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Das Karussell im Kopf – Schwindel ist lästig, aber meist harmlos

Das Karussell im Kopf – Schwindel ist lästig, aber meist harmlos

Jeder dritte Deutsche kennt das Gefühl: Alles dreht sich wie eine zu schnelle Fahrt auf einem Karussell, die Welt steht auf dem Kopf und der Boden wird unter den Füßen weggezogen. Schwindel oder Vertigo heißt dieses Phänomen. Einige sind häufiger von einem mittleren bis schweren Schwindelanfall betroffen, manche trifft es nie und wieder andere leiden unter Dauerschwindel. Wie entsteht Schwindel eigentlich und was verbirgt sich hinter diesem Symptom? Wie wird der Schwindel therapiert und was können die Betroffenen selbst tun?

Der Schwindel und seine Nebenwirkungen

Das Gefühl des Schwindels dauert in der Regel nicht länger als wenige Sekunden, kann aber für massige Störungen beim Gleichgewicht sorgen. Die Umgebung schwankt und dreht sich, was bei den Betroffenen für Unwohlsein sorgt. Zum Schwindel gesellen sich nicht selten Nebenwirkungen. Dazu gehören unter anderem Übelkeit und Ohrensausen, Benommenheit und Augenzittern. Viele Betroffene leiden zudem unter starken Schweißausbrüchen und selbst eine kurze Bewusstlosigkeit ist möglich. In den meisten Fällen verschwindet der Schwindel wieder von allein, es können aber auch Kopfschmerzen zurückbleiben. Während unter den jungen Menschen nur jeder sechste Deutsche von Schwindelattacken betroffen ist, trifft es in der Gruppe der über 60-jährigen jeden Dritten. Kleinkindern wird beim Autofahren oder auf einem Boot öfter schwindelig, da sich der Gleichgewichtssinn nur zögerlich entwickelt.

Die verschiedenen Formen

Schwindel ist nicht gleich Schwindel. Es gibt vier verschiedene Formen, wie der Schwindel auftreten kann:

  • Besonders häufig ist der Drehschwindel, bei dem die Betroffenen das Gefühl haben, die Umwelt dreht sich um sie. Dieser Schwindel tritt oft nach übermäßigem Alkoholgenuss auf, auch ein zu niedriger Blutdruck sorgt für das Karussell im Kopf. Zu den häufigsten Begleiterscheinungen gehören Ohrensausen, Übelkeit und Erbrechen.
  • An zweiter Stelle der am häufigsten vorkommenden Schwindelarten steht der Schwankschwindel. Dieser Schwindel sorgt für einen unsicheren Gang und die Betroffenen fühlen den Schwindel selbst dann, wenn sie ruhig stehen. Hier ist das Gefühl sehr stark, dass der Boden unter den Füßen weggezogen wird, jederzeit sind auch Übelkeit sowie Erbrechen möglich.
  • Der Liftschwindel ist besonders unangenehm. Die Betroffenen haben das Gefühl, mit einem Aufzug sehr schnell nach oben oder nach unten zu fahren. Das Gefühl des Zusammensackens und das Gefühl, ins Bodenlose zu fallen, machen diesen Schwindel zu einer Belastung.
  • Benommenheit und ein kurzer „Blackout“ sind Anzeichen für einen sogenannten Pseudo-Schwindel oder Pseudo-Vertigo. Bei diesem Schwindel, der streng genommen keiner ist, bewegt sich die Umgebung nicht und die Betroffenen haben nicht das Gefühl, ins Bodenlose zu fallen. Was bleibt, ist ein etwas diffuses Gefühl, aber kein echter Schwindel.

Mögliche Ursachen für Schwindel

In den meisten Fällen handelt es sich um einen harmlosen Schwindel, für den es keine ernsten Ursachen gibt. Kommt es häufiger zu Schwindelanfällen, kann ein vestibulärer Schwindel dafür verantwortlich sein. Bei dieser Form des Schwindels ist das Gleichgewichtssystem krank oder gestört. Sind der Gleichgewichtssinn oder das Innenohr betroffen, dann spricht der Arzt von einem peripheren vestibulären Schwindel, der in Form eines Drehschwindels auftritt. Handelt es sich hingegen um Erkrankungen, die das Kleinhirn, den Hirnstamm oder das Großhirn betreffen, dann ist es ein zentraler vestibulärer Schwindel. Häufig ist eine Entzündung des Gesichtsnervs für diese Art von Schwindel verantwortlich. Die Betroffenen leiden unter Drehschwindel, der zu einem ständigen Begleiter wird. Erst nach zwei bis vier Wochen klingen die Symptome langsam wieder ab.

