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Die gesetzliche Krankenversicherung – besser als ihr Ruf?

Die gesetzliche Krankenversicherung – besser als ihr Ruf?

Wenig Leistung, aber eine Familienversicherung, Mutterschaftsgeld, aber keine individuelle Gestaltung des Gesundheitsschutzes – die gesetzliche Krankenversicherung kurz GKV, hat einen denkbar schlechten Ruf. Dieses Image wurde nicht besser, als die gesetzlichen Krankenversicherungen ihren Mitgliedern die Beiträge erhöht und weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt haben. Zwar ist der überwiegende Teil der Deutschen gesetzlich krankenversichert, aber immer mehr sind unzufrieden mit dieser Versicherung, die eine so lange Geschichte hat. Hat die gesetzliche Krankenversicherung tatsächlich nur Nachteile, oder gibt es auch Vorteile, die für die GKV sprechen?

Die Geschichte der gesetzlichen Krankenversicherung

Schon im antiken Griechenland und im alten Rom gab es eine Art Krankenversicherung, die in ihren Prinzipien an die GKV der heutigen Zeit erinnert. Schon damals bildenden die Menschen eine Solidargemeinschaft, um sich in schweren Lebenssituationen gegenseitig zu unterstützen. Im Mittelalter standen die Klöster im Mittelpunkt, wenn es um Krankheit und Krankenpflege ging und die Arbeit der Nonnen und Mönche wurde ausschließlich von den Spenden des Adels und des wohlhabenden Bürgertums finanziert. Die erste gesetzliche Krankenversicherung gab es aber erst im 19. Jahrhundert, im Zeitalter der Industrialisierung, als die Menschen in den Fabriken arbeiteten und so einem hohen Risiko an Krankheit, Unfall und Invalidität ausgesetzt waren. Am 1. Dezember 1884 trat das von Bismarck erarbeitete Gesetz der Krankenversicherung dann in Kraft.

Welche Vorteile bietet die GKV?

Auch wenn die gesetzliche Krankenversicherung immer wieder arg gescholten wird, beim näheren Hinsehen ist sie durchaus die bessere Wahl als die private Krankenversicherung. So bietet die gesetzliche Krankenversicherung eine kostenlose Mitversicherung für die ganze Familie, bei einer privaten Krankenversicherung muss sich jedes Familienmitglied selbst versichern, was sehr schnell sehr teuer werden kann. Es gibt bei der GKV auch keine Wartezeiten, wenn man in eine andere Krankenkasse wechseln möchte und es gibt ebenso wenig eine Beitragspflicht bei einer längeren Krankheit. Während der Mutterschafts- und Erziehungszeiten gewähren die gesetzlichen Krankenkassen eine Beitragsfreiheit für sechs Wochen und auch ein Mutterschaftsgeld wird gezahlt. Die GKV bietet Vorsorgekuren für Mütter und eine direkte Abrechnung mit dem Krankenhaus und dem Arzt, auch Härtefallregelungen sind in der gesetzlichen Krankenversicherung möglich.

Welche Nachteile hat die GKV?

Wo es Vorteile gibt, da sind bekanntlich auch die Nachteile nicht allzu weit entfernt und die gesetzliche Krankenversicherung macht da keine Ausnahme. Zu den Nachteilen gehört, dass man bei der stationären Behandlung im Krankenhaus als Patient nur einen Anspruch auf Regelleistungen hat und die Behandlung erfolgt nur durch die Vertrags- und Kassenärzte. Für Heilmittel und Hilfsmittel sowie für Medikamente müssen die Versicherten eine Zuzahlung leisten und auch bei einem Aufenthalt im Krankenhaus sind diese Zuzahlungen notwendig. Die Transportkosten werden nur in einem eingeschränkten Rahmen übernommen und beim Zahnersatz sind die Zuzahlungen besonders hoch. Einer der größten Nachteile besteht aber darin, dass die Versicherten keinerlei Einfluss auf die Gestaltung der Beiträge haben.

Was spricht gegen die private Krankenversicherung?

Neun Millionen Deutsche sind heute Mitglieder in einer privaten Krankenversicherung, aber nicht alle sind mit dieser Entscheidung auch wirklich zufrieden. So muss der Versicherte bei jeder Leistung in Vorleistung gehen, ganz gleich, ob es sich dabei um einen Besuch beim Arzt oder um eine Behandlung im Krankenhaus handelt, und das kann je nach Krankheit oder Behandlungsaufwand sehr teuer werden. Während die gesetzliche Krankenversicherung eine Solidargemeinschaft ist, muss bei der privaten Krankenversicherung jeder für sich selbst sorgen, eine Familienversicherung gibt es nicht. Auch wenn die Einstiegstarife vielleicht sehr günstig erscheinen, nach wenigen Jahren kann sich das schon ändern und die Beiträge steigen deutlich an. Wer sich privat krankenversichern will, der muss eine Gesundheitsprüfung durchlaufen und alle, die akut oder chronisch krank sind, die müssen mit höheren Beiträgen rechnen oder werden in der privaten Krankenversicherung erst gar nicht angenommen.

Bild: © Depositphotos.com / gubcio

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

2 Kommentare

  1. Tamy

    Natürlich wäre ich am liebsten in einer privaten Krankenkasse. Die Versorgung ist sehr viel besser. Aber wenn man nicht gerade Großverdiener ist, kann man sich die Beiträge dort als chronisch kranker Mensch nicht leisten. Vorleistung bei Behandlung käme für mich finanziell absolut nicht in Frage. Ich lebe am Rande des Existenzminimums. Für Freiberufler wie mich bleibt nur die freiwillige Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung. Die Beiträge monatlich zu stemmen, fällt mir schon schwer genug.

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  2. Trabbifahrer Gunther

    Was die medizinische Versorgung angeht, sind wir längst eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Wer nicht zu den Privilegierten gehört, hat Pech gehabt. Der ist als Mensch weniger wert. Eigentlich müsste das doch gegen das Grundgesetz verstoßen oder nicht?

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