Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, warnt, dass Deutschland unzureichend auf Krisen und Katastrophen vorbereitet ist, und fordert bessere Maßnahmen im Bevölkerungsschutz. Sie hebt die Notwendigkeit an, die Ausstattung, Schulung des Personals und die Resilienz der Bevölkerung zu verbessern, sieht jedoch erhebliche Defizite und unzureichende finanzielle Mittel. Zudem kritisiert sie die Krankenhausreform und betont die Wichtigkeit von Schutzräumen, wie etwa die Nutzung von U-Bahnhöfen, anstatt auf traditionelle Bunker zu setzen.
Berlin () – Deutschland ist nach Ansicht der Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, nicht ausreichend auf den Krisen- und Katastrophenfall vorbereitet.
„Für den Bevölkerungsschutz wird viel zu wenig getan“, sagte Hasselfeldt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben). „Leider ist es kein Hirngespinst, dass wir uns auf bewaffnete Konflikte vorbereiten müssen und auch Unwetterkatastrophen größeren Ausmaßes erleben werden“, so die DRK-Präsidentin.
Es werde in den Debatten über äußere Sicherheit zu wenig darüber nachgedacht, wie die Bevölkerung im Inland geschützt werden könne, kritisierte die frühere Bundesministerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Hasselfeldt nannte drei Punkte, die es für einen wirksamen Bevölkerungsschutz brauche: „Eine ausreichende Ausstattung, die auch Vorräte für den Krisenfall umfasst, Menschen, die im Ernstfall versorgen können und eine größere Widerstandsfähigkeit der Gesamtbevölkerung.“
In jedem dieser Punkte sehe sie aber derzeit „enorme Defizite“, so die DRK-Präsidentin. So sei man bei Weitem nicht in der Lage, für ein bis zwei Prozent der Bevölkerung Betreuungs- und Versorgungsangebote für den Krisenfall bereitzustellen. Die aktuellen Haushaltsansätze würden auch keine Verbesserungen bringen. „Für mobile Betreuungsmodule beispielsweise ist kein Cent fest zugesagt“, kritisierte Hasselfeldt. Sie forderte 2,5 Milliarden Euro pro Jahr für den Bevölkerungsschutz. „Tatsächlich stehen wir bei rund der Hälfte, und die anerkannten Hilfsorganisationen werden nicht ausdrücklich in den Blick genommen“, bemängelte die frühere CSU-Politikerin.
Auf die Frage, ob Deutschland neue Bunker brauche, antwortete Hasselfeldt: „Wir benötigen Schutzräume. Das müssen nicht unbedingt Bunker sein. Man kann auch darüber nachdenken, etwa U-Bahnhöfe zu nutzen.“ Scharfe Kritik übte sie an der Krankenhausreform. In dieser sei der Krisenfall nicht bedacht, warf Hasselfeldt der ehemaligen Ampel-Regierung vor. Statt als Teil der Vorsorge Möglichkeiten zu schaffen, wie man Kliniken schnell in Schutzräume verlegen könne, wisse man derzeit nicht einmal, welche Kliniken überhaupt bestehen bleiben und welche schließen müssen, kritisierte Hasselfeldt.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Katastrophenschutz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?
Gerda Hasselfeldt
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Deutsches Rotes Kreuz, Gerda Hasselfeldt, Funke-Mediengruppe, DRK, CSU, ehemalige Ampel-Regierung
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An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?
Die erwähnten Orte sind: Berlin, Deutschland.
Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?
Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, kritisiert, dass Deutschland unzureichend auf Krisen und Katastrophen vorbereitet ist, und fordert eine Verbesserung des Bevölkerungsschutzes sowie eine jährliche Finanzierung von 2,5 Milliarden Euro.
Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?
Der Auslöser für die Äußerungen von Gerda Hasselfeldt, der Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, ist die besorgniserregende Einschätzung der unzureichenden Vorbereitung Deutschlands auf Krisen und Katastrophen. Sie hebt hervor, dass es an ausreichender Ausstattung, personeller Kapazität und der Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung mangelt. Dadurch soll die Notwendigkeit betont werden, mehr Ressourcen in den Bevölkerungsschutz zu investieren, um auf potenzielle bewaffnete Konflikte und Unwetterkatastrophen besser reagieren zu können.
Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?
Im Artikel wird kritisiert, dass Deutschland unzureichend auf Krisen und Katastrophen vorbereitet ist, wie die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, betont. Sie fordert eine substantielle Erhöhung der Mittel für den Bevölkerungsschutz und kritisiert die mangelhafte Planung im Gesundheitswesen, besonders im Hinblick auf Schutzräume für Notfälle.
Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: unzureichende Vorbereitung auf Krisen und Katastrophen, Defizite bei der Bevölkerungsschutz-Ausstattung, mangelnde Betreuungs- und Versorgungsangebote für die Bevölkerung im Krisenfall, fehlende finanzielle Mittel für notwendig erachtete Maßnahmen, unklare Situation bezüglich der Zukunft von Kliniken, fehlende Schutzmöglichkeiten in der Krankenhausreform.
Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Gerda Hasselfeldt, der Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, zitiert. Sie äußert, dass Deutschland nicht ausreichend auf Krisen und Katastrophen vorbereitet sei und fordert eine bessere Ausstattung sowie eine stärkere Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung, um für den Krisenfall gewappnet zu sein.
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