Das PCO-Syndrom – eine häufige Hormonstörung bei Frauen

Das Polycystische Ovarialsyndrom, kurz PCO-Syndrom, ist eine Hormonstörung bei Frauen, die besonders häufig auftritt. Davon betroffen sind rund 13 Prozent der Mädchen und Frauen im gebärfähigen Alter. Allerdings ist die Dunkelziffer sehr wahrscheinlich deutlich höher. Die Hormonstörung bei Frauen tritt in unterschiedlicher Ausprägung auf. Das bekannteste Symptom ist aber ein sogenanntes vermännlichtes Erscheinungsbild. Für viele Frauen bedeutet das PCO-Syndrom, dass ihr nicht erfüllt wird.

Was genau ist das PCO-Syndrom?

Diese häufig auftretende Hormonstörung bei Frauen hat ihre Basis im Gehirn. Dort kommt es zu einer fehlgeleiteten Kommunikation zwischen den Geschlechtsorganen und den im Gehirn zuständigen Bereichen. Durch diese schlechte Kommunikation kommt es zu fehlerhaften Abständen bei der Stimulation der Eierstöcke. Als Reaktion bilden sich dann Zysten oder Eibläschen an den Eierstöcken. Dies wiederum hat gravierende Auswirkungen für die betroffenen Frauen. Patienten mit dem PCO-Syndrom sind entweder nur eingeschränkt fruchtbar oder sie können gar keine bekommen.

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Welche Symptome gibt es?

Durch den gestörten Rhythmus zwischen dem Hypothalamus, der Hypophyse und den Eierstöcken kommt es zu Symptomen mit unterschiedlicher Ausprägung. Dazu gehört etwa ein gestörter Zyklus. Die Häufigkeit der Periode verringert sich und bei vielen Frauen bleibt die Blutung auch komplett aus, zugleich wird die unrein und es kann zu Haarausfall kommen. Besonders markant ist aber die Vermännlichung des Körpers: Bei den durch das PCO-Syndrom betroffenen Frauen entsteht ein Überschuss an Androgenen. Diese Sexualhormone lösen die Vermännlichung des Körpers aus. Dabei kommt es zu Haarwuchs an Stellen, die für Männer typisch sind. Die Haare wachsen auf der Oberlippe, am Hals, auf dem Rücken und auf der Brust, ebenfalls möglich sind eine tiefere Stimme und eine maskulin anmutende Statur.

Wie entsteht die Störung?

Das PCO-Syndrom kann verschiedene Auslöser haben. gehen heute davon aus, dass das Syndrom vererbt wird und dass es vorher in der Familie schon Fälle gab. Übergewicht ist ein weiterer möglicher Faktor, da sich in den Fettzellen Androgene bilden. Rund 70 Prozent der Frauen, die unter dem PCO-Syndrom leiden, wiegen deutlich zu viel. Psychische Störungen ist ebenfalls möglich. Bei den Frauen wird vom Zwischenhirn, dem Hypothalamus, alle 90 Minuten ein Impuls an die Hirnanhangsdrüse, die Hypophyse abgeben. Damit soll der Eierstock mithilfe des Hormons FSH stimuliert werden. Die Hypophyse misst dann die Hormone, die dort produziert werden. Je nachdem, wie hoch die Menge ist, wird die Stimulation entweder fortgeführt oder hört auf.

Gibt es eine Behandlung?

Welche Therapie richtig ist, richtet sich immer nach der Ausprägung der Beschwerden. Heilbar ist das PCO-Syndrom aber nicht. Die Symptome lassen sich jedoch lindern und damit erhöht sich zugleich die Chance auf eine mögliche .

Fazit zur Hormonstörung bei Frauen

Frauen, bei denen das PCO-Syndrom diagnostiziert wird, sind gut beraten, die Antibabypille einzunehmen. Die Pille reguliert nämlich die Produktion der männlichen Hormone und verhindert einen Eisprung. Besteht kein akuter Wunsch nach einem Kind, dann sind Ovulationshemmer wie die Pille eine sehr zuverlässige Möglichkeit, um Schwankungen im Zyklus erfolgreich zu behandeln. Falls dies nicht wie gewünscht funktionieren sollte, kann noch ein operativer Eingriff mit einem Endoskop helfen. Durch eine Bauchspiegelung werden mit einer besonderen Nadel oder mit dem Laser, werden dann die Zysten an den Eierstöcken entfernt. Dieser Eingriff ist aber nicht ganz ohne Risiko.

Bild: © Depositphotos.com / Wirestock

Das PCO-Syndrom – eine häufige Hormonstörung bei Frauen

Ulrike Dietz