Kopfschmerzen – Formen, Ursachen & Behandlungsmöglichkeiten

Kopfschmerzen – Formen, Ursachen & Behandlungsmöglichkeiten

Kopfschmerzen sind schmerzhaft, lästig und für die Betroffenen in den allermeisten Fällen eine starke Alltagsbelastung. Doch welche Kopfschmerzarten gibt es? Welche Ursachen liegen ihnen zugrunde und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, um den Schmerz zu lindern.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über das hochaktuelle Thema „Kopfschmerzen“.

Was sind eigentlich Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen können in ganz unterschiedlichen Formen auftreten. Die einen empfinden den Schmerz eher als ein Pochen, andere spüren hingegen einen permanenten Druck oder sogar einen intensiven, stechenden Schmerz!

Ganz egal, wie sich Kopfschmerzen auch äußern, die Ursache ist immer dieselbe, nämlich eine Reizung der schmerzempfindlichen Schädelareale. Welche Faktoren jedoch genau die Reizung auslösen, ist von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich. Es gibt rund 250 verschiedene Arten von Kopfschmerzen, die sich jedoch exakt klassifizieren und gruppieren lassen. So hat die IHS, die International Headache Society, 14 unterschiedliche Klassifikationen unterteilt.

Die unterschiedlichen Kopfschmerzarten

Medizinisch wird zwischen primären sowie sekundären Kopfschmerzen unterschieden. Der primäre Kopfschmerz tritt ohne eine konkrete Ursache auf. Sekundäre Kopfschmerzen sind hingegen symptomatische Schmerzen, zum Beispiel infolge anderer Erkrankungen oder Verletzungen.

Primärere Kopfschmerzen

Die Mehrheit aller Betroffenen leidet unter primären Kopfschmerzen, meistens in Form einer Migräne oder eines Spannungskopfschmerzes. Diese Beschwerden dauern im Allgemeinen nur wenige Stunden an, können jedoch auch über mehrere Tage bestehen bleiben. Der Kopfschmerz ist hier die Krankheit selbst und für diese gibt es so viele verschiedene Ursachen, dass sie im Einzelnen gar nicht erklärbar oder bekannt sind.

Sekundäre Kopfschmerzen

Diese Form des Kopfschmerzes ist weitaus seltener. Sekundäre Kopfschmerzen treten beispielsweise nach einer Verletzung, wie einem Sturz auf den Kopf, auf. Doch auch Erkrankungen wie eine Hirnhautentzündung, Gefäßentzündungen, Augenkrankheiten oder Halswirbelsäulenprobleme können zu sekundären Kopfschmerzen führen.

Die einzelnen Symptome unterscheiden sich bei dieser Kopfschmerzart deutlich voneinander und sind ausschlaggebend für eine klare Diagnosestellung.

Welche Symptome können auftreten?

Welche Symptome sich im Einzelfall zeigen, ist zum Beispiel abhängig von der jeweiligen Kopfschmerzart. Im Allgemeinen leiden die Betroffenen jedoch unter einem pulsierenden, stechenden oder sehr unangenehm drückenden Schmerz in der Schädelregion. So verursachen zum Beispiel Spannungskopfschmerzen eher pressende und drückende Schmerzen an der Stirn sowie den Schläfen. Ebenfalls kann es zu schmerzhaften Verspannungen der Schulter- und Nackenmuskulatur kommen. Die betroffenen Personen beschreiben den Spannungskopfschmerz so, als ob sie ein sehr enges Stirnband tragen würden.

Vom Intensitätsgrad her, sind diese Schmerzen eher leicht bis mittelstark. Nach wenigen Stunden lassen die Symptome jedoch nach. Nach einer medikamentösen Behandlung klingen die Beschwerden sogar noch rascher ab.

Demgegenüber stehen sogenannte Cluster-Kopfschmerzen! Sie sind vom Intensitätsgrad des Schmerzes kaum auszuhalten. Der Cluster Kopfschmerz ist kein lästiger Begleiter im Alltag, sondern erschwert maßgeblich die Bewältigung der täglichen Aufgaben und Herausforderungen. Diese Beschwerden halten über mehrere Stunden hinweg an und rufen einen enorm starken Schmerz hervor, der von den betroffenen Personen als stechend und brennend beschrieben wird.

Die Schmerzen lokalisieren sich vor allem einseitig im Augenbereich sowie an der Schläfe.

