DKV-Report: Nur zwei Prozent der Deutschen leben rundum gesund

Gesundheitszustand der Deutschen

Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass nur zwei Prozent der Deutschen rundum leben, was einen drastischen Rückgang im Vergleich zu vor zwei Jahren darstellt. Während Frauen insgesamt bessere Ergebnisse erzielen, erfüllen nur 34 Prozent eine gesunde und lediglich 32 Prozent die empfohlenen Bewegungsanforderungen. Zudem hat sich die durchschnittliche Sitzdauer der Bevölkerung erhöht, was zu einem erhöhten Sterberisiko führt und einen dringenden gesellschaftlichen Wandel zur Förderung von Bewegung erforderlich macht.

Köln/Würzburg () – Lediglich zwei Prozent der deutschen Bevölkerung leben laut einer aktuellen Erhebung rundum gesund.

Zu diesem Ergebnis kommen die Deutsche Krankenversicherung AG (DKV), die Deutsche Sporthochschule Köln und die Universität Würzburg in ihrer am Montag veröffentlichten Umfrage zum Gesundheitsverhalten der Deutschen.

Vor zwei Jahren galten laut DKV-Report noch 17 Prozent als gesund lebend. Der deutliche Rückgang sei allerdings auch auf veränderte Kriterien beim – und Tabakkonsum zurückzuführen, so die Autoren.

Frauen erzielten in der aktuellen Auswertung über alle Benchmarks hinweg die besseren Ergebnisse. Während drei Prozent von ihnen alle Kriterien für ein rundum gesundes Leben erfüllen, schafft dies nur ein Prozent der Männer.

Die Ergebnisse der einzelnen Benchmarks zeigen dabei ein gemischtes Bild. So erreichen nur 34 Prozent den Benchmark für die gesunde Ernährung, aber 68 Prozent der Befragten die Anforderungen bei der körperlichen Aktivität.

Auffallend ist, dass nur 32 Prozent der Befragten die kombinierten Bewegungsempfehlungen von Ausdauer- und Muskelaktivität erfüllen. Dabei zählen Bewegung im Alltag und ein strukturiertes Ausdauer- und Muskeltraining zu den effektivsten Strategien gegen viele chronische Lebensstil-Erkrankungen. „Zusammen mit regelmäßiger Bewegung ist das Trainieren unserer Muskeln für ein gesundes lebenslang notwendig. Wir dürfen es nicht länger als freiwillige Ergänzung zum Ausdauertraining betrachten, sondern als präventive Pflichtaufgabe“, sagte Ingo Frobös von der Deutschen Sporthochschule Köln.

Neben der körperlichen Aktivität und der Ernährung wurde in dem DKV-Report auch das Sitzverhalten der Deutschen analysiert. Im Vergleich zum Jahr 2023 hat sich die durchschnittliche Sitzdauer von 598 auf 613 Minuten erhöht. Aufgrund ihres Sitz- und Bewegungsverhaltens weisen 37 Prozent der Befragten ein erhöhtes Sterberisiko auf. Froböse spricht deshalb von einem gefährlichen Trend. „Wir brauchen einen gesellschaftlichen Wandel, der vom wegführt und einen Alltag ermöglicht, in dem Bewegung erlaubt, unterstützt und sogar belohnt wird“, so Froböse.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Jogger in einem Park (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?

Ingo Frobös, Deutsche Krankenversicherung AG, Deutsche Sporthochschule Köln, Universität Würzburg

Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?

Deutsche Krankenversicherung AG (DKV), Deutsche Sporthochschule Köln, Universität Würzburg

Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?

Datum oder Zeitraum: Montag (Datum nicht genau erwähnt)

An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?

Köln, Würzburg

Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?

Laut einer aktuellen Umfrage leben nur zwei Prozent der Deutschen rundum gesund, was einen drastischen Rückgang im Vergleich zu vor zwei Jahren darstellt, wobei vor allem Frauen bessere Ergebnisse erzielen und die steigende Sitzdauer sowie unzureichende Bewegung ein erhöhtes Gesundheitsrisiko zur Folge haben.

Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?

Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist eine aktuelle Erhebung zur Gesundheit der deutschen Bevölkerung, die einen signifikanten Rückgang der als gesund lebend eingestuften Menschen zeigt, bedingt durch veränderte Kriterien zum Alkohol- und Tabakkonsum sowie einem besorgniserregenden Trend im Sitzverhalten und der Körperaktivität.

Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?

Im Artikel wird beschrieben, dass die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zur Gesundheit der Deutschen auf eine besorgniserregende Entwicklung hinweisen. Nur zwei Prozent der Bevölkerung leben rundum gesund, wobei der Rückgang im Vergleich zu früheren Zahlen vor allem auf veränderte Kriterien für Alkohol- und Tabakkonsum zurückzuführen ist. Experten fordern einen gesellschaftlichen Wandel, um Bewegung in den Alltag zu integrieren und das Sitzen zu reduzieren.

Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: deutlicher Rückgang der als gesund lebenden Bevölkerung, erhöhtes Sterberisiko für 37 Prozent der Befragten, gefährlicher Trend durch verändertes Sitz- und Bewegungsverhalten, Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Wandels hin zu mehr Bewegung.

Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ingo Frobös von der Deutschen Sporthochschule Köln zitiert. Er betont, dass das Trainieren der Muskeln für ein gesundes Altern lebenslang notwendig ist und dass es als präventive Pflichtaufgabe angesehen werden sollte, nicht nur als Ergänzung zum Ausdauertraining. Zudem fordert er einen gesellschaftlichen Wandel, der das Sitzen reduziert und Bewegung unterstützt.

Justin Meier