Telemedizin-Start-Ups droht nach Urteil das Aus

() – Ein Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts hat voraussichtlich weitgehende Auswirkungen auf ärztliche Sprechstunden im . In der Branche gehe man davon aus, dass einige Dienste sogar ganz vom Markt verschwinden könnten, berichtet der “Spiegel”.

Geklagt hatte ein Hamburger -Anbieter gegen einen Wettbewerber. Hintergrund ist die Frage, wie ein solcher Dienst zertifiziert sein muss. Konkret geht es dabei um zur “asynchronen Untersuchung von Hautveränderungen”. Dafür lädt Bilder der fraglichen Hautstelle sowie einen Anamnesebogen hoch. Diese Dateien werden von Fachärzten nicht unmittelbar mit den besprochen, sondern erst später gesichtet und beurteilt.

Das Gericht befand, die Software benötige eine Zertifizierung in einer höheren Risikoklasse, wegen möglicherweise erhöhter Gefahren für die Patienten gegenüber einer herkömmlichen in einer vor Ort. Der beklagte Anbieter sah hingegen keine erhöhten Risiken – und hatte eine entsprechende Klassifizierung deshalb nicht für nötig gehalten. Die Frage dieser Einstufung ist in der digitalen Medizin zentral, weil die meisten asynchronen -Anbieter gar keine Zertifizierung durchlaufen haben. Diese kann Jahre dauern und gilt als aufwendig.

Bei dem Gerichtsurteil handelt es sich zwar um eine Einzelfallentscheidung, es könnte aber darüber hinaus Auswirkungen haben. Allerdings beruht die Entscheidung nur auf einstweiligem Rechtsschutz. Der unterlegene Anbieter könnte noch ins Hauptsacheverfahren gehen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: -Nutzerin (Archiv)

Telemedizin-Start-Ups droht nach Urteil das Aus

Justin Meier

×