Anzeichen für Speiseröhrenkrebs richtig erkennen

Anzeichen für Speiseröhrenkrebs richtig erkennen

Der Speiseröhrenkrebs ist eine eher seltene Krebsart in Deutschland, vielleicht werden die typischen Symptome für diese heimtückische Krankheit deshalb so spät erkannt. Männer sind häufiger als Frauen betroffen, das Alter und die Risikofaktoren sind ebenfalls wichtige Kriterien im Kampf gegen den Krebs, der der Speiseröhre befällt. Die Anzeichen für Speiseröhrenkrebs sind unspezifisch und zumindest am Anfang nur schwach ausgeprägt, was die Krankheit so gefährlich macht.

Welche Anzeichen für Speiseröhrenkrebs gibt es?

Da die Symptome für Speiseröhrenkrebs nicht so stark ausgeprägt sind, werden sie, wenn überhaupt, nur im Rahmen von anderen Krankheiten wahrgenommen. Nicht jeder denkt bei Schluckbeschwerden sofort an Speiseröhrenkrebs und geht zu einem . Stellt dieser einen fest, dann ist der Krebs in der Regel schon weit fortgeschritten. Die Schluckbeschwerden sind das wohl wichtigste Anzeichen für Speiseröhrenkrebs, sie entstehen durch den Tumor, der die Speiseröhre verengt. Die Betroffenen haben immer größere Probleme damit, feste Nahrung zu sich zu nehmen, später gibt es sogar Schwierigkeiten bei weicher, breiiger und selbst bei flüssiger Nahrung.

Was deutet sonst noch auf Speiseröhrenkrebs hin?

Die Anzeichen für Speiseröhrenkrebs sind vielfältig. Folgende Symptome können auf die Erkrankung hindeuten:

  • Ein Druckgefühl oder brennende Schmerzen hinter dem Brustbein.
  • Häufiges Aufstoßen und Sodbrennen.
  • Häufiges Verschlucken, da die Nahrung in die Atemwege gelangt.
  • Krampfartige Schmerzen in der Speiseröhre.
  • Plötzliche Appetitlosigkeit
  • im Stuhlgang, blutiges Erbrechen und schwarz gefärbter, sogenannter Teerstuhl.
  • Das Gefühl, bestimmte Nahrungsmittel nicht mehr vertragen zu können.

Im späteren Stadium kommen noch ein deutlicher Gewichtsverlust und Heiserkeit dazu, die auf Speiseröhrenkrebs hindeuten.

Die unterschiedlichen Karzinome

Krebs der Speiseröhre ist ein bösartiger Tumor, der sich in einem Muskelschlauch zwischen dem Mund, dem Rachen und dem Magen bildet. Der Krebs wird in zwei Karzinomarten unterschieden:

  • Das Adenokarzinom
  • Das Plattenepithelkarzinom

Beim Adenokarzinom verändern sich die Zellen der Drüsenschleimhaut und das Karzinom entsteht im unteren Drittel der Speiseröhre. In den vergangenen Jahren ist diese Karzinomart beim Speiseröhrenkrebs angestiegen und macht heute rund ein Drittel der Fälle aus.

Der Ursprung des Plattenepithelkarzinoms liegt in den Epithelzellen. Diese Krebsform entsteht immer, wenn sich die obere Schicht der Schleimhaut oder die Deckzellenschicht verändert. In der Folge kann sich der Krebs ungebremst vermehren und die ganze Speiseröhre betreffen. 60 Prozent aller Fälle ist darauf zurückzuführen.

Welche Ursachen gibt es?

Im Detail sind die Ursachen beim Speiseröhrenkrebs noch nicht aufgeklärt. Eine der Ursachen für beide Formen ist jedoch das Rauchen. Menschen, die rauchen, erkranken drei-bis-sechsmal so häufig an diesem Krebs als Nichtraucher. Ein weiterer gesicherter Risikofaktor ist der Alkohol, der besonders häufig ein Plattenepithelkarzinom auslöst. Eine Verengung der Speiseröhre, die durch Verätzung oder Säure verursacht wurde, kann ebenfalls Krebs auslösen. Die Refluxkrankheit, also chronisches Sodbrennen, kommt ebenfalls als möglicher Verursacher infrage.

Fazit zu Anzeichen für Speiseröhrenkrebs

Viele Forscher vermuten, dass auch Adipositas, und Fettleibigkeit Speiseröhrenkrebs auslösen können. Vor allem das Adenokarzinom, was nur das untere Drittel der Speiseröhre betrifft, kommt in diesen Fällen häufiger vor als das Plattenepithelkarzinom. Zwei weitere Risikofaktoren sind Bauchfett und ein deutlich erhöhter Umfang der Taille. Obwohl sich die Diagnostik und die in den letzten Jahren verbessert haben, gilt die Diagnose Speiseröhrenkrebs nach wie vor als sehr ungünstig, da der Tumor oftmals zu spät entdeckt wird.

Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

Ulrike Dietz