UN-Organisation zur Aids-Bekämpfung hofft noch auf US-Unterstützung

Aids-Bekämpfung unter Trump bedroht

Die UNAIDS-Leiterin Christine Stegling äußert Hoffnung, dass US-Präsident Donald Trump die Programme zur Bekämpfung von nicht vollständig einstellen wird, da die Aids-Bekämpfung in den USA traditionell parteiübergreifenden Konsens hatte. Sie warnt jedoch, dass die verbleibenden Mittel möglicherweise nur für bestimmte, ideologisch motivierte Programme verwendet werden, was vor allem schwule und trans Menschen ausschließen könnte. Stegling betont, dass ohne die fortgesetzte finanzielle Unterstützung aus den USA bis 2030 Millionen zusätzliche Aids-bedingte Todesfälle und Neuinfektionen zu erwarten sind, was einen systemischen Schock für die globalen Bemühungen zur -Prävention darstellt.

Genf () – Die Uno-Organisation zur Bekämpfung von Aids (UNAIDS) sieht noch eine Chance, dass US-Präsident Donald Trump die Programme zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit Aids doch nicht vollständig einstellt. „Wir haben noch Hoffnung. Denn die Aids-Bekämpfung war immer Konsens in den USA, bei Republikanern und Demokraten“, sagte die Chefin von UNAIDS, Christine Stegling, dem „Redaktionsnetzwerk „.

Man habe allerdings die Befürchtung, dass die dann verbleibenden Mittel „aus ideologischen Gründen“ nur noch für eingeschränkte Zwecke zur Verfügung gestellt würden, fügte sie hinzu. „Als opportun gilt nur noch der Sex zwischen Mann und Frau – das beginnt bereits bei der Datenerfassung. Schwule oder Transmenschen werden nicht mehr erfasst und sind damit raus“, warnte Stegling. „Ich vermute, dass sich die Amerikaner in der HIV-Prävention weitgehend auf Programme beschränken, bei denen es um die Verhinderung der HIV-Übertragung von Müttern auf die geht. Das ist wichtig, aber eben nur ein Teil unserer „, mahnte sie.

Stegling sagte, über 70 Prozent aller Gelder für die globalen HIV/Aids-Programme seien bisher von den USA zur Verfügung gestellt worden. 50 Prozent des UNAIDS-Budgets stammte nach ihren Angaben aus dem 2003 vom republikanischen Präsidenten George W. Bush ins Leben gerufenen Aids-Programm „PEPFAR“. „Wird das Geld nicht ersetzt, rechnen wir bis 2030 zusätzlich mit vier Millionen Aids-bedingten Todesfällen und sechs Millionen weiteren HIV-Infektionen“, warnte sie. Zur weitgehenden Einstellung der US-Entwicklungshilfe sagte sie: „Das ist nicht nur ein schmerzhafter Einschnitt, das ist ein systemischer Schock.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kondom (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?

Die vollständigen Namen der Personen, die im Artikel vorkommen, sind: Donald Trump, Christine Stegling, George W. Bush.

Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?

UNAIDS, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Republikaner, Demokraten, George W. Bush, PEPFAR

Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?

Nicht erwähnt.

An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Genf, USA.

Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?

Die UNAIDS-Chefin Christine Stegling äußert die Hoffnung, dass US-Präsident Trump die Aids-Bekämpfungsprogramme nicht vollständig einstellen wird, warnt jedoch vor den möglichen negativen Auswirkungen einer ideologischen Einschränkung der Mittel auf die Prävention und Behandlung von Aids, die zu Millionen zusätzlicher Todesfälle und Infektionen führen könnte.

Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?

Der Hintergrund für die besprochene Situation sind die Bedenken der UNAIDS-Chefin Christine Stegling hinsichtlich der möglichen vollständigen Einstellung der US-Programme zur Bekämpfung von Aids unter Präsident Donald Trump. Diese Programme, die historisch konziliant zwischen Republikanern und Demokraten waren, sind entscheidend für die globale Aids-Bekämpfung, wobei ein Großteil der Finanzierung aus den USA stammt. Sorgen bestehen darüber, dass die verbleibenden Mittel aus ideologischen Gründen eingeschränkt werden könnten, was sowohl die Datenerfassung als auch die Zielgruppen der Präventionsarbeit betrifft.

Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?

Im Artikel wird die Besorgnis der UNAIDS-Chefin Christine Stegling über mögliche Änderungen in den US-Aids-Programmen geäußert, die auch von der Politik und Medien wahrgenommen wird. Sie weist darauf hin, dass US-Präsident Trump die Programme möglicherweise einschränken könnte, was zu einem Rückgang der Mittel und einem Anstieg der Aids-bedingten Todesfälle führen würde.

Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?

Hier sind die genannten Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden:

schwindende Mittel für die Aids-Bekämpfung, eingeschränkte Verwendung der Mittel aus ideologischen Gründen, Vernachlässigung von Schwulen oder Transmenschen in der Datenerfassung, Fokussierung auf die HIV-Prävention von Müttern auf ihre Kinder, Rückgang der US-Finanzierung für globale HIV/Aids-Programme, bis 2030 zusätzlich vier Millionen Aids-bedingte Todesfälle, bis 2030 weitere sechs Millionen HIV-Infektionen, systemischer Schock durch die Einstellung der US-Entwicklungshilfe.

Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Christine Stegling, der Chefin von UNAIDS, zitiert. Sie äußert Hoffnung, dass US-Präsident Trump die Programme zur Bekämpfung von Aids nicht vollständig einstellt, warnt jedoch, dass die verbleibenden Mittel möglicherweise aus ideologischen Gründen nur für eingeschränkte Zwecke genutzt werden könnten. Stegling betont zudem die erheblichen finanziellen Folgen eines Rückgangs der US-Hilfen für die globalen HIV/Aids-Programme.

Justin Meier