Die Sprachstörung Aphasie und ihre Ursachen

Die Sprachstörung Aphasie und ihre Ursachen

Filmfans weltweit haben die Nachricht geschockt aufgenommen: Bruce Willis wird nie wieder vor einer Kamera stehen, denn der Schauspieler leidet unter der Sprachstörung Aphasie. Was verbirgt sich hinter dieser Erkrankung, die jetzt im Licht der Öffentlichkeit steht? Welche Ursachen verbergen sich hinter dieser Krankheit, die es den Betroffenen schwer macht, sich zu artikulieren? Gibt es eine und lässt sich Aphasie heilen?

Was genau ist Aphasie?

Das Wort Aphasie übersetzt bedeutet Sprachverlust, was aber nicht bedeutet, dass Menschen, die unter dieser Krankheit leiden, überhaupt nicht mehr sprechen können. Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, für die es zwar unterschiedliche Ursachen gibt, die aber eines gemeinsam haben: eine Erkrankung des Gehirns. In Deutschland leiden rund 270.000 Menschen an Aphasie und mehr als 80 Prozent der Betroffenen sind älter als 60 Jahre, die Zahl der Neuerkrankungen liegt bei 25.000 Patienten im Jahr. Die Hälfte der Betroffenen leidet an der schweren Form, bei einem Drittel normalisiert sich die Sprachfunktion nach gut vier Wochen weitgehend wieder.

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Welche Ursachen hat die Sprachstörung Aphasie?

In der Regel geht der Sprachstörung Aphasie ein voraus. Tumore und Hirnblutungen, , aber auch Erkrankungen des zentralen Nervensystems können mögliche Ursachen für eine Aphasie sein. Ein schwerer Unfall mit einem Schädel--Trauma kann ebenfalls eine Aphasie auslösen. Die Sprachstörung tritt erst in der Folge auf, wenn der Betroffene feststellt, dass er nicht mehr in gewohnter Art mit seiner Umwelt kommunizieren kann. Bedingt durch die Krankheit fehlt denjenigen, die unter der Sprachstörung Aphasie leiden, die sprachgebundenen Fertigkeiten, sie können mit ihrer Sprache nicht mehr umgehen.

Sprechen und verstehen

Aphasie beschränkt sind nicht allein auf eine Sprachstörung, das komplette Fachsystem ist davon betroffen. Die Patienten haben Probleme damit, andere Menschen zu verstehen oder zu begreifen, was sie vielleicht gerade in einem Buch oder einer Zeitschrift gelesen haben. Sie sind nicht mehr fähig, das auszusprechen, was sie denken oder ihre aufzuschreiben. Nicht jeder, der unter Aphasie leidet, ist davon im gleichen Maß betroffen, die Intelligenz ist dabei nicht beeinträchtigt. In einigen Fällen kommt es zu Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, auch können die Aufmerksamkeitsleistungen nachlassen.

Gibt es eine Therapie?

Aphasie wird aktuell mit einer speziellen Sprachtherapie behandelt, die aber immer eine neuropsychologische Betreuung voraussetzt. Das Ziel der Sprachtherapie ist es, dass die Betroffenen schnell wieder ihr Leben in der Gemeinschaft aufnehmen können. Durch die intensive Therapie wird das Sprechen kontinuierlich verbessert, ebenso wie das Verstehen, Lesen und Schreiben. In die Arbeit der Therapeuten werden auch häufig die engsten Angehörigen, die Ehepartner oder Kinder mit einbezogen. Sie können den Betroffenen beispielsweise mit vertrauten Gesten helfen, wenn die Suche nach einem bestimmten Wort schwerfällt.

Fazit zur Sprachstörung Aphasie

Keine Form der Aphasie gleicht der anderen, daher ist es für den Arzt nicht einfach, die richtige Diagnose zu stellen. So spielt es eine Rolle, wie flüssig der Betroffene noch sprechen kann und wie inhaltsreich das Gesagte ist. Die Störung des Sprachverständnisses ist ein wichtiger Aspekt und wie stark die Kommunikationsfähigkeit im Alltag eingeschränkt ist. Moderne Geräte, wie das Tablet oder das Smartphone, können heute den Menschen helfen, die unter Aphasie sehr. Vielleicht helfen sie auch dem beliebten Schauspieler Bruce Willis dabei, eines Tages die Sprache wiederzufinden.

Bild: © Depositphotos.com / designer491

Ulrike Dietz