Verzicht auf Alkohol und was das für den Körper bedeutet

Verzicht auf Alkohol und was das für den Körper bedeutet

Mit dem Aschermittwoch beginnt für viele Menschen auch die Fastenzeit. In den sechs Wochen bis wird dabei auf schlechte Gewohnheiten verzichtet, wie beispielsweise auf das Trinken von Alkohol. Der Verzicht auf Alkohol ist aber nicht nur ein Fastenritus, sondern zugleich eine Möglichkeit, den Körper und vor allem die Leber zu entlasten. Wie wirkt sich dieser Verzicht auf Alkohol aber tatsächlich auf den Körper und die Seele aus?

Die Organe können sich erholen

Wer eine freiwillige Trinkpause einlegt, sorgt in erster Linie für eine Regeneration der Organe und der zahlreichen Körperfunktionen. Am meisten kann die Leber profitieren, denn sie entfettet sich während der Fastenzeit. Damit wird die Funktion verbessert, die Leberwerte erholen sich deutlich und auch der Fettstoffwechsel kann profitieren. Durch den Verzicht auf Alkohol sinkt nicht nur der Blutdruck, auch die schädlichen Auswirkungen auf die Gefäße werden vermindert. Wird auf Alkohol verzichtet, normalisiert sich das Herz, zudem nimmt die Wahrscheinlichkeit von und Pulsrasen deutlich ab. Der Magen muss weniger Säure produzieren und Entzündungsprozesse bessern sich. Die Bauchspeicheldrüse wird ebenfalls entlastet, was bessere Blutzuckerwerte zur Folge hat. Auf lange Sicht gesehen sinkt sogar das Risiko, an Diabetes zu erkranken.

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Was kann der Verzicht auf Alkohol noch bewirken?

Alle, die sich entschließen, sechs Wochen auf Alkohol zu verzichten, werden besser schlafen und ganz nebenbei noch an Gewicht verlieren. Viele Menschen, die mit dem Trinken pausieren, verlieren an Körperfett, zum einen, weil Alkohol reichlich Kalorien enthält und zum anderen, weil sie mehr Energie für sportliche haben. Wer regelmäßig treibt, wird schnell feststellen, dass die Ausdauerleistung besser wird. Alle, die eher selten Sport treiben, fühlen in der Alkoholpause wieder die Freude am Sport. Alkohol gilt als Einschlafhilfe, aber der Schlaf ist wenig erholsam. Zudem leiden diejenigen, die alkoholisiert zu Bett gehen, nicht selten unter . Gesünder und erholsamer wird der Schlaf, wenn der Alkohol keine Rolle mehr spielt.

Bewusster mit Alkohol umgehen

Die Fastenzeit bietet sich an, bewusster mit Alkohol umzugehen und über die eigenen Trinkgewohnheiten nachzudenken. In einer britischen Studie haben mehr als 2000 Teilnehmer darüber berichtet, auf welche Weise vier Wochen Abstinenz ihren Umgang mit Alkohol beeinflusst haben. 82 Prozent denken seither intensiver über ihren Umgang mit alkoholischen Getränken nach, mehr Kontrolle über ihren Alkoholkonsum hatten 80 Prozent. Für 76 Prozent war es interessant, mehr darüber zu erfahren, wann und warum sie überhaupt trinken. 71 Prozent haben erkannt, dass sie keinen Alkohol brauchen, um Spaß am Feiern zu haben. Sechs Monate nach der Studie tranken die Teilnehmer sogar deutlich weniger Alkohol als vorher, statt der sonst üblichen vier Drinks waren es jetzt nur noch drei Drinks in der Woche.

Fazit zum Verzicht auf Alkohol

Wer die Fastenzeit zwischen dem Aschermittwoch und Ostern nutzen will, um keinen Alkohol mehr zu trinken, sollte die Zeit nutzen und ein Tagebuch führen. Auf diese Weise lassen sich die positiven Veränderungen in diesem Zeitraum am besten beobachten und dokumentieren. Dies ist eine sehr gute Motivationshilfe, nicht mehr so viel Alkohol zu trinken. Wer mehr Unterstützung braucht, sollte sich an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wenden. Spezielle Angebote, wie die „Kenn-dein-Limit-Kampagne“, kann diejenigen unterstützen, die weniger oder gar keinen Alkohol mehr trinken wollen.

Bild: © Depositphotos.com / ufabizphoto

Ulrike Dietz