Druck auf BMG: Studie zu ungewollt Schwangeren gefordert

Dringlichkeit der ELSA-Studienveröffentlichung

Vertreterinnen der Grünen und der Linksfraktion fordern vom Bundesgesundheitsministerium die sofortige Veröffentlichung des Abschlussberichts zur ELSA-Studie, die die Erfahrungen ungewollt Schwangerer untersucht. Trotz der Präsentation zentraler Ergebnisse im April 2024 steht der Bericht weiterhin aus, was sowohl bei den Grünen als auch bei der Linken auf Kritik stößt. Die Verzögerung wirft Fragen auf, vor allem in Anbetracht der festgestellten schlechten Versorgungslage für in bestimmten Regionen, wie etwa in Bayern.

() – Vertreterinnen der Grünen- und der Linksfraktion verlangen vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) die umgehende Veröffentlichung der Studie „Erfahrungen und Lebenslagen ungewollt Schwangerer – Angebote der Beratung und Versorgung (ELSA)“.

Zentrale Ergebnisse der Erhebung wurden bereits 2024 vorgestellt, einen Abschlussbericht hat das Ministerium allerdings bis heute nicht vorgelegt. „Ein genaues Datum für die Veröffentlichung steht noch nicht fest“, teilte ein Ministeriumssprecher auf „Spiegel“-Anfrage mit. Nähere Angaben zu den Hintergründen der inzwischen monatelangen Verzögerung machte der Sprecher auf Nachfrage nicht.

Die frauenpolitische Sprecherin der Grünenfraktion, Ulle Schauws, zeigt sich über die abermalige Verzögerung „irritiert“. „Der Abschlussbericht müsste jetzt eigentlich nur noch eine Formsache sein. Warum das Ministerium die Veröffentlichung jetzt verzögert, wirft die Frage auf, was die Gründe dafür sein könnten“, sagte Schauws dem „Spiegel“.

Kritik kommt auch von der Linken-Abgeordneten Clara Bünger. „Es ist völlig inakzeptabel, dass das Bundesministerium für den Abschlussbericht der ELSA-Studie seit Monaten unter Verschluss hält“, sagte Bünger dem „Spiegel“. Der Bericht liege bereits seit Monaten vor, „doch die Öffentlichkeit wird weiterhin mit einem vagen `demnächst` hingehalten“, so Bünger. Das Ministerium müsse den Bericht umgehend veröffentlichen.

Zentrale Ergebnisse der Anfang 2021 vom damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Auftrag gegebenen und durch das Ministerium Berichten zufolge mit über vier Millionen Euro geförderten Studie wurden bereits im April 2024 präsentiert. Sie belegten, was Experten seit Langem bemängeln: In einigen deutschen Regionen müssen Frauen erhebliche Hürden überwinden, wenn sie eine beenden wollen. Insbesondere im CSU-geführten Bayern ist die Versorgungslage demnach schlecht.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Namen von Personen werden im Beitrag genannt?

Ulle Schauws, Clara Bünger, Jens Spahn

Welche Firmen, Behörden oder Organisationen werden erwähnt?

Bundesgesundheitsministerium (BMG), Grüne, Linksfraktion, Grünenfraktion, Ulle Schauws, Spiegel, Linke, Clara Bünger, Jens Spahn, CDU, CSU

Zu welchem Zeitpunkt hat sich das beschriebene Ereignis zugetragen?

Das zentrale Ereignis, das beschrieben wird, ist die Präsentation zentraler Ergebnisse der ELSA-Studie, die im April 2024 stattgefunden hat. Das genaue Datum der Veröffentlichung des Abschlussberichts steht jedoch nicht fest.

Zusammengefasst:

  • Ergebnisse präsentiert: April 2024
  • Abschlussbericht: Nicht erwähnt

An welchem Ort findet die geschilderte Handlung statt?

Berlin, Bayern

Wie lässt sich der Inhalt des Beitrags in einem einzigen Satz zusammenfassen?

Vertreterinnen der Grünen- und Linksfraktion fordern die sofortige Veröffentlichung des Abschlussberichts zur ELSA-Studie über die Lebenslagen ungewollt Schwangerer, der seit Monaten auf sich warten lässt, obwohl zentrale Ergebnisse bereits 2024 präsentiert wurden und die Verzögerung Fragen zu den Gründen aufwirft.

Was war der ausschlaggebende Anlass für das Geschehen?

Der Hintergrund des Ereignisses ist die seit Monaten ausstehende Veröffentlichung des Abschlussberichts der ELSA-Studie durch das Bundesgesundheitsministerium, die die Situation ungewollt Schwangerer in Deutschland untersucht. Vertreterinnen der Grünen und der Linken kritisieren die Verzögerung und fordern Transparenz über die Gründe, da die zentralen Ergebnisse bereits bekannt sind und auf erhebliche Hürden für Frauen hinweisen, insbesondere in Bayern.

Wie haben Medien, Politik oder Bevölkerung darauf reagiert?

Vertreterinnen der Grünen- und Linksfraktion kritisieren das Bundesgesundheitsministerium für die verzögerte Veröffentlichung des Abschlussberichts zur ELSA-Studie, die bereits seit Monaten vorliege. Sie fordern dringend Klarheit und die umgehende Veröffentlichung, da die Studie wichtige Missstände in der Versorgung von ungewollt Schwangeren aufzeigt.

Welche möglichen Folgen oder Auswirkungen werden im Artikel angesprochen?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:

unmittelbare Veröffentlichung der Studie gefordert, Abnahme von Vertrauen in das Bundesgesundheitsministerium, mögliche Gründe für Verzögerung aufgeworfen, Kritik an der Intransparenz des Ministeriums, öffentliche Spekulationen über Gründe der Verzögerung, unzureichende Versorgungslage in bestimmten Regionen, erhebliche Hürden für Frauen bei Schwangerschaftsbeendigungen.

Gibt es eine offizielle Reaktion oder ein öffentliches Statement dazu?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Die frauenpolitische Sprecherin der Grünenfraktion, Ulle Schauws, äußerte sich irritiert über die Verzögerung der Veröffentlichung des Abschlussberichts und meinte, dass die Veröffentlichung jetzt nur noch eine Formsache sein sollte, was Fragen zu den Gründen der Verzögerung aufwerfe. Clara Bünger von der Linksfraktion bezeichnete die Situation als völlig inakzeptabel und forderte die umgehende Veröffentlichung des Berichts, der bereits seit Monaten vorliege.