Mit der Diagnose Depression richtig umgehen

Herbst und Winter sind schon fast traditionell die Jahreszeiten, an denen die Diagnose Depression besonders häufig gestellt wird. Jeder vierte Deutsche hat diese Diagnose schon einmal bekommen und bedingt durch die vielen Krisen der letzten Monate steigt die Zahl der Depressionspatienten wieder an. Medikamente und eine gezielte Psychotherapie sind eine große , aber es fehlt dringend an Fachärzten. Bis zu zehn Wochen kann es dauern, einen Termin zu bekommen.

Gut behandelbar

Wird die Diagnose Depression gestellt, dann müssen die Betroffenen viel Geduld mitbringen. Die akute Situation ist schwierig und die Wartezeiten für einen Termin beim Facharzt sind sehr lang. Das Warten lohnt sich aber, denn eine Depression lässt sich heute gut behandeln. Die richtige Kombination aus Medikamenten und dem Besuch beim Psychotherapeuten hilft den meisten Erkrankten. Antidepressiva haben bei der breiten einen schlechteren Ruf als bei denjenigen, die diese Mittel einnehmen. Wer nicht direkt einen Termin beim Facharzt bekommt, sollte sich zunächst an den Hausarzt wenden. Bei akuten Schüben sind die Ambulanzen der Krankenhäuser die beste Anlaufstelle.

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Die Symptome einer Depression

Ist es vielleicht nur der berühmte „Winterblues“, also eine jahreszeitlich bedingte seelische Verstimmung oder ist es tatsächlich eine Depression? Die Diagnose Depression wird anhand der Symptome gestellt. Ein Verlust an Freude und Interesse, der länger als zwei Wochen anhält, ist ein erstes Zeichen einer Depression. Dazu kommen Schlafstörungen, Erschöpfung und letztendlich auch Selbstmordgedanken. Menschen, die diese Symptome bei sich wahrnehmen, suchen heute vermehrt Hilfe, als es noch vor wenigen Jahren der Fall war. Dies mag daran liegen, dass eine Depression heute kein Tabuthema mehr ist. Seit den 1980er Jahren hat sich die Zahl der Suizide sehr deutlich verringert.

Einfluss auf die Lebensqualität

Bevor die Diagnose Depression gestellt wird, haben viele Betroffene schon einen langen Leidensweg hinter sich. Viele wollen nicht wahrhaben, dass ihre Traurigkeit und Mutlosigkeit das Resultat einer Depression ist. Wie die entsteht und welche Faktoren sie beeinflussen, ist immer noch nicht vollkommen geklärt. Forscher vermuten, dass die Gene eine wichtige Rolle spielen, aber die Veranlagung allein ist es nicht, die zur Depression führt. Frühe traumatische Erfahrungen sind ein Risiko und ein Faktor, der eine Depression auslösen kann. Menschen, die darunter leiden, haben eine schlechtere Lebensqualität. Ihr ist durch die Depression geschwächt und sie leiden nicht selten unter chronischer Erschöpfung.

Nicht verharmlosen

Das Schlimmste, was einem Menschen mit Depression passieren kann, ist, wenn seine Krankheit verharmlost wird. Sätze wie „Stell dich nicht so an“ oder „Reiß dich zusammen“, machen das Leiden der Betroffenen noch größer. Eine Depression ist auch keine Modekrankheit oder eine Laune, die bald wieder vorübergeht, sondern eine Erkrankung des Gehirns, die ernst genommen werden muss.

Fazit zur Diagnose Depression

Melancholie oder Schwermut wurde die Depression in früheren Zeiten genannt. Vor allem waren davon betroffen, eine Behandlung gab es aber nicht. Laut einer aktuellen Studie, an der bundesweit 5050 Erwachsene unter 70 Jahren teilgenommen haben, haben 1190 angegeben, schon einmal depressiv gewesen zu sein. Die Mehrzahl waren Frauen, denn Männer können sich mit der Diagnose nur sehr schwer anfreunden. Prominente wie der Kabarettist und Schriftsteller Torsten Sträter oder Michael Phelps aus den USA, der mehrfache Olympiasieger im Schwimmen, haben ihre Depression öffentlich gemacht und damit vielen Betroffenen geholfen.

Bild: © Depositphotos.com / amazingmikael

Mit der Diagnose Depression richtig umgehen

Ulrike Dietz