Polypen in der Nase können zu einem Problem werden

Fällt es schwer, durch die zu atmen, ist das Riechen gestört oder wird plötzlich laut geschnarcht? Die Ursache für diese Probleme können in der Nase sein. Werden nicht behandelt, dann führt das in vielen Fällen zu Komplikationen. Sind die Polypen in der Nase noch klein, dann wird es kaum Beschwerden geben. Wachsen sie aber, dann wird es unangenehm.

Was sind Polypen in der Nase?

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei Polypen um Wucherungen im Gewebe, die aber gutartig sind. Rund vier Prozent der Deutschen haben solche Nasenpolypen, die meist beidseitig auftreten und das in jedem Alter. In der Regel trifft es aber Menschen, die die 30 bereits überschritten haben, wobei Männer doppelt so oft davon betroffen sind wie Frauen. Bei Kindern bilden sich die Polypen in der Nase nur, wenn sie unter der Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose leiden.

Wie entstehen Polypen?

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Nasenpolypen entstehen immer in den Nebenhöhlen der Nase. Ihre Größe kann stark variieren, sie reicht von nur wenigen Millimetern bis hin zu einer stark ausgeprägten Form mit Polypen, die mehrere Zentimeter groß werden. Ist dies der Fall, dann verstopfen die Polypen die Nasenhöhle komplett, wodurch eine Durchlüftung der Nase nicht mehr möglich ist. In der Folge sammelt sich dann das Nasensekret oder der Nasenschleim in den Nebenhöhlen und kann nicht mehr wie gewohnt über die Nase abfließen. Darunter leidet dann natürlich auch die Nasenatmung. Werden die Polypen nicht behandelt, dann führt das meist zu schweren Entzündungen.

Welche Ursachen gibt es?

Warum sich diese gutartigen Wucherungen in der Nase bilden, ist aus wissenschaftlicher Sicht immer noch nicht vollständig geklärt. Als sicher gilt aber, dass eine genetische Veranlagung hierbei eine wichtige Rolle spielt. Menschen, die unter einer chronischen Schleimhautentzündung in den Nebenhöhlen oder in der Nase selbst leiden, haben ein größeres Risiko, Polypen zu bekommen. Allergien können ein weiterer Verursacher sein. Der Deutsche Berufsverband der -Nasen-ärzte kam nach einer Studie zu dem Ergebnis, dass rund 25 Prozent der Patienten, die unter einem allergisch bedingten leiden, auch Nasenpolypen bekommen. Auffällig ist außerdem, dass Patienten mit Bronchialasthma oder mit einer Unverträglichkeit auf Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, öfter Polypen bekommen.

Welche Symptome treten auf?

Es gibt einige Symptome, die auf Polypen hinweisen. Dazu gehören unter anderem:

  • Eine verstärkte Atmung durch den .
  • Die Stimme klingt nasal.
  • Starkes
  • Unangenehmer Mundgeruch.
  • Störungen beim Riechen und Schmecken.
  • Häufige
  • Vermehrte Schleimabsonderung aus der Nase.
  • Schleimabfluss über den Rachen.
  • Oft auftretende Entzündungen der Nasennebenhöhlen.

Wenn die Nase einen gelblich-grünen Schleim absondert oder dieser in den Rachen läuft, ist das ein Zeichen für eitrige Polypen.

Fazit zu Polypen in der Nase

Wie sollten die Polypen behandelt werden? Zur Wahl stehen Medikamente oder eine Operation. Wie die Behandlung aussieht, hängt von der Größe der Polypen und den Beschwerden ab, die dadurch verursacht werden. Handelt es sich um kleine Wucherungen, dann wird der Arzt die entsprechenden Medikamente verschreiben. In der Regel kommen dabei Nasensprays oder Tabletten mit Kortison zum Einsatz. Hat der Patient eine oder Asthma, dann ist eine Behandlung mit Antihistaminika die beste Wahl. Für den Fall, dass diese Maßnahmen nicht die gewünschte Wirkung zeigen, dann bleibt nur noch die OP.

Bild: © Depositphotos.com / Tharakorn

Polypen in der Nase können zu einem Problem werden

Ulrike Dietz

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