Das Problem Innenohr

Diagnostiziert der Arzt eine Vestibulopathie, dann spielt das Innenohr die Hauptrolle. Für diejenigen, die unter Problemen mit dem Innenohr leiden, ist es praktisch nicht mehr möglich, am alltäglichen Leben teilzunehmen. Sie haben beim Gehen ständig das ungute Gefühl, dass die Umwelt verschwimmt, sie können Straßenschilder nicht mehr lesen und Gesichter nicht mehr erkennen. Dazu gesellt sich außerdem noch ein Dreh- und Schwankschwindel. Schuld an diesen Problemen sind meist Medikamente wie beispielsweise Antibiotika, die das Innenohr schädigen. Im schlimmsten Fall löst auch eine Gehirnhausentzündung die Symptome aus, bei einigen Betroffenen lässt sich hingegen keine Ursache finden. Die Beschwerden einer Vestibulopathie können einige Tage anhalten, bevor sie wieder verschwinden.

Wie sieht die Behandlung aus?

Kommt es zu einem akuten Lagerungsschwindel, dann ist das in den allermeisten Fällen harmlos. Gibt es jedoch den Verdacht, dass es sich um eine andere Form des Schwindels handelt oder wenn sich die Schwindelanfälle häufen, dann ist ein Besuch beim Arzt eine gute Wahl. Der Arzt macht bestimmte Tests, wobei sich die Art der Behandlung immer nach der jeweiligen Diagnose richtet. So gibt es unter anderem ein spezielles Training gegen den Schwindel, hilfreich kann ebenfalls eine zusätzliche Physiotherapie sein. Kommt es bei Kindern zur Reisekrankheit und damit zu Schwindelanfällen, dann helfen bestimmte Medikamente, die jedoch in der Regel nicht für eine dauerhafte Behandlung gedacht sind. Altersbedingter Schwindel wird ebenfalls häufig mit den entsprechenden Medikamenten behandelt. Mittel, die Ginkgo enthalten, haben sich bei der medikamentösen Therapie bewährt. Mit dem Wirkstoff Betahistin lässt sich die Durchblutung des Innenohrs verbessern, die Stoffwechselaktivität wird angekurbelt und die Symptome verschwinden schließlich.

Was können die Betroffenen selbst tun?

Ein besonders wirksames Mittel gegen den Schwindel ist es, regelmäßig das Gleichgewicht zu trainieren. Beim Rasieren oder beim Zähneputzen auf einem Bein stehen, ist eine gute Übung. Auch das Balancieren auf einer Linie kann dabei helfen, den Schwindel zu besiegen. Tritt der Schwindel nur in bestimmten Situationen auf, beispielsweise unter Stress, kann es helfen, sich schrittweise an eine solche Situation zu gewöhnen. Leider hat dieses Training auf lange Sicht gesehen wenig Erfolg. Menschen, die häufig ohne einen ernsten Hintergrund zu Schwindel neigen, sollten viel trinken, regelmäßig essen, um nicht unterzuckert zu sein und starke körperliche Anstrengungen vermeiden. Hilfreich kann es auch sein, den Stress zu reduzieren und auf Alkohol zu verzichten.

Fazit

Wem hin und wieder schwindlig ist, der muss sich meist keine Gedanken darüber machen, ob sich dahinter eine ernsthafte Erkrankung verbirgt. Es gibt sehr viele Ursachen, die einen plötzlichen Schwindelanfall auslösen können. Ein zu niedriger Blutdruck, zu schnelles Aufstehen und auch Erschöpfung können Schwindel auslösen. Wem bei Fahrten mit dem Auto und dem Bus oder beim Fliegen schwindelig wird, der kann mit einfachen Tricks Kontrolle über den Schwindel bekommen. Um die Vorfreude auf eine Reise nicht zu trüben, ist es eine gute Idee, vor dem Reiseantritt einen Arzt aufzusuchen und um ein Medikament zu bitten.

Bild: © New Africa / Fotolia

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.