Warum schlafen im Flugzeug keine gute Idee ist

Vielflieger kennen dieses Problem: Kaum hat die Maschine abgehoben, werden die Passagiere müde, vor allem bei Langstreckenflügen fallen vielen immer wieder die zu. Schlafen im Flugzeug ist aber keine so gute Idee. In bestimmten Phasen des Fluges ist es besser, die Augen offenzulassen und wach zu bleiben. Wie gefährlich ist es, im Flugzeug einzuschlafen?

Wann ist schlafen im Flugzeug riskant?

Dauert beispielsweise der Flug nach New York acht Stunden, dann vertreiben sich viele Fluggäste die Zeit mit einem Schläfchen. Dagegen ist im Grunde auch nichts einzuwenden, nur beim Start und bei der Landung ist es besser, wach zu bleiben. Wer in diesen Flugphasen schläft, riskiert gesundheitliche Schäden, und zwar am Mittelohr. Das Mittelohr ist ein mit Luft gefüllter Raum, dessen Druck immer an den Außendruck angepasst ist. Beim Start und bei der Landung eines Flugzeugs ändert sich der Druck in der Umgebung und es entsteht ein Druckunterschied. Damit dieser Unterschied ausgeglichen wird, öffnet sich die sogenannte Ohrtrompete.

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Ein unangenehmer Druck

Kommt es nicht zu diesem Ausgleich, dann verspüren die Fluggäste beim Start, aber vor allem bei der Landung einen unangenehmen Druck im Ohr. Diejenigen, die in diesen Phasen des Fluges schlafen, bekommen gar nicht mit, wenn der Ausgleich des Drucks im Innenohr nicht stattfindet. Dieses Problem betrifft eher Menschen, die empfindlich auf die Veränderung des äußeren Drucks reagieren. Zudem sind noch diejenigen betroffen, die an einer akuten Erkrankung des Ohres, wie einem Infekt leiden und daher anfälliger sind. Normalerweise wird der Druckunterschied ganz automatisch ausgeglichen, beispielsweise beim Schlucken.

Schwerhörigkeit kann die Folge sein

Im schlimmsten Fall kann das Nickerchen im Flugzeug während des Starts und bei der Landung zur Schwerhörigkeit führen. Wird der Druck nicht ausgeglichen, dann kann es neben dem unangenehmen Druckgefühl im Ohr noch zu und sogar zu Blutungen im Mittelohr kommen. Das Trommelfell oder die sehr dünne Membran im Innenohr können reißen, was Schwerhörigkeit zur Folge hätte. Kommt es zu einem starken Druckgefühl, was zusammen mit Schmerzen und Einblutungen auftritt, dann ist es gefährlich. In diesem Fall muss so schnell wie möglich ein -Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden.

Der richtige Umgang mit dem Druck

Um etwas gegen das Druckgefühl zu unternehmen, kann es schon helfen, den Unterkiefer vor- und wieder zurückzubewegen. Ein gutes Mittel ist ferner ein bewusster Druckausgleich. Dabei wird die zugehalten, der Mund geschlossen und dann kontrolliert gepustet. Hilfreich kann es außerdem sein, etwas zu , zu gähnen oder ein Kaugummi zu kauen. Wer beim Fliegen häufig Probleme mit dem Druckausgleich hat, ist gut beraten, ein Nasenspray oder spezielle Nasentropfen zu benutzen.

Fazit zu schlafen im Flugzeug

Wer die Probleme mit den Ohren nach einem Flug ignoriert, riskiert, dass er über einen längeren Zeitraum unter akuten Ohrgeräuschen leidet. Dazu kann ein ständig starker Druck auf den Ohren kommen und sogar Drehschwindel ist hier keine Seltenheit. Alle, die einen langen Flug vor sich haben, sollten mit dem Einschlafen warten, bis die Maschine in der Luft ist und sich vor der Landung wecken lassen. Auf diese Weise gibt es auch keine Probleme mit den Ohren.

Bild: © Depositphotos.com / kues

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