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Zehn Mythen und Legenden zum Thema Krebs

Zehn Mythen und Legenden zum Thema Krebs

Um kaum eine andere Krankheit ranken sich so viele Mythen und Legenden wie um den Krebs. Das mag daran liegen, dass die Krankheit in vielen Bereichen noch nicht erforscht ist und dass sie vielfach als unheilbar gilt. Krebs ist tückisch und hinterlistig, er wiegt diejenigen, die betroffen sind, nach einer Behandlung in Sicherheit, um dann doppelt so schlimm wieder zuzuschlagen. Die Legenden zum Thema Krebs treiben mitunter seltsame Blüten und viele der Mythen haben bis heute Bestand. Aber was ist dran an den zahlreichen Mythen und Legenden zum Thema Krebs? Hier sind zehn Beispiele.

1. Verletzungen lösen Krebs aus

Es gibt einige Fälle, da scheint der Zusammenhang zwischen einer Verletzung und einer Krebserkrankung plausibel. Wenn der Arzt beispielsweise an der Stelle, an der es eine Verletzung gab, plötzlich einen Tumor findet. Es gibt tatsächlich Vermutungen, nach denen Quetschungen, Hämatome und Verletzungen durch Stöße und Schläge bei der Entstehung von Krebs förderlich sein können. Allerdings stammen diese Vermutungen aus längst vergangenen Zeiten, jedoch es gibt eine Ausnahme. Sowohl Brandnarben als auch Lymphödeme könnten für das Wachstum einiger Tumore verantwortlich sein, aber diese Kombination kommt nur sehr selten vor.

2. Weckt eine Operation den Tumor auf?

Für die Behandlung von Krebs gibt es eine Reihe von Standarduntersuchungen. Dazu gehören unter anderem Operationen und auch Biopsien. Zu den Legenden zum Thema Krebs gehört die felsenfeste Überzeugung vieler Menschen, dass das Skalpell die Tumore erst aufweckt und sie aggressiv macht. Ebenso viele Menschen sind davon überzeugt, dass Tumore sich erst richtig entfalten, wenn sie mit Luft in Berührung kommen. Ob das tatsächlich so ist, dafür gibt es jedoch keinerlei fundierte wissenschaftliche Beweise.

3. Ein zu eng sitzender BH löst Brustkrebs aus

Ebenfalls zu den Legenden zum Thema Krebs gehört das hartnäckige Gerücht, dass zu knapp sitzende Büstenhalter Brustkrebs auslösen. Diese These ist ein Märchen, denn Frauen mit einem etwas größeren Busen sind nicht anfälliger für Krebs als Frauen, die wenig Busen haben. Einige Studien aus den USA  behaupten allerdings, dass Frauen, die Körbchengröße C und D haben, ein höheres Risiko für Brustkrebs haben als Frauen mit einer kleinen Körbchengröße. Mit einem zu eng sitzenden BH hat das aber nichts zu tun.

4. Krebs ist ansteckend

Sehr viele Menschen haben große Angst, sich mit einer schweren Krankheit anzustecken. Krebs gehört zu den Krankheiten, vor denen die meisten Menschen Angst haben und daher ist ihre Furcht besonders groß, sich mit Krebs anzustecken. Diese Furcht ist aber vollkommen unbegründet, denn Krebs ist nicht ansteckend. Bei der Entstehung von einigen Krebsarten spielen jedoch Viren eine entscheidende Rolle. So beispielsweise beim Magenkrebs (Helicobacter pylori) und beim Gebärmutterhalskrebs (Humane Papilloma-Viren, HPV).

5. Hormone sind schuld an Krebserkrankungen

Das Hormone schuld sind, wenn sich bösartige Tumore bilden – auch das gehört zu den Legenden zum Thema Krebs. Allerdings handelt es sich nicht in jedem Fall um eine Legende. Die künstliche Zufuhr von Hormonen kann sowohl schützen als auch schaden. Frauen, die zur Verhütung Gestagen und Östrogen einnehmen, erhöhen ihr Brustkrebsrisiko, wenn auch nur in einem eher geringen Maße. Gleichzeitig schützen sie sich aber effektiv vor der Gefahr, an Eierstockkrebs oder Gebärmutterkrebs zu erkranken. Schwieriger ist es, wenn es um eine Hormonersatztherapie gegen die Beschwerden in den Wechseljahren geht. Hier sind die Studien eindeutig: Diese Hormontherapien sind riskant.

