Durchfall am Morgen – was kann dagegen helfen?

Wer nach dem Aufstehen direkt zur Toilette rennt und Durchfall hat, startet nicht eben entspannt in den neuen Tag. Der Durchfall am Morgen kann viele verschiedene Ursachen haben und nur, wenn diese bekannt sind, kann effektiv etwas gegen den Durchfall unternommen werden. Gibt es vielleicht Hausmittel, die helfen, und wie kann man dem morgendlichen Durchfall am besten vorbeugen?

Wann ist von Durchfall die Rede?

Durchfall definiert sich aus medizinischer Sicht durch drei Faktoren:

  • Der Stuhlgang hat mehr als 200 Gramm Gewicht.
  • Es gibt mehr als drei dünnflüssige Stuhlgänge am Tag.
  • Der Wassergehalt des Stuhlgangs beträgt mehr als 80 Prozent.

Diese Angaben lassen sich bis auf eine nur sehr schwer nachprüfen, aber jeder kennt normalerweise seinen gewohnten Stuhlgang. Daher kann auch relativ gut eingeschätzt werden, ob er häufiger dünn oder sogar sehr dünn ist.

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Welche Ursachen sind möglich?

Durchfall am Morgen kann viele Ursachen haben: zu viel Alkohol und Nikotin am Abend zuvor, die Nebenwirkungen von , hauptsächlich Antibiotika oder einfach nur Stress. Nicht selten hängt es sogar mit den Essgewohnheiten zusammen, wenn der Darm am Morgen verrückt spielt, so haben z.B. viele Sportler eine Unverträglichkeit gegen Whey und Eiweiß-Drinks. Eine Allergie ist eine weitere und diese Immunreaktion tritt gerne in den frühen auf. Der Körper sieht dabei den jeweiligen Stoff als seinen Feind an und versucht, ihn zu bekämpfen. Dies führt in der Folge dann zu Durchfall. Nicht selten ist das sogenannte Reizdarmsyndrom die Ursache für den Durchfall in den frühen Morgenstunden. Tritt dieses Problem länger als drei Monate und nicht nur morgens auf, verbunden mit Blähungen und Bauchschmerzen, dann handelt es sich wahrscheinlich um das Reizdarmsyndrom.

Kaffee und Schwangerschaft

Tritt der Durchfall nach der ersten am Morgen auf, dann ist die Ursache schnell gefunden: Das im Kaffee enthaltene Koffein wirkt anregend und stimulierend. Die Wirkung beschränkt sich aber leider nicht nur auf die Müdigkeit, sondern ebenfalls auf den Darm. Mehr als zwei Tassen Kaffee am Morgen und der Durchfall ist keine Seltenheit mehr. In der Schwangerschaft kann es neben der morgendlichen Übelkeit genauso zu Durchfall kommen. Schwangere Frauen reagieren öfter allergisch auf manche und leiden entweder unter Verstopfung oder eben unter Durchfall.

Was hilft bei morgendlichem Durchfall?

Wurde die Ursache von einem Arzt abgeklärt, dann gibt es unterschiedliche Mittel, um das Problem in den Griff zu bekommen. Ungesüßter Kräutertee ist hier ein bewährtes Hausmittel, am besten geeignet sind Pfefferminze, Kamille oder Fenchel. Durch den Tee wird insbesondere der Verlust an Flüssigkeit wieder ausgeglichen. Da mit dem Durchfall zudem viele wichtige Mineralstoffe verloren gehen, ist es eine gute Idee, kohlensäurearmes Mineralwasser, verdünnte Säfte oder hin und wieder eine Gemüsebrühe zu trinken. So bekommt der Körper ausreichend Natrium, Magnesium und Kalium.

Fazit zu Durchfall am Morgen

Um den Durchfall zu schwächen, kann es ebenfalls helfen, Flohsamen oder einen geriebenen Apfel zu sich zu nehmen. Sie binden die Flüssigkeit im Darm und helfen so dabei, dass der Stuhlgang wieder fester wird. Im Apfel sind sogenannte Pektine enthalten, die im Darm aufquellen, helfen kann zudem die Fruchtsäure und der Zucker. Der geriebene Apfel hilft nicht immer, aber er belastet den Darm nicht noch zusätzlich. Kommen Bauchkrämpfe zum Durchfall hinzu, dann ist Wärme empfehlenswert, um die Muskulatur zu entspannen.

Bild: © Depositphotos.com / reewungjunerr

Durchfall am Morgen – was kann dagegen helfen?