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Botulismus – eine lebensgefährliche Vergiftung

Botulismus – eine lebensgefährliche Vergiftung

Auch wenn es eine seltene Form der Vergiftung ist, wer sich mit dem Bakterium Clostridium botulinum vergiftet, der muss um sein Leben kämpfen. Botulinumtoxin ist eines der gefährlichsten und tödlichsten Gifte dieser Welt, das in verpackten Wurstwaren, ebenso wie in Konserven zu finden ist. Botulismus löst schwerste Nervenstörungen aus, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Welche Symptome treten bei dieser Vergiftung auf, wie wird sie behandelt und welche Risikofaktoren gibt es? Wie verläuft die Krankheit und welche Prognose stellen die Ärzte bei Patienten mit Botulismus?

Ein tödliches Gift

Umgangssprachlich ist Botulismus eine Fleischvergiftung, da sich die Bakterien besonders in einer Umgebung wohlfühlen, die sehr reich an Eiweiß ist. Wenn dann noch ein Vakuum wie in einer Konservendose dazukommt, dann vermehrt sich das Bakterium explosionsartig. In der Natur gibt es kaum ein anderes Gift, das so effektiv ist, jedoch hat es auch weniger gefährliche Seiten. Unter dem Namen Botox ist das Gift aus der Schönheitsindustrie nicht mehr wegzudenken. Es lähmt die Nerven und glättet auf diese Weise die unschönen Falten, beispielsweise auf der Stirn. Die Sporen des Bakteriums kommen auch in natürlichen Lebensräumen wie dem Meeresboden, bevorzugt in der Ostsee und auch auf Feldern vor. Die meisten Menschen vergiften sich mit Botulinumtoxin, in dem sie verdorbene Lebensmittel zu sich nehmen. Das kann durch Lebensmittel aus Weckgläsern der Fall sein, wie auch durch Konserven, Wurst, durch luftdicht verpackte geräucherte Waren und fischhaltige Lebensmittel.

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Die Symptome des Botulismus

Kommt es zu einer Ansteckung mit dem Bakterium, dann lassen die Symptome keine Zweifel zu. Charakteristisch sind Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und qualvolle Bauchkrämpfe. Schädigt das Gift die Nervenzellen, dann kommt es zu Lähmungserscheinungen am ganzen Körper. Besonders betroffen sind jedoch die Muskeln im Kopf- und Halsbereich, die Patienten haben Probleme beim Schlucken und Sprechen. Später kommen Lähmungen der Arme und Beine dazu, die nur noch schlaff herunterhängen. Die Patienten beginnen, Doppelbilder zu sehen, die Augenlider hängen herab und der Mund ist extrem trocken. Nach dem Durchfall leiden die Betroffenen unter hartnäckiger Verstopfung und ihre Pupillen sind unnatürlich weit.

Risiken und Ursachen

Das Gift ist deshalb so gefährlich, weil es die Übertragung von Signalen zwischen den Nerven und den Muskeln blockiert. Das verursacht die Lähmungserscheinungen. Fleisch- und Fischkonserven, unter unhygienischen Bedingungen verpackt, sind der ideale Nährboden für das tödliche Bakterium, auch Gemüse, das in Öl eingelegt ist, gilt als Risikofaktor. Das Bakterium ist ausgesprochen widerstandsfähig, es trotzt Frost ebenso wie Hitze oder Austrocknen. Allerdings lässt es sich bei 100° Grad und einer Kochzeit von 15 Minuten deaktivieren. Die Sporen hingegen überstehen die Hitze, sie vermehren sich weiter und bilden in einem späteren Stadium das gefährliche Gift. Bei Kindern bedeutet der Verzehr von Honig eine Gefahrensituation. Sie nehmen das Gift im Darm auf, es gelangt über das Blut bis in die Nervenzellen. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist bei Botulismus aber nicht möglich.

So stellt der Arzt die Diagnose

Meist sind es die Symptome, die dem Arzt die Diagnose leicht machen. Bei Verdacht auf Botulismus erfolgt eine Untersuchung der Speisereste entweder im Stuhl, im Inhalt des Magens oder im Blut. Da das Ergebnis in der Regel bis zu zwei Tage auf sich warten lässt, bekommt der Patient, da die Zeit drängt, bereits prophylaktisch das Gegengift. Besteht der Verdacht auf Wundbotulismus, dann legt der Arzt Wundkulturen aus dem Erreger an.

