Wirtschaftsweiser für weniger Leistungen in Pflegeversicherung

"Kritik an Pflegeversicherungsausweitung"

Der Ökonom Martin Werding kritisiert die Ausweitung der , da diese ursprünglich als Teilversicherung konzipiert war und die zusätzlichen Leistungen nicht mehr finanzierbar sind, insbesondere mit dem bevorstehenden Anstieg der Babyboomer im Pflegealter. Er betont, dass auch das Vermögen der für die herangezogen werden sollte und es keine massenhafte Verarmung durch Pflegeleistungen drohe, da arme Senioren bereits Sozialhilfe erhalten. Zudem sieht Werding kaum Potenzial, Wohlhabende stärker zur Finanzierung des Sozialstaats heranzuziehen, und plädiert stattdessen für eine Senkung der Ausgaben in den sozialen Sicherungssystemen.

Berlin () – Der Ökonom Martin Werding kritisiert die Ausweitung der Pflegeversicherung. „Die Pflegeversicherung war als Teilversicherung konzipiert, aber die hat viele Leistungen draufgepackt“, sagte er dem „Stern“. Die ließen sich aber nicht mehr finanzieren – vor allem, wenn die Babyboomer ins Pflegealter kommen.

Für die Pflege müsse auch das Vermögen der Menschen eingesetzt werden. Werding, der auch Mitglied im Sachverständigenrat für Wirtschaft ist, sagte: „Ich verstehe, dass Menschen ihr Vermögen vererben wollen. Aber dafür muss wirklich nicht der Staat sorgen.“ Für arme Senioren gebe es Sozialhilfeleistungen, die Härten abfedern. „Es droht keine massenhafte Verarmung durch Pflege.“

Grundsätzlich werde bei der Diskussion über die Finanzierung des Sozialstaats zu viel über die Armen gesprochen, sagte Werding. „Eigentlich betreffen die meisten Änderungen eher Menschen, die Besitzstände haben und nicht alles vom Staat abgefedert bekommen müssen. Der Umverteilungscharakter im deutschen Sozialstaat ist nicht so groß, wie oft angenommen.“

Der Ökonom sieht auch nicht viel Potenzial darin, Reiche mehr zur Finanzierung des Sozialstaats beitragen zu lassen. „Die Reichen können die Milliardenlöcher in den Sozialversicherungen nicht stopfen“, sagte er. Hochverdiener zahlten bereits viel in die Systeme. „Und selbst wenn sie mehr zahlten, würde das nicht reichen.“ Man müsse deswegen vor allem die Ausgaben für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung senken.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Martin Werding (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?

Martin Werding

Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

- Pflegeversicherung,
- Sachverständigenrat für Wirtschaft,
- Sozialhilfeleistungen.

Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?

Nicht erwähnt

An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?

Berlin

Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?

Der Ökonom Martin Werding kritisiert die Ausweitung der Pflegeversicherung als unfinanzierbar und plädiert dafür, dass Menschen ihr Vermögen für Pflegekosten einsetzen sollten, während er zudem Ausgaben im Sozialstaat senken will, da eine stärkere Belastung der Reichen nicht ausreichend wäre.

Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?

Der Hintergrund für Martins Werdings Kritik an der Ausweitung der Pflegeversicherung liegt in der Sorge um die finanzielle Tragfähigkeit des Systems, besonders mit dem Anstieg der Pflegebedürftigen durch die Babyboomer-Generation. Werding betont, dass die ursprüngliche Konzeption der Pflegeversicherung als Teilversicherung nicht für die vielen zusätzlichen Leistungen ausgelegt war, die mittlerweile hinzugefügt wurden. Er plädiert dafür, dass auch Vermögen der Betroffenen zur Finanzierung herangezogen werden sollte, und sieht die Notwendigkeit, die Ausgaben im Sozialstaat zu reduzieren.

Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?

Im Artikel wird die Kritik des Ökonomen Martin Werding an der Ausweitung der Pflegeversicherung thematisiert. Er argumentiert, dass die Politik übermäßige Leistungen integriert hat, die nicht finanzierbar sind, besonders wenn die Babyboomer ins Pflegealter kommen, und er hebt hervor, dass die Diskussion über Sozialstaatfinanzierung zu sehr auf die Armen fokussiert ist, während auch wohlhabende Bürger zur Verantwortung gezogen werden sollten.

Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?

Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden: Finanzierungslücken in der Pflegeversicherung, notwendiger Einsatz des Vermögens der Menschen, keine massenhafte Verarmung durch Pflege, wenig Potenzial zur höheren Finanzierung durch Reiche, Notwendigkeit der Senkung der Ausgaben für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.

Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von dem Ökonomen Martin Werding zitiert. Er kritisiert die Ausweitung der Pflegeversicherung und betont, dass diese nicht mehr finanzierbar sei, insbesondere wenn die Babyboomer ins Pflegealter kommen. Zudem plädiert er dafür, dass auch das Vermögen der Menschen für die Pflege eingesetzt werden sollte und weist darauf hin, dass die Reichen nicht ausreichend zur Finanzierung des Sozialstaats beitragen können.