Die Deutsche Gesellschaft für Kinder– und Jugendpsychiatrie fordert aufgrund der steigenden Zahl junger Menschen mit Essstörungen verbindliche Regeln für die Nutzung von Social Media. Eva Möhler, eine Fachärztin der Gesellschaft, betont, dass klare Regelungen notwendig sind, um Eltern zu unterstützen, die sich überfordert fühlen, ihre Kinder vor negativen Einflüssen zu schützen. Zudem wird auf die Gefahren von Trends wie „Skinny Tok“ hingewiesen, die zu Essstörungen führen können, und es wird ein politisches Engagement für entsprechende Regelungen gefordert.
Berlin () – Anlässlich der gestiegenen Zahl junger Menschen, die mit Essstörungen stationär behandelt werden, fordert die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) verbindliche Regeln für die Nutzung von Social-Media-Plattformen.
Eva Möhler, DGKJP-Vorstandsmitglied und Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, sagte der „Rheinischen Post“ (Dienstag): „Klare Regelungen zum Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen sind erforderlich, um Eltern zu entlasten, die oft angeben, mit dem Schutz ihrer Kinder vor Einflüssen aus der virtuellen Welt überfordert zu sein.“
Social-Media-Trends wie „Skinny Tok“ könnten die Entstehung von Essstörungen begünstigen, sagte Möhler. In der Behandlung von Essstörungen werde zwar das Online-Erleben der Patienten thematisiert, zudem würden alternative Erlebensformen in der Natur sowie Bewegung, Musik und Kunst eine Rolle in der Therapie spielen. „Bei kinderschutzrelevanten Themen wie bestimmten Einflüssen durch Social Media ist aber auch die Politik gefragt, entsprechende Regelungen zu schaffen“, forderte Möhler.
Dem Statistischen Bundesamt zufolge hat sich die Zahl der 10- bis 17-jährigen Mädchen und jungen Frauen, die 2023 mit Essstörungen stationär behandelt werden mussten, im Vergleich zum Jahr 2003 verdoppelt.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Junge Leute mit Smartphone (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?
Eva Möhler
Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP), Rheinische Post, Statistisches Bundesamt
Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?
Nicht erwähnt
An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie fordert wegen der steigenden Zahl junger Menschen mit Essstörungen verbindliche Regeln für die Nutzung von Social Media, da Trends wie "Skinny Tok" schädliche Einflüsse haben.
Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?
Der Auslöser für die Forderung nach verbindlichen Regeln für die Nutzung von Social-Media-Plattformen ist die gestiegene Zahl junger Menschen mit Essstörungen, die stationär behandelt werden müssen. Experten verweisen auf den Einfluss von Social-Media-Trends wie "Skinny Tok", die negativen Auswirkungen auf das Essverhalten und das Körperbild von Jugendlichen haben könnten.
Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie fordert aufgrund der gestiegenen Zahl von Essstörungen bei Jugendlichen verbindliche Regeln für die Nutzung von Social Media. In der Öffentlichkeit und Medien wird auf die Überforderung der Eltern hingewiesen, die ihre Kinder vor schädlichen Einflüssen schützen möchten, während auch die Politik zur Schaffung entsprechender Regelungen aufgerufen wird.
Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:
gestiegene Zahl junger Menschen mit Essstörungen, Eltern sind mit dem Schutz ihrer Kinder überfordert, Entstehung von Essstörungen begünstigt durch Social-Media-Trends, Verdopplung der Zahl der 10- bis 17-jährigen Mädchen und jungen Frauen mit Essstörungen, Notwendigkeit verbindlicher Regeln für Social Media, politische Verantwortung in Bezug auf kinderschutzrelevante Themen.
Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Eva Möhler, Vorstandsmitglied der DGKJP, äußerte, dass klare Regelungen zum Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen erforderlich sind, um Eltern zu entlasten, die oft überfordert sind, ihre Kinder vor Einflüssen aus der virtuellen Welt zu schützen. Sie betont, dass die Politik gefragt ist, entsprechende Regelungen zu schaffen, um kinderschutzrelevante Themen in Bezug auf Social Media anzugehen.
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