Wie sieht die Behandlung aus?

Auch wenn nur der Verdacht auf Botulismus besteht, muss der Patient auf sofort auf eine Intensivstation. Dort verabreichen ihm die Ärzte als erste Maßnahme ein Gegengift, um das Gift im zirkulierenden Blut zu neutralisieren. Rund 24 Stunden nachdem das Gift in den Organismus gekommen ist, hat sich das Toxin bereits gebunden. Sehr wichtig ist demzufolge, dass der Patient das Gegengift so schnell wie möglich bekommt, damit es noch wirken kann. Da es zu schweren allergischen Reaktionen kommen kann, testet der Arzt die Reaktion des Gegengiftes zunächst einmal auf der Haut. Hilfreich kann auch eine Magenspülung sein, ebenso wie ein Einlauf oder ein Abführmittel. Kommt es allerdings zu einer Lähmung der Atmung, muss der Patient sofort an die künstliche Beatmung.

Wie verläuft die Krankheit?

Die Inkubationszeit bei Botulismus liegt zwischen zwölf und 36 Stunden, je nachdem, wie der Patient das Gift aufgenommen hat. Je kürzer die Zeit zwischen Ansteckung und den ersten Symptomen ist, umso schwerer ist auch der Grad der Vergiftung. In einigen wenigen Fällen verzögert sich die Inkubationszeit auf bis zu acht Tage. Handelt es sich um einen sogenannten Wundbotulismus, bei dem sich der Patient über eine offene Wunde mit dem Bakterium infiziert hat, dann liegt die Inkubationszeit bei zehn Tagen. Botulismus ist eine sehr schwere, lebensbedrohliche Erkrankung, die durch eine Atemlähmung schnell zum Tod führen kann. Wird die Vergiftung jedoch rechtzeitig behandelt, dann ist die Prognose gut. Bekommt der Patient früh genug eine intensivmedizinische Behandlung, liegt die Sterblichkeit bei unter zehn Prozent. Wird Botulismus nicht behandelt, dann liegt die Sterblichkeit bei 70 Prozent.

Effektiv vorbeugen

Da Botulismus durch verdorbene Lebensmittel entsteht, ist es möglich, effektiv vorzubeugen. Folgende Maßnahmen schützen vor einer Vergiftung:

  • Das Verfallsdatum unbedingt beachten.
  • Konservendosen mit einem gewölbten Deckel nicht mehr öffnen oder den Inhalt verzehren.
  • Lebensmittel, die vakuumverpackt sind, unter einer Temperatur von 8° Grad lagern. Bei dieser Temperatur können sich die Keime nicht vermehren.
  • Im Zweifelsfall Lebensmittel bei 100° Grad 15 Minuten lang erhitzen, das zerstört das Gift.
  • Kinder unter einem Jahr sollten keinen Honig essen. Honig kann Sporen des Giftes enthalten und damit Auslöser für Botulismus sein.

Fazit

Botulismus ist eine Krankheit, die eher selten auftritt. In Mitteleuropa und in den USA erkranken im Jahr weniger als zehn Menschen an einer Vergiftung durch das Bakterium, schätzen Gesundheitsexperten. In der heutigen Zeit liegt die Ursache für die Erkrankung meist beim Verzehr von selbst eingemachten Lebensmitteln. Vor allem in Südeuropa so wie in asiatischen und südamerikanischen Ländern gibt es eine hohe Zahl an Erkrankungen, denn dort ist Botulismus nicht meldepflichtig, wie es in Europa der Fall ist. Zu den rätselhaften Krankheitsformen gehört der chronische Botulismus, der besonders häufig bei der Rinderhaltung vorkommt. Die Tiere erkranken an Verdauungsstörungen, sie bekommen Lähmungen, magern ab und sterben schließlich. Schuld an diesem chronischen Botulismus sind Gärreste aus Biogasanlagen, betroffen sind davon nur Wiederkäuer.

Bildquelle: © Pixabay

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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