Wie eine Peyronie behandelt wird

Wie eine Peyronie behandelt wird

Eine gesunde Libido gehört zu den Trieben, die den Menschen ausmachen. Den meisten Personen bereitet es keine Probleme, der Lust nachzugehen, da ihre Geschlechtsorgane normal ausgeprägt sind. Vor allem bei älteren Männern kann es allerdings passieren, dass die so genannte Peyronie einen normalen Geschlechtsverkehr erschwert oder gar verhindert. Die Krankheit zeigt sich dadurch, dass sich am Schwellkörper des Penis Verhärtungen bilden. Diese machen es unmöglich, dass das Geschlechtsteil bei der Erektion eine gerade Form beibehält. Stattdessen ist eine Krümmung zu erkennen, die im weiteren Verlauf der Erkrankung immer stärker wird. Sollten keine Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, dann kann sich die Krümmung auf bis zu 90 Grad ausprägen. Sex ist in diesem Zustand des Penis dann nicht mehr möglich.

Winzige Verletzungen

Wie genau die Peyronie entsteht, gibt der medizinischen Wissenschaft noch immer einige Rätsel auf. Die wahrscheinlichste Ursache sind winzige Verletzungen, die sich der Penis im Laufe der Zeit immer wieder zuzieht. Bewirkt werden sie durch die Stauchungen, die beim Geschlechtsverkehr passieren. Irgendwann können die Verletzungen zu einer Entzündung am Schwellkörper führen. Die Selbstheilungsprozesse des Körpers sorgen dann dafür, dass die geschädigten Zellen entfernt werden und neue entstehen. Da sich dieser Vorgang ständig wiederholt, bilden sich an der betroffenen Stelle allmählich Plaques. Das sind Verhärtungen, die die Erektion des Penis beeinträchtigen. Sie können nicht nur zu der bereits beschriebenen Verhärtung führen, sondern auch zu generellen Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen. Zudem kann das Gewebe um die Plaques beim Sex einreißen, was Schmerzen verursacht.

Zwei Arten der Operation

Wie die Peyronie behandelt wird, hängt davon ab, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Im Normalfall bevorzugen Urologen eine konservative Vorgehensweise. Nur dann, wenn aufgrund einer sehr starken Verkrümmung des Penis kein Geschlechtsverkehr mehr möglich ist, wird eine Operation durchgeführt. Grundsätzlich gibt es zwei Methoden, der Peyronie operativ entgegenzuwirken. Die gängige ist, die gesunde Seite des Penis zu verkürzen, um so das Geschlechtsteil wieder zu begradigen. Weniger üblich ist es, die Plaques zu entfernen. Diese Operation erfordert eine Menge Können und Erfahrung, weshalb sie nur von wenigen Medizinern durchgeführt wird. Generell kann eine operative Behandlung der Peyronie dazu führen, dass die Erektionsfähigkeit des Penis beeinträchtigt wird oder es zu einer Taubheit des Geschlechtsorgans kommt.

Behandlung mit Expander

Die gängige Art, gegen Peyronie vorzugehen, ist daher der Einsatz eines medizinischen Expanders. Ein recht bekanntes Modell ist der PeniMaster, der je nach Modell auf zwei Arten Zugkraft auf den Penis ausübt. Stangen oder Gurte mit variabler Länge sorgen dafür, dass das Geschlechtsteil über mehrere Stunden täglich in einer bestimmten Position gehalten wird. Die Zugkraft, die aus gesundheitlichen Gründen 1.200 Gramm nicht überschreiten sollte, begradigt den Penis im Laufe der Behandlung wieder. Im optimalen Fall gewinnt er auch wieder ein wenig an Länge. Der Expander ist so gestaltet, dass selbst eine langfristige Nutzung keine Schäden am Penis verursachen kann. Sowohl das Gewicht, das auf das Geschlechtsorgan wirkt, als auch die Konstruktion ist auf maximale Sicherheit ausgelegt. Das Gerät passt sich der Eichel an – ganz gleich, ob der Penis beschnitten oder unbeschnitten ist – und quetscht diese nicht ein. Somit kann der Expander also bedenkenlos für die Behandlung der Peyronie eingesetzt werden.

 

Bildquelle: AdobeStock_216497631

Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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