Die Grasmilbe – ein unangenehmer Schädling

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Die Grasmilbe – ein unangenehmer Schädling, der Hautbeschwerden hervorruft

Im heimischen Garten und auf den Rasenflächen ist sie heimisch und für das nahezu unsichtbar. So klein und unscheinbar sie auch ist, sticht sie einmal zu, haben es die Nachwirkungen in sich. Denn Quaddeln in den Kniekehlen und an den Füßen schmerzen und sind einem wochenlangen Juckreiz ausgesetzt. Effektive Vorgehensweise gegen die kleinen Biester schützt den Garten und seine Eigentümer vor den unangenehmen Folgen.

Die Grasmilbe ist in Deutschlands Gärten auf dem Vormarsch. Experten führen dies vor allem darauf zurück, dass sich das Klima in den letzten Jahrzehnten massiv gewandelt hat. Aber auch das veränderte Freizeitverhalten bei Spaziergängen querfeldein oder während der Gartenarbeit, macht es dem Parasiten leicht, seine Opfer zu finden. Die erwachsenen Spinnentiere leben im Boden, legen dort ihre Eier ab, wobei die Larven im Sommer schlüpfen. Auf der Suche nach eiweißreicher Nahrung beißen sie sowohl Mensch als auch Tier.

Starker Juckreiz nach dem Biss der Grasmilbe dauert lange

siedeln sich an der Spitze der Grashalme an und lassen sich dann etwa auf die Füße von Menschen nieder, die barfuß oder nur mit Sandalen bekleidet durch die Wiesen streifen. Es kann auch sein, dass sie die Beine hoch wandern und sich erst im Lauf des Weges am menschlichen Bein festbeißen. Auf der Suche nach der perfekten Bissstelle können sie einige Stunden auf dem menschlichen Körper unterwegs sein. Bevorzugt sind Körperstellen, die dünnhäutig und feucht-warm sind, also etwa Knöchel, Unterschenkel oder aber auch der Bauchnabel und die Kniekehlen oder Achselhöhlen. Sie dringen in die ein und sondern ihren Speichel in die Wunde ab, anschließend saugen sie über mehrere Stunden hinweg Zellsäfte und Lymphe, manchmal sogar etwas Blut ab. Dann verlassen sie den menschlichen Körper wieder.

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Als unmittelbare Reaktion auf das Sekret in der Haut bilden sich bis zu 24 Stunde nach dem Biss rund um den Saugkanal starke juckende und rot verfärbte Quaddeln. Der Juckreiz kann hier bis zu drei Tage nach dem  Biss noch stärker werden und insgesamt bis zu zwei Wochen lang dauern. Die Rötungen an der betreffenden Hautstelle treten einige Stunden nach dem Grasmilbenbiss auf, weshalb viele Betroffene die Reaktion nicht mit ihrem Aufenthalt im Freien in Verbindung bringen. Oft werden sie auch mit Mückenstichen verwechselt, wobei sie in jedem Fall harmlos sind. Grasmilben übertragen nämlich keine Krankheiten. Wer die betroffene Stelle allerdings kratzt, kann damit Entzündungen auslösen.

Wirksame Maßnahmen beim Biss der Grasmilbe

Eine erste Maßnahme nach einem Grasmilbenbiss sollte sein, dass die Bissstelle mit Alkohol desinfiziert wird. Ist der Juckreiz gar zu stark, hilft eine entsprechende Creme aus der Apotheke. Wer lieber zu greift, der kann die Stelle auch mit etwas Zitronensaft betupfen oder mit Salzwasser abreiben. Auch Zwiebelsaft lindert den Juckreiz. Entsteht eine bei der Bissstelle, kann der Arzt mit einer entsprechenden Salbe helfen oder in Antihistaminikum verordnen.

Sinn macht aber auch, beim Gang in den Garten Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen, damit die Grasmilbe gar nicht erst zubeißen kann. Dazu gehören Schuhe mit hohem Schaft wie Gummistiefel und geschlossene Kleidung. Wer dennoch auf Sandalen oder Barfuß gehen nicht verzichten möchte, der kann Füße und Unterschenkel auch mit Insektenabwehrmittel eincremen. Auch die Kleidung kann derart behandelt werden. Nach dem Ausflug ins Grüne macht es auch Sinn, zu Hause zu duschen und T-Shirt oder Bluse und Rock oder Hose zu wechseln.

Test auf Grasmilben im eigenen Garten

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, dass die Grasmilben in seinem eigenen Garten kein Zuhause finden, kann einen einfachen Test durchführen. Dazu an einem sonnigen Tag einfach ein Blatt Papier auf dem Rasen auslegen und etwas warten. Ist die Grünfläche von den kleinen Biestern  befallen, werden diese mit ihrer rötlichen Farbe auf dem weißen Blatt gut sichtbar. Dann heißt es, sofort Rasen mähen und den Rasenschnitt sofort entsorgen. Da die Milben es gerne trocken haben, sollte der Garten ausreichend feucht gehalten werden.

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Bild: © Depositphotos.com / VitalisG

Häufige Fragen

Was sind Grasmilben und wo kommen sie vor?

Grasmilben sind kleine Spinnentiere, die in heimischen Gärten und auf Rasenflächen leben. Sie sind für das menschliche Auge nahezu unsichtbar und bevorzugen feuchte, warme Umgebungen.

Wie erkennt man einen Biss von Grasmilben?

Ein Biss von Grasmilben äußert sich durch juckende, rote Quaddeln an dünnhäutigen Körperstellen wie Knöcheln oder Kniekehlen. Diese Reaktion kann bis zu zwei Wochen andauern.

Übertragen Grasmilben Krankheiten?

Nein, Grasmilben übertragen keine Krankheiten. Ihre Bisse sind zwar unangenehm, aber harmlos.

Was kann man gegen den Juckreiz nach einem Grasmilbenbiss tun?

Zur Linderung des Juckreizes kann die Bissstelle mit Alkohol desinfiziert oder mit speziellen Cremes aus der Apotheke behandelt werden. Hausmittel wie Zitronensaft oder Zwiebelsaft können ebenfalls helfen.

Wie kann ich mich vor Grasmilbenbissen schützen?

Tragen Sie geschlossene Kleidung und Schuhe mit hohem Schaft, um Bisse zu vermeiden. Insektenabwehrmittel können zusätzlich auf Füße und Unterschenkel aufgetragen werden.

Wie teste ich, ob mein Garten von Grasmilben befallen ist?

Legen Sie an einem sonnigen Tag ein Blatt Papier auf den Rasen. Wenn Grasmilben vorhanden sind, werden sie durch ihre rötliche Farbe sichtbar.

Was sollte ich nach einem Aufenthalt im Freien tun?

Duschen Sie sich nach dem Aufenthalt im Freien und wechseln Sie Ihre Kleidung, um mögliche Grasmilben zu entfernen.

Wie vermeide ich, dass Grasmilben in meinem Garten leben?

Halten Sie Ihren Garten ausreichend feucht und mähen Sie regelmäßig den Rasen, um Grasmilbenbefall zu verhindern.

Was passiert, wenn ich die Bissstelle kratze?

Das Kratzen an der Bissstelle kann zu Entzündungen führen, weshalb es ratsam ist, den Juckreiz nicht zu reizen.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Wenn die Bissstelle entzündet ist oder der Juckreiz unerträglich wird, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der Ihnen geeignete Medikamente verordnen kann.