Schwanger mit Zwillingen – warum das ein Risiko ist

Schwanger mit Zwillingen – warum das ein Risiko ist

Der Fußballspieler Cristiano Ronaldo und seine Lebensgefährtin haben sich auf die Geburt ihrer Zwillinge gefreut, aber nur die Tochter überlebte, der Sohn verstarb bei der Geburt. Mehrlingsschwangerschaften sind immer mit einem erhöhten Risiko verbunden, was, wie bei dem Sohn des Fußballers, tödlich enden kann. Ronaldo beschrieb den Verlust des Kindes als größten Schmerz, den Eltern erleiden können.

Keine ideale Versorgung

Schwanger mit Zwillingen bedeutet, dass die Versorgung der Kinder nicht immer optimal ist und es einem Kind weniger gut gehen als dem anderen. Dies ist häufig der Fall, wenn die Plazenta nicht richtig angelegt ist. Warnende Vorzeichen für dieses Problem gibt es leider nicht. Selbst wenn in der Schwangerschaft gefühlt alles gut verläuft, kann es trotzdem passieren, dass ein Kind tot zur Welt kommt, wie es bei den Zwillingen von Ronaldo der Fall war. Vorzeitige Wehen sind ein weiteres Problem bei einer Zwillingsschwangerschaft. Bei Mehrlingen ist die Gefahr einer Frühgeburt erhöht, da die Belastungen für groß sind.

Schwanger mit Zwillingen – warum die Mütter anders betreut werden

Schwangerschaftsvergiftungen sind ebenfalls ein häufiges Risiko bei einer Zwillingsschwangerschaft. Aus diesem Grund muss die Mutter intensiver betreut und öfter untersucht werden. Dies ist besonders bei Frauen der Fall, die eineiige Zwillinge erwarten, denn die Kinder müssen sich den Mutterkuchen teilen. Zudem kann es zu speziellen Komplikationen kommen, die von der Durchblutung abhängen, wie es beim sogenannten Fetofetalen Transfusionssyndrom der Fall ist, kurz FFTS. Dieses Syndrom trifft rund 15 Prozent aller eineiigen Zwillinge. Die Kinder teilen sich im nicht nur den Mutterkuchen, sondern auch die Gefäßverbindungen. Wenn der Blutfluss in diesen Verbindungen ungleichmäßig ist, erhält ein Kind mehr Blut als das andere. In der Folge kann es Wachstumsstörungen geben und zu einer gestörten Funktion des Herzens kommen.

Immer mehr Zwillinge

Mehrlingsgeburten nehmen seit Jahren kontinuierlich zu. Der Hauptgrund ist, dass sich immer mehr Frauen künstlich befruchten lassen. Bei einer solchen Befruchtung werden mithilfe der sogenannten In-vitro-Fertilisation immer mehrere Eizellen in einem Reagenzglas befruchtet. Die auf diese Weise entstandenen Embryonen überträgt der Arzt anschließend in die Gebärmutter. So erhöhen sich die Chancen für die Einnistung eines Embryos. Allerdings nisten sich immer öfter beide Embryonen ein und die Mutter ist folglich mit Zwillingen schwanger.

Geburt in der Klinik

Da eine Mehrlingsschwangerschaft auch eine Risikogeburt bedeutet, sollte die Mutter immer in einer Klinik entbinden. Sie sollte sich jedoch schon frühzeitig in der Klinik vorstellen, da Mehrlinge nicht selten vier Wochen vor dem errechneten zur Welt kommen. Die Klinik sollte zudem eine spezielle Station für Frühgeburten sowie eine Kinderintensivstation haben, damit die Kinder nach der Entbindung perfekt betreut werden können. Dies ist vor allem wichtig, wenn es zu einem Notfall im Bereich der Nabelschnur kommt, was bei Zwillingsgeburten keine Seltenheit ist. Dabei wird die Nabelschnur des einen Kindes eingequetscht oder sie legt sich um den des anderen Kindes.

Fazit zu Schwanger mit Zwillingen

Das Schicksal des Fußballers und seiner Lebensgefährtin ist nicht nur den Fußballfans überall auf der Welt sehr nahe gegangen. So drückten allein auf Instagram mehr als elf Millionen Cristiano Ronaldo ihr Mitgefühl aus. Anteilnahme bekamen die Eltern außerdem von Ronaldos Club, Manchester United, die Spieler waren in Gedanken bei ihnen.

Bild: © Depositphotos.com / romrodinka

Ulrike Dietz