Warum die Frauenkrankheit Endometriose so gefährlich sein kann

Warum die Frauenkrankheit Endometriose so gefährlich sein kann

Viele Frauen leiden unter starken Schmerzen während der , aber nicht jede Frau denkt dabei an Endometriose. Rund 15 Prozent aller Frauen sind von dieser betroffen, die im schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit führen kann. Jetzt gibt es eine Kampagne, um auf die Frauenkrankheit Endometriose bundesweit aufmerksam zu machen. Eine Reihe von Prominenten haben sich der Kampagne bereits angeschlossen und berichten öffentlich über ihren Leidensweg.

Was genau ist die Frauenkrankheit Endometriose?

Bei Frauen, die an Endometriose erkrankt sind, bilden sich außerhalb der Gebärmutterhöhle Wucherungen im Gewebe, zum Teil jedoch im Verdauungstrakt. Die entzündlichen Herde der Frauenkrankheit Endometriose siedeln sich zusammen mit Zysten an den Eierstöcken an. In ihrer Struktur ähneln sie dabei der Gebärmutterschleimhaut. Das erkrankte Gewebe ist abhängig vom Östrogenspiegel, es wächst also mit dem monatlichen und wird ebenso wieder abgestoßen. Damit treten die Symptome der Endometriose stets begleitend zur Regelblutung auf. Der Unterschied zur normalen Periode ist aber, dass die Reste des Gewebes und des Blutes verstoffwechselt werden, sie bleiben im Körper und bilden Zysten.

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Welche Symptome sind typisch?

Die Symptome der Frauenkrankheit Endometriose sind immer individuell, es richtet sich nach der Schwere der Krankheit. Je nachdem, wo der Krankheitsherd und damit die Zysten liegen, sind Blutungen aus dem Darm oder der Blase möglich. Die Zysten sind, immer abhängig von den Hormonen, vor und besonders während der Periode sehr schmerzhaft. Dies ist vor allem beim Toilettengang sowie beim Sex der Fall. In vielen Fällen werden Frauen, bedingt durch die Krankheit, sogar unfruchtbar. In Deutschland liegt der Anteil des unerfüllten Kinderwunschs, bedingt durch Endometriose, zwischen 40 und 60 Prozent.

Wie wird die Krankheit festgestellt?

Endometriose zu diagnostizieren, ist nicht ganz so einfach. Oft kann die Krankheit nur mit der sogenannten Schlüssellochtechnologie, also einer Bauchspiegelung entdeckt werden. Die entzündlichen Herde der Endometriose sind weder auf dem Ultraschall noch im CT oder MRT zu erkennen. Behandelt wird die Erkrankung erst, wenn die Patientinnen über Beschwerden klagen oder der Wunsch nach einem Kind nicht erfüllt wird.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Bei extrem starken Beschwerden in Form von Schmerzen im Unterbauch und im Rücken wird der Arzt starke Schmerzmittel verordnen. Ein anderer Weg, die Endometriose erfolgreich zu behandeln, ist es, Hormonpräparate wie beispielsweise die Pille zu verordnen. Sie hält den Östrogenspiegel niedrig und kann damit sowohl die Neubildung als auch die Vergrößerung der Zysten verhindern. Inzwischen versetzen die Ärzte die betroffenen Frauen auch mittels einer entsprechenden Spritze künstlich in die Wechseljahre, um die heftigen Reaktionen der zu unterdrücken. In schweren Fällen werden die Zysten noch mit Laparoskopie entfernt, einer Bauchspiegelung. Wenn die betroffenen Frauen Glück haben, gelingt so etwas dauerhaft. Bei der Hälfte der so behandelten Frauen kommt die Endometriose aber wieder zurück.

Fazit zu Frauenkrankheit Endometriose

Inzwischen gibt es eine Petition #EndoEndoSilence2, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, mit einer nationalen Strategie gegen die Krankheit vorzugehen. Die betroffenen Frauen fordern mehr Kampagnen, mehr Fördergelder für die Forschung und einen Aktionsplan. Die Kampagne will erreichen, dass die Endometriose nicht mehr auf Unverständnis stößt, denn sie gehört nach dem UK Health Service zu den 20 schmerzhaftesten , die es gibt. 83.000 Unterschriften sind bereits zusammengekommen und es sollen noch viel mehr werden.

Bild: © Depositphotos.com / Milkos

Ulrike Dietz