Zickenalarm – wenn Mädchen in die Pubertät kommen

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Wenn Mädchen in die Pubertät kommen, dann beginnt für die eine schwere Zeit, die viele Nerven, noch mehr Geduld und vor allem taktisches Geschick verlangt. In der Pubertät reagiert nicht mehr der Verstand, sondern die Hormone und das ist für alle Beteiligten nicht immer leicht. Jedes junge Mädchen reagiert anders auf die Veränderungen, während Mädchen, die in die Pubertät kommen, in den meisten Fällen sehr extrovertiert sind, kapseln sich die meisten Jungen von der Außenwelt ab.

Wann beginnt die Pubertät?

Wenn Mädchen in die Pubertät kommen, dann sind sie zwischen neun und 13 Jahre und damit zwei Jahre früher dran als Jungen. Gesteuert wird die Pubertät von Hormonen, die in der Hirnanhangdrüse, der sogenannten Hypophyse produziert werden und diese Hormone regt die Eibläschen in den Eierstöcken an, die weiblichen reifen zu lassen. Mit dem 17. Geburtstag ist die körperliche Entwicklung weitgehend abgeschlossen, die Entwicklung im Kopf dauert allerdings noch eine Weile.

Wenn Mädchen in die Pubertät kommen, herrscht Zickenalarm

Selbst Mädchen, die als Kind ausgeglichen und gelassen waren, werden im Laufe der Pubertät zu Zicken, die meist nur ein Wort kennen, und das lautet: Nein!. Bei einigen Mädchen setzt diese Trotzphase schon mit dem zehnten Lebensjahr ein, und die Eltern können sich dann auf ein turbulentes und spannendes Jahrzehnt freuen. Wenn Mädchen in die Pubertät kommen, dann werden sie launisch, vorlaut und resistent gegen alles, was die Eltern sagen und nehmen eine „Lasst-mich-alle-in-Ruhe“ Haltung ein. Teenager rasten in der Pubertät nicht aus ersichtlichen Gründen aus, sie schreien die Eltern an und fühlen sich grundsätzlich missverstanden. Was den Eltern aber am meisten zu schaffen macht, das ist das steigende Interesse an der Sexualität und viele Eltern wissen nicht, wie sie mit diesem so sensiblen Thema umgehen sollen.

Verständnis und Geduld

Wie sollen Eltern reagieren, wenn Mädchen in die Pubertät kommen? Was man nicht machen sollte, ist zurückschreien oder sich auf eine Diskussion einlassen, denn in diesem Fall haben die Eltern kaum eine Chance. Besser ist es, lässig auf Provokationen zu reagieren und sich nicht aus der Reserve locken zu lassen. Man sollte den Kindern immer klar machen, dass eine Diskussion, wenn überhaupt, nur auf einer ruhigen Ebene geführt werden kann. Argumenten gegenüber sollten Eltern allerdings aufgeschlossen sein, denn , die fühlen, dass die Eltern sie ernst nehmen, können sich klar formulierten Argumenten nicht mehr entziehen. Ganz falsch ist es, Witze auf Kosten der Kinder zu machen oder sie ins Lächerliche zu ziehen, denn das führt nur zu noch stärkerem Trotz.

Wie sag ich’s meinem Kind?

Die meisten Eltern fürchten sich vor den peinlichen Fragen, die gestellt werden, wenn Mädchen in die Pubertät kommen. Die Tochter interessiert sich für Sexualität, sie will dem anderen Geschlecht gefallen, findet Jungs aber gleichzeitig furchtbar doof. Wenn Mädchen in die Pubertät kommen, dann wollen sie die ersten Rundungen des weiblichen Körpers am liebsten unter weiten Klamotten verstecken, aber ihre Reize gleichzeitig auch nicht verbergen. Auf die Frage „Brauche ich einen BH?“, sollten Mütter mit einem kleinen Einkaufsbummel reagieren und das Passende aussuchen. Wenn die Periode einsetzt, dann wird es Zeit für ein klärendes Gespräch, denn jedes Mädchen sollte wissen, dass sie jetzt schwanger werden kann. Über zu sprechen ist nicht peinlich, sondern wichtig, das Thema sollte aber sachlich besprochen werden, Ängste zu schüren, ist keine Idee.

Es ist nicht immer einfach, mit einem pubertierenden Teenager unter einem Dach zu leben. Dennoch werden Eltern, die gesprächsbereit bleiben und ein offenes Ohr für die Nöte und Sorgen ihrer Tochter haben, die Pubertät als eine nicht ganz so anstrengende Zeit erleben und ihr Kind sicher in die Zukunft als erwachsene Frau führen.

Bild: © Depositphotos.com / kmiragaya

Ulrike Dietz