6. Es gibt Wunderpillen gegen Krebs

Heilpraktiker und dubiose Heiler behaupten immer mal wieder, sie haben eine Wunderpille gegen den Krebs gefunden. Das gehört eindeutig zu den Mythen und Legenden zum Thema Krebs. Nur die skrupellosen Quacksalber verdienen mit diesen Pillen und seltsamen Wunderkuren, für ihre Kunden hingegen kann es ein schlimmes Ende nehmen. Sie vernachlässigen die schulmedizinischen Therapien, die ihr Leben retten können. Es gibt kein Geheimrezept gegen den Krebs, keine Wunderpillen und auch keine Wunderkuren. Was es gibt, das sind einige alternative Heilmethoden, die eine klassische Krebsbehandlung unterstützen und die die zum Teil heftigen Nebenwirkungen mildern können.

7. Krebs kann ausgehungert werden

Auch sogenannte Krebsdiäten sind Legenden zum Thema Krebs, denn die bösartige Krankheit lässt sich nicht so einfach aushungern. Im Zusammenhang mit einer Krebsdiät ist immer wieder von einem Verzicht auf Zucker und Kohlenhydrate die Rede. Experten sind hier der Ansicht, dass dieser Verzicht überhaupt nichts bringt. Empfehlenswert ist eine ausgewogene Ernährung und die Patienten sollten nach Möglichkeit ihr normales Gewicht halten. Kommt es hingegen zu Untergewicht, dann kann das für die Kranken sehr schädlich sein.

8. Krebs ist die verdiente Strafe

Zu den Legenden zum Thema Krebs gehört nach wie vor auch die Ansicht, dass nur diejenigen Krebs bekommen, die ihn auch verdient haben. Bis heute sind viele Menschen der Meinung, dass die Krankheit eine Strafe für ein unmoralisches Verhalten ist. Das ist allerdings nur ein Mythos, der aber dazu diente, bestimmte Normen durchzusetzen. Das eigene Verhalten kann zwar den Krebs beeinflussen, allerdings spielt hier nicht die moralische Gesinnung eine Rolle, sondern ein nicht eben gesunder Lebensstil. Alkohol, Nikotin, ungesundes Essen und zu wenig Bewegung können Krebs auslösen, ein schlechter Charakter nicht.

9. Ungesundes Gemüse fördert den Krebs

In jedem Mythos und in allen Legenden zum Thema Krebs steckt auch immer ein Körnchen Wahrheit. Zu diesen Mythen gehört die Tatsache, dass es Gemüsesorten gibt, die der Gesundheit nicht sonderlich zuträglich sind. Es gibt Gemüse, das krank macht, grüne Tomaten gehören dazu, wie auch rohe Kartoffeln. In ungekochter Form enthalten Kartoffeln Alkaloide, die als giftig gelten. Reife Tomaten und gegarte Kartoffeln stellen hingegen kein Risiko dar, sie sind sehr gesund.

10. Vitaminpillen schützen vor Krebs

Eine Behauptung der Pharmaindustrie besagt, dass Vitaminpillen, die als Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt sind, besser vor Krebs schützen als frisches Obst. Zur Krebsvorbeugung sind diese Pillen denkbar ungeeignet. Nur wenn es Mangelerscheinungen gibt, dann können Vitaminpillen nach Absprache mit dem Arzt eine Ergänzung sein. Ansonsten gilt: Frisches Obst ist immer die bessere Wahl.

Fazit

Krebs hat viele Gesichter und es ranken sich ebenso viele Mythen und Legenden um das Thema Krebs. Wer an Krebs erkrankt ist, der sollte sich vertrauensvoll in die Hände eines Spezialisten begeben und eine schulmedizinische Therapie beginnen. Den Mythen und Legenden Glauben zu schenken, kann gefährliche Folgen haben.

© Photographee.eu / Fotolia

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.