Alte Gemüsesorten neu entdecken

Alte Gemüsesorten neu entdecken

Exotisches Obst und Gemüse sind im Trend, aber es muss nicht immer das Gemüse vom anderen Ende der Welt sein, denn alte Gemüsesorten, die die Oma noch im Garten hatte, schmecken ebenso gut, wenn nicht sogar noch besser. Gemüsesorten, die längst aus dem Blickfeld verschwunden sind, haben einen ganz besonderen Geschmack, sie stammen aus ursprünglichem und naturreinen Saatgut, sie werden nur in kleinen Mengen angebaut und sie kommen garantiert aus Deutschland. Aber welche alten Gemüsesorten sind besonders schmackhaft und kann man diese Sorten auch im heimischen Garten anpflanzen?

Alte Gemüsesorten – die besten Bohnen

Schon im Mittelalter wurden Saubohnen, die viele vielleicht unter dem Namen Ackerbohnen oder schlicht dicke Bohnen kennen, für ihren hohen Gehalt an Eiweiß und Stärke sehr geschätzt. Die Bohnen, die problemlos in jedem Garten wachsen, haben ein angenehm nussiges Aroma, sie haben wenig Kalorien und sind bis heute sehr wertvolle Mineralstofflieferanten. Die Bohnen müssen vor dem Kochen aus ihren Hülsen gelöst werden, dann werden sie blanchiert und schließlich von ihrer dicken Haut befreit. Dicke Bohnen schmecken hervorragend zu Speck, als Eintopf oder auch mit Gorgonzola-Sauce. Auch Stangenbohnen wachsen im heimischen Garten und sie sind, was die Zubereitung angeht, sehr vielfältig. Die länglichen Bohnen schmecken einfach köstlich, und zwar als Gemüse, Suppeneintopf und auch als Salat.

Leckere Rüben

Alte Gemüsesorten – das sind auch Rüben, die vor allem an kalten Wintertagen sehr gut schmecken. Die Steckrübe liefert viele Kohlehydrate, sie hat einen einzigartig süß-herben Geschmack und erlebt bei vielen Sterneköchen gerade eine Art Renaissance. Gedünstet, frittiert oder püriert wird die Steckrübe zu einer tollen Beilage zum Fleisch, sie kann aber auch als Cremesuppe oder als Gratin zusammen mit Äpfeln und Kartoffeln überzeugen. Im Mittelalter waren auch Butterrüben ein sehr beliebtes Gemüse, denn sie sind reich an Ballaststoffen und Wasser, was sie für eine Diät perfekt macht. Der Geschmack erinnert an Steckrüben und besonders zu Fisch sind Butterrüben eine echte Delikatesse.

Mangold, Rübstiel und Navetten

Wer alte Gemüsesorten sucht, der kommt an Mangold, Navetten und auch am Rübstiel nicht vorbei. Mangold könnte man neudeutsch auch als Analogspinat bezeichnen, denn es schmeckt ähnlich und ist ebenso gesund. Mangold hat viel Vitamin K und E, er wird wie Spinat zubereitet und kann auch zum Einwickeln von Fleisch verwendet werden. Von Mai bis November erhältlich, schmeckt Mangold als Lasagne und mit getrockneten Tomaten einfach köstlich. Rübstiel oder Stielmus ist ein typisches Frühlingsgemüse, was lange aus den Gemüsegärten verschwunden war. Für eine optimale Versorgung mit Mineralstoffen sowie den Vitaminen A und C ist Rübstiel genau das Richtige. Wenn es um alte Gemüsesorten geht, dann darf auch die lilafarbene Navette nicht fehlen, ein Gemüse, das den Rüben sehr ähnlich ist. Navetten können roh, aber auch gedünstet gegessen werden und sie schmecken als Quiche, aber auch zum Fisch ausgezeichnet.

Ur-Kohl, Portulak und Pastinaken

Nur wenige kennen den Ur-Kohl, den Portulak und die Pastinaken, aber wenn es um alte Gemüsesorten geht, dann sollte dieses köstliche Trio immer dazu gehören. Den Portulak gibt es seit mehreren tausend Jahren und er kann vor allem durch seinen frischen, nussigen Geschmack überzeugen. Portulak kann als Salat, als Gemüse und auch als Gewürz für Suppen oder Soßen verwendet werden, besonders gut harmoniert diese tolle Gemüseart mit Ziegenkäse, mit Sesamöl oder mit Parmesankäse. Heute fast vergessen, gehörten Pastinaken im 18. Jahrhundert zu den Grundnahrungsmitteln, und das aus gutem Grund. Das Wurzelgemüse ist reich an Vitaminen und da es leicht bekömmlich ist, wird es auch für die Kindernahrung genutzt. Pastinaken können gebraten, püriert, gekocht oder auch roh gegessen werden. Alte Gemüsesorten wie zu Omas Zeiten, wären ohne den Ur-Kohl nicht denkbar. Der Kohl hat eine lange Geschichte und ist anders als der klassische Weißkohl, sehr gut verträglich.

Bild: © Depositphotos.com / aguirre_mar

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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