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Pseudogetreide: Gesund oder Mogelpackung?

Pseudogetreide: Gesund oder Mogelpackung?

Schlendert man durch die Regale der Bio- und Drogeriemärkte, kann man sich ihnen längst nicht mehr entziehen: Quinoa, Amaranth, Buchweizen und Co. haben die Ernährungstrends voll im Griff und ziehen immer mehr Fans an. Was ist das Erfolgsgeheimnis der sogenannten Pseudo-Getreidearten? Sind sie wirklich gesund oder handelt es sich hierbei um einen geschickt verpackten Werbegag der Lebensmittelindustrie?

Was ist Pseudogetreide?

Ehe wir uns näher damit befassen, ob Pseudogetreide gesund ist oder nicht, wollen wir erst einmal klären, worum es sich hierbei überhaupt handelt. Immerhin sorgt der Wortteil „Pseudo“ immer wieder für Verwirrungen und lässt manchmal sogar vermuten, dass es sich dabei gar nicht um richtige Nahrungsmittel handelt.

Unter Pseudogetreide versteht man die Körner bestimmter Pflanzen, diein vielerlei Hinsicht an Getreide erinnern. Hierbei handelt es sich vor allem um die folgenden Punkte:

  • Aussehen
  • Inhaltsstoffe / Zusammensetzung
  • Verwendung / Zubereitung in der Küche
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Gesunde Pseudogetreide stammen aus den unterschiedlichsten Pflanzenfamilien und sind demzufolge nur sehr selten miteinander verwandt. Zu den bekanntesten Pseudo-Getreidearten gehören:

  • Quinoa (Gänsefußgewächs)
  • Amaranth (Fuchsschwanzgewächs)
  • Buchweizen (Knöterichgewächs)
  • Chia (Lippenblütler)

Die zwei großen Unterschiede zwischen Getreide und Pseudogetreide

Gesundes Pseudogetreide ist glutenfrei und daher ein beliebter Ersatz für Menschen, die aufgrund einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) nur wenige oder gar keine Getreideprodukte verzehren können. Dennoch kann nicht gesagt werden, dass Pseudogetreide echte Getreidearten wie Weizen, Roggen, Hirse und Gerste vollständig ersetzen können.

Der Grund hierfür: Pseudogetreide besitze keine Eigenbackfähigkeit. Das bedeutet, dass sich Amaranth, Quinoa und Co. nicht in einen homogenen und elastischen Teig verarbeiten lassen, der beim Backen eine Krume (das Innere des Brotes) entwickelt.

Ist Pseudogetreide wirklich gesund?

In Zeiten, in denen gefühlt alle drei Tage ein neues Superfood aus den Tiefen des Amazonas in den Himmel gelobt wird, liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei dem scheinbar gesunden Pseudogetreide um eine raffinierte Erfindung der Lebensmittelindustrie handelt. Halten die kleinen Körner wirklich was sie versprechen oder sind sie doch nur eine lecker aussehende Mogelpackung?

Fakt ist: Zahlreiche hochwertige Kohlenhydrate, Ballaststoffe, B-Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren sorgen dafür, dass Pseudogetreide überaus gesund ist. Quinoa, Buchweizen, Amaranth und Chia stellen eine hervorragende Bereicherung für den täglichen Speiseplan dar. Sie sorgen für Abwechslung und neue Geschmackserlebnisse.

Wegen dieser Inhaltsstoffe ist Pseudogetreide so gesund:

  • Eisen
  • Magnesium
  • Kalium
  • Kalzium
  • verschiedene B-Vitamine
  • gesunde essentielle Fettsäuren
  • Ballaststoffe
  • hochwertige Kohlenhydrate

Gesunde Pseudogetreide in der Küche verwenden

Pseudogetreide sind gesund – so viel steht schon einmal fest. Doch diese Erkenntnis allein bewegt viele Menschen nicht dazu, die teils exotischen Körner in den eigenen Speiseplan zu integrieren. Viele wissen schlicht und ergreifend nicht, was sie mit den kleinen Samen anfangen oder wie sie sie in bekannte Gerichte integrieren sollen. Die folgende Übersicht hilft Ihnen dabei, gesunde Pseudogetreide in ihre tägliche Ernährung zu integrieren.

gesundes PseudogetreideVerwendung in der Küche
BuchweizenBuchweizen erinnert ein bisschen an winzig kleine Nüsse. Das gesunde Pseudogetreide kann beispielsweise geröstet und anschließend zur Verfeinerung von Müsli, Obstsalaten und Pfannkuchen genutzt werden. Durch die Röstung entfaltet sich das fein nussige Aroma des Buchweizens ideal. Darüber hinaus ist es möglich, das Pseudogetreide zu Bratlingen, Grütze oder auch Knödel zu verarbeiten.
ChiaChia weist ausgezeichnete Quell-Eigenschaften auf, die Sie sich in der Küche zu Eigen machen sollten. Dieses gesunde Pseudogetreide wird meist als Chia-Pudding serviert. Hierzu müssen die Körner einfach mithilfe von Flüssigkeit zum Quellen gebracht werden. Anschließend kann der Pudding mit Gewürzen, Joghurt, Obst und anderen Zutaten verfeinert werden. Da Chia an sich nur wenig Geschmack hat, gibt es zahlreiche Möglichkeiten.
QuinoaQuinoa kann ganz ähnlich wie Reis gekocht und anschließend als Beilage, Suppeneinlage oder Salat-Grundlage verwendet werden. Auch Pfannkuchen, Kaiserschmarrn oder ´Pfannengerichte lassen sich mit diesem gesunden Pseudogetreide zubereiten.
AmaranthDie Körner können wie Mais gepufft und als Snack oder Müsli-Zutat gegessen, gekocht unter Fleisch- und Gemüsegerichte gerührt oder zu Süßspeisen verarbeitet werden.

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Übrigens: Auch die Blätter der Amaranth-Pflanze sind genießbar und werden wie grünes Blattgemüse zubereitet.

Bild: © Depositphotos.com / HeikeRau

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Autor(in)

Jessika Fichtel

Jessika Fichtel setzt sich als freiberufliche Autorin intensiv mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Gesundheit, Familie und Sexualität auseinander. Eine besondere Leidenschaft von ihr sind gesunde Ernährung und insbesondere Superfoods.

1 Kommentar

  1. Avatar
    Jens

    Kenne mich so gut wie gar nicht mit Superfood aus, aber durch Zufall habe ich neulich im Discounter eine Packung Chia gekauft. Zunächst habe ich Chia dann nur im Müsli ausprobiert, aber jetzt habe ich mich mal an einen Chia-Pudding herangetraut und bin total begeistert! Das schmeckt wirklich sehr lecker und ist vor allem was für die ganze Familie. Chia erinnert mich ein bisschen an die Sago-Perlen aus meiner Kindheit, die hat meine Mutter damals immer als Milchsuppe zubereitet und als süßen Nachtisch serviert. Chia hat eine ähnliche Konsistenz!

    Reply

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