdings nur dann Sinn, „wenn es dann auch zu einer Steuerung kommt und nicht nur zu einer Mehrbelastung“, sagte Warken. „Es muss auch einen Effekt auf das System haben und das soll die Kommission doch bitte mal in den Blick nehmen“.

Nach Ansicht der Ministerin stehen die gesetzlichen Krankenkassen unter enormem finanziellem Druck. Bereits ab dem Jahr 2027 erwartet sie ein Defizit im „zweistelligen Milliardenbereich“. Tiefgreifende Maßnahmen und Strukturreformen zur Stabilisierung des Systems seien deswegen überfällig.

Besetzt ist der neue Expertenrat paritätisch mit Vertretern aus den Bereichen Ökonomie, , Sozialrecht, Ethik und Prävention. Die Kommission soll bis März 2026 erste Maßnahmenvorschläge zur Stabilisierung der Beitragssätze ab 2027 vorlegen und mögliche Maßnahmen auf der Einnahmen- und der Ausgabenseite der gesetzlichen Krankenversicherung vorschlagen. Darin sollen unter anderem maßgebliche Kostentreiber, sowie Ineffizienzen auf der Ausgabenseite und Probleme auf der Einnahmenseite identifiziert werden.

Ein zweiter Bericht soll bis Dezember 2026 vorgelegt werden und mögliche Strukturreformen für die GKV aufzeigen, mit denen das Ausgabenwachstum mittel- bis langfristig reduziert und den Herausforderungen auf der Einnahmenseite begegnet werden kann.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Vorstellung der Kommission zur Stabilisierung der GKV am 12.09.2025

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?

Nina Warken

Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

CDU, Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), die Kommission zur Stabilisierung der GKV, dts Nachrichtenagentur.

Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?

Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 12.09.2025.

An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?

Die von Gesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Kommission zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird unter anderem die Möglichkeit einer Praxisgebühr diskutieren, um dem Finanzdruck auf die Krankenkassen entgegenzuwirken und plant bis 2026 Reformvorschläge zur Stabilisierung des Systems und zur Identifizierung von Kostentreibern zu präsentieren.

Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?

Der Auslöser für die Einrichtung der Kommission zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist der erwartete finanzielle Druck auf die gesetzlichen Krankenkassen, der voraussichtlich ab 2027 zu einem Defizit im "zweistelligen Milliardenbereich" führen wird. Gesundheitsministerin Nina Warken betont die Notwendigkeit tiefgreifender Maßnahmen und Strukturreformen, um das System zu stabilisieren.

Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?

Im Artikel wird beschrieben, dass Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) betont, während die Kommission einen offenen Dialog anstrebt, um Lösungsansätze zu entwickeln. Es wird jedoch auch auf den enormen finanziellen Druck hingewiesen, unter dem die gesetzlichen Krankenkassen stehen, und dass tiefgreifende Reformen dringend erforderlich sind.

Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:

finanzieller Druck auf gesetzliche Krankenkassen, erwartetes Defizit im zweistelligen Milliardenbereich ab 2027, notwendige tiefgreifende Maßnahmen und Strukturreformen zur Stabilisierung des Systems, erste Maßnahmenvorschläge zur Stabilisierung der Beitragssätze ab 2027, Identifikation von Kostentreibern, Ineffizienzen auf der Ausgabenseite, Probleme auf der Einnahmenseite, zweite Bericht mit möglichen Strukturreformen zur Reduzierung des Ausgabenwachstums, Maßnahmen zur Bewältigung der Herausforderungen auf der Einnahmenseite.

Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Gesundheitsministerin Nina Warken zitiert. Sie sagt, dass die Kommission zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) "keine Denkverbote" habe und dass eine Praxisgebühr nur dann Sinn mache, wenn sie zu einer "Steuerung" des Systems und nicht nur zu einer "Mehrbelastung" führe.