Der Präsident der ABDA, Thomas Preis, fordert Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf, gegen die von ausländischen Versandapotheken angebotenen Rabatte auf rezeptpflichtige Medikamente vorzugehen, die er als Gesetzesbruch ansieht. Er warnt vor den Folgen eines ruinösen Preiswettbewerbs und fordert, dass diese Versandapotheken nicht mehr für die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland tätig sein dürfen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Zudem fordert Preis höhere Honorare für Apotheken, da seit 2008 viele schließen mussten und die Kosten für den Betrieb stark gestiegen sind, was die Wirtschaftlichkeit bedroht.
Berlin () – Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Thomas Preis, hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) aufgefordert, gegen die von ausländischen Versandapotheken gewährten Rabatte bei rezeptpflichtigen Medikamenten vorzugehen.
„Das ist ein klarer Gesetzesbruch. Hier muss der Staat eingreifen und dieses Verhalten bestrafen und unterbinden“, sagte Preis dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wer sich nicht an die Spielregeln hält, darf nicht mehr für die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland tätig sein“, mahnte er und sagte mit Blick auf die ausländischen Versandapotheken: „Ihnen muss das Handwerk gelegt werden, damit die Versorgung hierzulande sicher bleibt.“
Große Versandapotheken mit Sitz im Ausland haben nach einem kürzlich ergangenen Urteil des Bundesgerichtshofs wieder damit begonnen, Nachlässe zu gewähren. Das Urteil bezog sich allerdings auf eine frühere Gesetzgebung. Aktuell verbietet das Sozialgesetzbuch Rabatte oder Boni bei der Einlösung von verschreibungspflichtigen Medikamenten. Preis sagte: „Die Preisbindung darf nicht durch Boni oder Rabatte ausgehebelt werden, sonst kommen wir in einen ruinösen Preiswettbewerb.“ Sie schütze die Versorgung und damit Patienten. „Stellen Sie sich vor, bei Lieferengpässen würden plötzlich Wucherpreise verlangt“, sagte er.
Preis forderte zudem höhere Honorare für die Apotheken. Nach seinen Angaben wurden seit 2008 insgesamt 4.500 Apotheken geschlossen, das entspreche 21 Prozent. „Das Apothekensterben ist ein Fakt, der dringend beendet werden muss“, sagte er. In immer mehr Städten gebe es zunehmend Stadtteile ohne Apotheken. „Seit 13 Jahren hat es keine spürbare Erhöhung der Honorare gegeben, dabei sind die Betriebskosten wie zum Beispiel die Energie– oder Lohnkosten explodiert. Immer mehr Apotheken geraten an die Grenze der Wirtschaftlichkeit“, beklagte er.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Lobbystand für deutsche Apotheken (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?
Thomas Preis, Nina Warken
Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?
Hier sind die genannten Organisationen, Parteien und Institutionen:
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Nina Warken, CDU, Bundesgerichtshof, Sozialgesetzbuch
Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?
Nicht erwähnt.
An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?
Die beschriebenen Ereignisse finden in Berlin statt.
Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?
Thomas Preis, Präsident der ABDA, fordert Gesundheitsministerin Warken auf, gegen die Rabattvergabe ausländischer Versandapotheken bei rezeptpflichtigen Medikamenten vorzugehen, um die Preisbindung und die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten, während er auch höhere Honorare für Apotheken verlangt, da seit 2008 21 Prozent der Apotheken geschlossen wurden.
Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?
Der Auslöser für die Äußerungen von Thomas Preis ist ein kürzliches Urteil des Bundesgerichtshofs, das ausländischen Versandapotheken erlaubt, Rabatte auf rezeptpflichtige Medikamente zu gewähren. Dies wird von Preis als Gesetzesbruch betrachtet und gefährdet die Preisbindung sowie die Versorgungssicherheit in Deutschland. Zudem beklagt er die steigenden Betriebskosten und das zunehmende Apothekensterben.
Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?
Im Artikel wird berichtet, dass Thomas Preis, Präsident der ABDA, von der Bundesgesundheitsministerin fordert, gegen die Rabatte ausländischer Versandapotheken vorzugehen, da diese gegen das Sozialgesetzbuch verstoßen. Er warnt vor den Folgen eines ruinösen Preiswettbewerbs und plädiert für höhere Honorare zur Sicherung der Apothekenversorgung in Deutschland.
Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:
gesetzeswidriges Verhalten der ausländischen Versandapotheken, mögliche Strafen und unterbinden des Verhaltens durch den Staat, Verlust von Apotheken in Deutschland, Gefahr eines ruinösen Preiswettbewerbs, mögliche Wucherpreise bei Lieferengpässen, steigende Betriebskosten für Apotheken, zunehmendes Apothekensterben in Städten.
Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Thomas Preis, dem Präsidenten der ABDA, zitiert. Er fordert Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf, gegen die Rabatte von ausländischen Versandapotheken vorzugehen, da er dies als Gesetzesbruch ansieht. Preis betont, dass der Staat eingreifen und eine Bestrafung dieses Verhaltens sicherstellen müsse, um die Sicherheit der Arzneimittelversorgung in Deutschland zu gewährleisten.
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