Zusätzlich zu den intensiven Schmerzen treten beim Cluster-Kopfschmerz noch weitere Begleiterscheinungen auf, so etwa ein gerötetes oder tränendes Auge. Ebenso kann es zu einer einseitig verstopften oder laufenden Nase kommen. Ein herabhängendes Augenlid, Rötungen oder Augenschwellungen sind ebenfalls keine Seltenheit.

Die hiervon betroffenen Personen sind häufig sehr unruhig, laufen umher und haben permanent das Bedürfnis an die frische Luft zu gehen.

Migränebeschwerden – was steckt dahinter?

Migränebeschwerden sind mittel bis starke Kopfschmerzen, die sich ähnlich wie ein Pulsieren und ein Pochen anfühlen. Die Schmerzen treten in den meisten Fällen einseitig auf, wobei die betroffene Seite von Migräneanfall zu Migräneanfall auch wechseln kann.

Stress, Lärm, Bewegung und Licht intensivieren die Migränebeschwerden nur noch mehr. Es gibt viele verschiedene Ursachen für dieses Leiden. Stress gilt zum Beispiel als eines der Hauptgründe, doch auch andere beeinflussbare Faktoren können diesen intensiven Kopfschmerz auslösen.

Hierzu gehören:

  • Rauchen
  • Alkoholgenuss
  • Schlafmangel
  • Mangel an Bewegung
  • Nicht ausreichende Flüssigkeitsversorgung.

Durch eine gesunde und aktive Lebensweise nehmen die Beschwerden im Allgemeinen ab.

Wie kann eine genaue Diagnose gestellt werden?

Wenn Kopfschmerzen besonders intensiv auftreten und die eigene Lebensqualität maßgeblich mindern, sollte unbedingt ein entsprechender Facharzt aufgesucht werden. In einem ersten Schritt sollten im Idealfall folgende Fragestellungen geklärt werden:

  • Wie fühlen sich die Schmerzen an?
  • Seit wann bestehen die Beschwerden?
  • Wo sind die Schmerzen lokalisiert?
  • Wie intensiv sind die Schmerzen ausgeprägt?
  • Was trägt zu einer Schmerzlinderung bei?
  • Gibt es zusätzliche Begleiterscheinungen wie etwa Übelkeit, Schwindel oder Erbrechen?
  • Gibt es bestimmte Auslöser für den Schmerz, beispielsweise besonders hektische Tage oder gewisse Nahrungsmittel?

In diesem Fall ist ein Kopfschmerztagebuch sehr sinnvoll, denn auf dieser Grundlage kann der Arzt die Beschwerden deutlich besser nachvollziehen und eine Diagnose fällen. Unter Umständen müssen noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden wie etwa eine Labor-Blutuntersuchung oder bildgebende Untersuchungen vom Kopf. Dadurch sollen andere mögliche Grunderkrankungen ausgeschlossen werden.

Behandlung von Kopfschmerzen

Zum einen gibt es die Möglichkeit der medikamentösen Behandlung etwa mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Aspirin.

Zum anderen helfen Maßnahmen wie ausreichend Schlaf, viel Bewegung, eine adäquate Flüssigkeitsversorgung sowie eine gesunde und vollwertige Ernährungsweise.

Eine besondere Bedeutung kommt auch dem Stressabbau zu. Stress ist ein wesentlicher Entstehungsfaktor und aus diesem Grund sollte hier präventiv gehandelt werden. Gehen Sie so oft es nur geht an die frische Luft, versuchen Sie es mit einer Meditation oder einem sanften Yoga-Workout.

Führen Sie ein Schmerztagebuch, um auch mögliche Trigger – das heißt Auslöser – von Kopfschmerzen zu identifizieren. So können nämlich beispielsweise auch bestimmte Nahrungsmittel zu Schmerzattacken führen. Besonders bekannt hierfür sind Käse oder Rotwein, also histaminhaltige Nahrungsmittel, die den Stoff Tyramin enthalten. Die Verträglichkeit ist hier aber von Person zu Person ganz unterschiedlich.

Sprechen Sie auch immer mit Ihrem Arzt über Ihre Beschwerden und gewinnen Sie somit wieder ein Plus an Lebensqualität und Wohlbefinden zurück.

Bildquelle: Pixabay

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Christina Zoicas ist im Onlinemarketing sowie in der Suchmaschinenoptimierung tätig und lebt im wunderschönen Münchener Umland. Zudem betreibt sie gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin eine eigene Textagentur und schreibt erfolgreich Artikel und Bücher im Ernährungs-, Medizin- und Fitnessbereich.

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