Welche Therapie gegen Inkontinenz ist hilfreich?

Die Kontrolle über den eigenen zu verlieren, ist alles andere als schön, aber genau das passiert bei Inkontinenz. Betroffen sind davon nicht nur ältere Menschen, sondern auch Menschen in allen Altersschichten und Lebenssituationen. So verschieden wie die Betroffenen sind, so unterschiedlich sind die Ursachen und ebenso die Therapien gegen Inkontinenz. Viele schämen sich, einen Arzt aufzusuchen, dabei gibt es heute viele Hilfsmöglichkeiten.

Zwei verschiedene Formen

Ist von Inkontinenz die Rede, dann wird zwischen Drang und Belastung unterschieden. Die Belastungsinkontinenz ist zugleich als Stressinkontinenz bekannt, bei dieser Form funktionieren der Schließmuskel und der Beckenboden nicht mehr richtig. Anders sieht es bei der Dranginkontinenz aus. Hier ist entweder die das Problem, oder die Kommunikation zwischen Blase und Gehirn funktioniert nicht mehr. Handelt es sich um eine Dranginkontinenz, dann verspüren die Betroffenen einen sehr starken Drang, auf die Toilette gehen zu müssen. Vielfach können sie den Urin nicht halten und schaffen es nicht mehr bis ins Bad. Bei einer Belastungsinkontinenz muss, wie der Name es schon sagt, eine Belastung wie Niesen, Husten oder Hüpfen vorliegen.

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Überlastung nach der Geburt

Nach einer Geburt kann der Beckenboden so überlastet oder sogar verletzt sein, dass es zu einer Inkontinenz kommt. mit schwachem Bindegewebe oder mit Übergewicht haben dieses Problem vielfach. Die Therapie gegen Inkontinenz nach der Geburt kann ein gezieltes Training des Beckenbodens sein. Frauen, die schon vor der Geburt präventiv mit einer Physiotherapeutin an der Belastbarkeit des Beckenbodens arbeiten, können so eine Inkontinenz verhindern.

Welche Therapie gegen Inkontinenz ist sinnvoll?

Die Behandlung und Therapie gegen Inkontinenz orientiert sich immer an der jeweiligen Ursache, die dazu geführt hat. Zu Beginn wird in der eine moderate Behandlung wie eine Verhaltenstherapie oder eine Physiotherapie empfohlen. Dort lernen die Betroffenen, mit einer Dranginkontinenz den Urin länger einzuhalten und ihr Trinkgewohnheiten entsprechend anzupassen. Bei einer Physiotherapie werden der Beckenboden und der Schließmuskel gezielt trainiert. Zudem gibt es sogenannte Pessare, die bei einer Belastungsinkontinenz, ähnlich wie ein Tampon, in die Vagina eingeführt werden. So ist es den betroffenen Frauen möglich, auch wieder Sport zu treiben. Diese Pessare sind zwar frei verkäuflich, die Anwendung sollte aber ein Arzt erklären. Medikamente stellen in einzelnen Fällen ebenfalls eine Therapie gegen Inkontinenz dar.

Die Operation als letzter Schritt

Wenn alle Therapieformen nichts bringen, hilft nur noch ein operativer Eingriff. Der Arzt kann dabei ein Band einsetzen, was den Beckenboden unterstützt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Botox in die Blase zu spritzen. Auf diese Weise wird effektiv verhindert, dass die Blase das Signal von den Nerven erhält, sich zu entleeren. Wichtig ist aber nicht nur die richtige Therapie, sondern auch der Zeitpunkt.

Fazit zur Therapie gegen Inkontinenz

Wer beim Lachen vielleicht mal einen Tropfen Urin verliert, sollte sich keine allzu großen Sorgen machen. Viele gehen aber erst zu einem Arzt, wenn sie drei oder mehr Einlagen am Tag benötigen. Je früher der Arzt aufgesucht wird, umso schneller kann mit einer gezielten und individuellen Behandlung begonnen werden. Inkontinenz ist nicht nur allein eine Frauensache, auch viele Männer leiden darunter. Hier ist es besonders häufig die Dranginkontinenz, die zu schaffen macht. Die Probleme treten bei Männern häufig nach einer Operation an der auf.

Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

Welche Therapie gegen Inkontinenz ist hilfreich?

Ulrike Dietz