Krankenversicherung für Rentner – im Alter immer gut versichert

Krankenversicherung für Rentner – im Alter immer gut versichert

Wie die Auto- und die Gebäudeversicherung, so ist auch die Krankenversicherung in Deutschland eine Pflichtversicherung. Das heißt, jeder, der in Deutschland lebt, muss auch krankenversichert sein, ob gesetzlich oder privat, das spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Bei Rentnern sieht es allerdings ein wenig anders aus, denn diese Krankenversicherung für Rentner übernimmt streng genommen keine Krankenkasse, sie ist vielmehr so etwas wie ein Status. Ein Vorteil dieser besonderen Krankenversicherung besteht darin, dass die privaten Einkünfte wie zum Beispiel Mieten, aber auch private Rentenzahlungen oder Zinsen aus Geldanlagen keine Rolle spielen, wenn es um die Beiträge geht.

Der Status der Krankenversicherung für Rentner

Wer ins Rentenalter kommt und dann in den wohlverdienten Ruhestand geht, der fällt was die Krankenversicherung angeht, unter eine von drei möglichen Gruppen:

  • Rentner, die privat krankenversichert sind
  • Rentner, die pflichtversichert sind
  • Rentner, die sich freiwillig versichern

Allerdings sind hier die beiden Begriffe „freiwillig“ und „pflichtversichert“ ein wenig irreführend. Für Rentner ist es meist deutlich vorteilhafter, Mitglied in einer Krankenversicherung für Rentner, kurz KVdR, zu sein, denn Rentner zahlen in diesem Fall weniger Beiträge an die Krankenversicherung als die Rentner, die privat oder freiwillig krankenversichert sind. Bei allen, die keine Mitglieder in der Krankenversicherung für Rentner sind, fließt auch das, was sie an Zinsen für Geldanlagen, Mieteinnahmen und aus einer privaten Rentenversicherung bekommen, mit in die Krankenkassenbeiträge ein.

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Was genau ist die KVdR?

Die Krankenkasse für Rentner ist keine eigenständige Krankenkasse, sie ist wie schon erwähnt, ein Status. Alle Rentner, die eine gesetzliche Rente bekommen und die für eine bestimmte Zeit vorversichert und damit gesetzlich krankenversichert waren, die gelten in der Krankenkasse für Rentner als pflichtversichert. Ruheständler, die auf diese Weise krankenversichert sind, zahlen nur die Beiträge für die Krankenkasse auf der Grundlage der gesetzlichen oder der betrieblichen Rente. Alle privaten Einkünfte, auch wenn sie durch eine Nebentätigkeit erzielt werden, sind für die Beiträge nicht relevant. Zudem können Rentner, die in der KVdR versichert sind, ihre Krankenkasse frei auswählen und wenn sie möchten, die Kasse auch wechseln.

Was versteht man unter Vorversicherungszeit?

Wer Mitglied in der Krankenversicherung für Rentner werden möchte, der muss in der zweiten Hälfte seines Arbeitslebens zu 90 % in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert gewesen sein. Die Vorversicherungszeit beginnt mit der Ausbildung und endet mit den Antrag auf die gesetzliche Rente. Anhand eines Beispiels lässt sich die Vorversicherungszeit einfach beschreiben:

  • Ein Apotheker arbeitet nach seinem Studium als Angestellter in einer Apotheke und ist in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Nach einigen Jahren macht er sich mit einer eigenen Apotheke selbstständig und wird Mitglied in einer privaten Krankenversicherung. Mit knapp 50 muss er aber dann seine Selbstständigkeit wieder aufgeben und arbeitet wieder als Angestellter. Gleichzeitig wechselt er wieder in gesetzliche Krankenversicherung und geht mit 65 Jahren in Rente. Der Apotheker darf in die Krankenversicherung für Rentner, da er den Zeitrahmen der Vorversicherung erfüllt, er war schließlich 40 Jahre lang erwerbstätig. Mit 45 Jahren begann die zweite Hälfte seines Arbeitslebens und von den restlichen Jahren war er 18 Jahre lang in einer gesetzlichen Krankenversicherung, was genau den erforderlichen 90 % entspricht.

Frühzeitig für das passende System entscheiden

Wer als Rentner freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung ist, der muss in der Regel deutlich höhere Beiträge zahlen. Daher ist es immer sinnvoll, im Alter in die Krankenversicherung für Rentner zu kommen. Wer sich zu spät entscheidet, der hat das Nachsehen und deshalb ist es immer besser, nicht erst kurz vor Beginn des Rentenalters, sondern schon mit Mitte 40 eine Wahl bezüglich der Krankenversicherung für Rentner zu treffen. Wer sich für diese Form der Krankenversicherung entscheidet, der kann sich bei der KVdR oder auch bei der Techniker Krankenkasse informieren.

Bild: © Depositphotos.com / photographee.eu

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.