Die DAK-Studie zur Gesundheitskompetenz von Schulkindern in Deutschland zeigt, dass 84 Prozent der Kinder nicht ausreichend für gesundheitsbewusstes Verhalten motiviert sind, wobei nur 16 Prozent über eine hohe Kompetenz verfügen und aktiv Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen. Besonders alarmierend ist die Situation bei Mädchen: 27 Prozent zeigen depressive Symptome, und 41 Prozent fühlen sich häufig einsam. Die Studie hebt hervor, dass der soziale Hintergrund einen signifikanten Einfluss auf die Gesundheitskompetenz hat, was sich in der hohen Rate an psychosomatischen Beschwerden und einem Mangel an sozialem Wohlbefinden widerspiegelt.
Berlin () – Die Gesundheitskompetenz von Schulkindern in Deutschland ist sehr niedrig. Laut einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Studie der DAK verfügen 84 Prozent über keine ausreichende Motivation für gesundheitsbewusstes Verhalten.
Sie schaffen es demnach nicht, ausreichend Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Nur 16 Prozent besitzen eine hohe Kompetenz und fühlen sich befähigt, aktiv Entscheidungen zu treffen und Initiative zu zeigen. Sie interessieren sich sehr für Gesundheit und sind stark motiviert, ihr Wissen etwa über gesundes Essen, ausreichend Schlaf, Sport oder Bewegung zu erweitern. Der soziale Hintergrund wirkt sich hier deutlich aus: Bei Schulkindern aus Familien mit einem niedrigen Sozialstatus sind es mit zwölf Prozent noch weniger Jungen und Mädchen, die über eine hohe Gesundheitskompetenz verfügen.
Unter allen befragten Mädchen und Jungen sind psychosomatischen Beschwerden stark verbreitet: 65 Prozent leiden mindestens wöchentlich unter Erschöpfungszuständen. Bei den Schulkindern mit einer hohen Gesundheitskompetenz sind es hingegen mit 55 Prozent ein Sechstel weniger. Ebenfalls mehrmals pro Woche hat fast ein Drittel der Schulkinder Schlafprobleme und etwa ein Sechstel Kopfschmerzen. Auch von solchen Beschwerden berichten Kinder und Jugendliche mit hoher Gesundheitskompetenz insgesamt seltener.
Alarmierend ist laut DAK vor allem die Situation der Mädchen: Mehr als ein Viertel zeigte im Schuljahr 2024/2025 depressive Symptome wie Niedergeschlagenheit und häufiges Weinen. Mädchen sind mit 27 Prozent fast viermal so häufig betroffen wie Jungen (sieben Prozent). Das ist für Mädchen der höchste Wert der vergangenen Jahre. Er ist auch geringfügig höher als in der Pandemie. Mädchen im Alter zwischen 14 und 17 mit niedrigem Sozialstatus geben am häufigsten an, oft traurig oder niedergeschlagen zu sein (43 Prozent). Unter Kindern und Jugendlichen sind 18 Prozent betroffen – das sind 50 Prozent mehr als bei denen mit hoher Kompetenz (12 Prozent).
Einsamkeit ist ebenfalls besonders für Mädchen ein Problem: 41 Prozent der Schülerinnen fühlen sich oft allein und haben das Gefühl, keine Freunde zu haben. Bei den Jungen sind es zum Vergleich 25 Prozent. Auch hier zeigt sich wieder die Bedeutung der Gesundheitskompetenz: Jungen und Mädchen mit hoher Gesundheitskompetenz haben seltener das Gefühl von Einsamkeit als weniger kompetente Schulgefährten (28 Prozent versus 34 Prozent).
Der DAK-Präventionsradar ist eine bundesweite Schulstudie zur Gesundheitslage von Kindern und Jugendlichen. Im aktuellen Erhebungszeitraum (November 2024 bis Februar 2025) nahmen 26.586 Schüler aus 1.712 Klassen an 116 Schulen teil. Die Online-Befragung wurde im Klassenverband durchgeführt und erfasste Daten zu Gesundheitswissen, Verhalten, psychischer Belastung und sozialen Faktoren.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Vorstellung DAK-Präventionsradar 2025 am 02.09.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?
Der Artikel enthält keine vollständigen Namen von Personen.
Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?
DAK, dts Nachrichtenagentur, DAK-Präventionsradar
Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?
Datum oder Zeitraum: November 2024 bis Februar 2025; Vorstellung am 02.09.2025.
An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?
Berlin
Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?
Eine Studie der DAK zeigt, dass die Gesundheitskompetenz von Schulkindern in Deutschland alarmierend niedrig ist, da 84 Prozent nicht ausreichend motiviert sind, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen, was besonders bei Mädchen zu psychischen Problemen und Einsamkeit führt.
Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?
Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist eine Studie der DAK, die auf die niedrige Gesundheitskompetenz von Schulkindern in Deutschland hinweist. Die Untersuchung zeigt, dass 84 Prozent der befragten Kinder keine ausreichende Motivation für gesundheitsbewusstes Verhalten aufweisen, was sich negativ auf ihr Wohlbefinden und ihre psychische Gesundheit auswirkt, insbesondere bei Mädchen und Kindern aus sozioökonomisch benachteiligten Familien.
Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?
Der Artikel berichtet, dass die Gesundheitskompetenz von Schulkindern in Deutschland alarmierend niedrig ist, wobei insbesondere Mädchen unter depressiven Symptomen und Einsamkeit leiden. Die DAK-Präventionsstudie fordert mehr Aufmerksamkeit von Politik, Öffentlichkeit und Medien für die Verbesserung der gesundheitlichen Bildung und sozialen Unterstützung für diese vulnerable Gruppe.
Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: geringe Gesundheitskompetenz bei Schulkindern, mangelnde Motivation für gesundheitsbewusstes Verhalten, hohe Häufigkeit psychosomatischer Beschwerden, häufige Erschöpfungszustände, Schlafprobleme, Kopfschmerzen, depressive Symptome bei Mädchen, hohe Einsamkeit bei Schülerinnen, Unterschiede in der Gesundheitskompetenz zwischen sozialem Status.
Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?
Im Artikel wird keine direkte Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert. Stattdessen wird über die alarmierenden Ergebnisse der DAK-Studie zur Gesundheitskompetenz von Schulkindern in Deutschland berichtet, die auf ein gravierendes Problem hinweisen, insbesondere bei Mädchen, die häufig von depressiven Symptomen betroffen sind.
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